Wichtiger Punktgewinn: Vulkan-Ladies erkämpfen Remis in Bensheim Auerbach
2. Bundesliga: Koblenz/Weibern erspielt ein 22:22 beim Tabellendritten
Koblenz/Weibern. Die Chancen für mehr waren da - allerdings auf beiden Seiten. Deshalb sind die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern nicht unglücklich über diesen Punktgewinn in der Ferne: Das Team von Trainer Caslav Dincic hält in der 2. Bundesliga als Tabellenzweiter den bisherigen Dritten, die HSG Bensheim Auerbach, nach dem 22:22 (13:12) in Bensheim weiter auf Distanz. Neuer Tabellendritter mit nur noch einem Punkt Rückstand auf Koblenz/Weibern ist Haunstetten.
Zehn Minuten lang war die Partie zu Beginn ausgeglichen, dann konnte sich der starke Gastgeber aus Bensheim Auerbach das erste Mal mit drei Toren absetzen. Der Treffer zum 8:5 (18.) war zu diesem Zeitpunkt bereits der dritte von Ivana Sazdovski - die ehemalige Vulkan-Ladies-Spielerin stellte Koblenz/Weibern wie erwartet vor eine schwere Aufgabe. Dincic hatte kurz zuvor eine Auszeit genommen, die Abwehr umgestellt - eine Maßnahme, die sich dann auch auszahlen sollte. „Wir haben in der Abwehr im Mittelblock nicht gut verteidigt“, kritisierte der Trainer. „Also haben wir umgestellt. Auch, um Ivana mehr aus dem Spiel zu nehmen.“ Das gelang: Bis zur Pause traf Sazdovski nur noch einmal zum 9:6. Und weil Koblenz/Weibern zudem zwischen der 21. und der 30. Spielminute nur zwei Gegentore zuließ, konnte man sich zur Pause sogar eine hauchdünne 13:12-Führung herausspielen. Elf Sekunden vor der Halbzeitpause hatte Annika Ingenpaß Treffer Nummer 13 markiert - insgesamt traf die Kreisläuferin in diesen wichtigen Minuten vor der Pause drei Mal.
Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten dann den Vulkan-Ladies. Es war jene Phase in der Partie, in der sich der Eindruck verfestigte: dieses Spiel kann Koblenz/Weibern gewinnen. Lenka Hradilova, Barbara Laszlo und Diana Sabljak schossen mit drei Toren in zwei Minuten einen 16:13-Vorsprung heraus. Bensheim Auerbach nahm eine Auszeit, kämpfte sich in der Folge wieder ins Spiel zurück, glich ein 14:17 aus (17:17), machte wenig später aus einem 17:19 ein 19:19. Und ging acht Minuten vor dem Ende erstmals wieder in Führung - mit 22:21. Es sollte der letzte Treffer der Gastgeber an diesem Tag sein.
Auf der Gegenseite besorgte Barbara Laszlo etwas mehr als zwei Minuten vor der Schlusssirene den 22:22-Endstand. Denn in einer turbulenten Schlussphase konnte kein Team mehr den entscheidenden Treffer setzen. Die Vulkan-Ladies verloren in der Schlussminute im Angriff den Ball, doch Branka Zec parierte den Tempogegenstoß aus kurzer Distanz. Dincic nahm 32 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit, doch auch diesmal wollte der Siegtreffer nicht gelingen.
„Das Unentschieden ist am Ende gerecht“, sagte der Vulkan-Ladies-Trainer. „Zum Schluss haben beide Teams die Chance, dieses Spiel zu gewinnen. Es war das erwartet schwere Spiel - und vielleicht doch ein bisschen schade, dass wir unsere Chancen nicht nutzen konnten.“ Aus einer guten Mannschaftsleistung hob der Trainer Diana Sabljak hervor, „die 60 Minuten durchgespielt hat und unsere beste Spielerin war. Auch Barbara Laszlo hat gut gespielt. Und Branka hat gut gehalten - das war genau nach meinem Geschmack.“
Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern: Branka Zec, Vanessa Gerken, Evelien Grob - Annika Ingenpaß (3), Lea Schmidt, Diana Sabljak (5/1), Dora Varga (2), Barbara Laszlo (4), Lenka Hradilova (3), Hildigunn Einarsdottir, Monika Odrowska (4/3), Petra Adamkova, Franziska Ringleb, Carina Stockhammer (1).
Schiedsrichter: Thomas Kern, Thorsten Kuschel.
Zuschauer: 750.
Siebenmeter: 1/1 - 5/3.
Zeitstrafen: 2 - 0.
