Investition in Versorgungssicherheit
evm-Gruppe modernisiert Netze in Koblenz-Horchheim
aus Koblenz
Koblenz. Mit einer umfassenden Modernisierung ihres Gasnetzes im Koblenzer Stadtteil Horchheim investiert die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) gezielt in eine zukunftssichere Infrastruktur. Im Zuge der Baumaßnahme, die erst Ende Januar begann, wurden unter anderem rund 200 Meter Gasversorgungsleitung, 50 Meter Gashochdruckleitung sowie eine neue Gashochdruckregelstation erneuert. Die Bauarbeiten erfolgen im Vorfeld eines weiteren wichtigen Infrastrukturprojekts: Direkt unterhalb der Gneisenau-Kaserne entsteht ein neuer Hochbehälter zur Sicherstellung der regionalen Wasserversorgung. Für die evm-Gruppe war dies Anlass, Synergien zu nutzen und die Infrastruktur ganzheitlich zu modernisieren. „Der Hochbehälter wird ein zentraler Baustein für die zukünftige Wasserversorgung in der Region und soll ab 2027 dazu beitragen, Versorgungsspitzen zuverlässig abzudecken. Die notwendigen Baumaßnahmen haben wir gezielt genutzt, um vorab bestehende Strom- und Gasleitungen zu erneuern“, erklärt Viola Pöllmann-Kux, Projektleiterin für den Hochbehälter Gneisenau.
„Was ursprünglich als kleinere Baumaßnahme geplant war, hat sich im Projektverlauf deutlich ausgeweitet“, erläutert Dieter Klein-Ventur, Teamleiter im Asset Service der evm-Gruppe. „Statt der vorgesehenen 40 Meter haben wir letztlich mehrere Leitungsabschnitte mit einer Trassenlänge von rund 200 Metern erneuert und ergänzt. So konnten wir die Infrastruktur nachhaltig verbessern.“ Neben den Gasleitungen wurden auch eine Wassertransport- sowie zwei Wasserversorgungsleitungen neu verlegt. Zusätzlich fanden eine neue 20-kV-Stromleitung, sowie zwei neue 1-kV-Stromleitungen und ein leistungsfähiges Glasfaserkabel (LWL) Platz im Erdreich. „Ein besonderer Aspekt des Projekts ist die ressourcenschonende Umsetzung: Eine außer Betrieb genommene Wasserleitung konnten wir zur Abwasserleitung umfunktionieren. Damit zeigen wir, wie wichtig uns ein nachhaltiger Umgang mit vorhandenen Materialien ist“, so Klein-Ventur.
Insgesamt investiert die evm-Gruppe rund eine halbe Million Euro in die vorbereitenden Maßnahmen. Ziel ist es, die hohe Versorgungssicherheit für die Region dauerhaft zu gewährleisten. „Auch wenn sich die Energieversorgung perspektivisch weiterentwickelt, bleibt ein leistungsfähiges Gasnetz ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur“, betont Klein-Ventur. „Mit unseren Investitionen stellen wir sicher, dass unsere Kundinnen und Kunden auch künftig zuverlässig versorgt werden.“
Mit der Einbindung der neuen Leitungen in das Niederdrucknetz wurde nun ein wichtiger Schritt im Projekt unternommen. Weiterhin können durch die neue zusätzliche Wasserversorgungsleitung in einigen Bereichen Druckminderschächte sukzessive außer Betrieb genommen werden, was wiederum auf die Nachhaltigkeit einzahlt.
Mit der Einbindung der neuen Gasleitung in das Niederdrucknetz wurde nun ein wichtiger Schritt im Projekt getan. Foto: Sascha Ditscher
