Die Trinitatis-Kirchengemeinde empfing in Unkel weitere Gemeindeglieder
13 Konfirmanden bekräftigten das bei der Taufe gegebene Versprechen
Unkel. Nachdem bereits vorigen Sonntag in Rheinbreitbach mit Malte Beines, Nicolas Beltzung, Nils Gildemeyer, Charlotte Hangen, Nele Kohlhaas, Florian Knoop, Yonah Layer, Nick Marquardt, Anne Petersen, Malte Pohlmann, Shannon Rasch, Pia Rehburg, Christopher Reinert, Tim Sandermann und Lena Steidtmann 15 Konfirmanden aus dem Bereich Unkel/Rheinbreitbach in die Trinitatis-Gemeinde aufgenommen worden waren, hatte die Gemeinde am Sonntag „Jubilate“ erneut 13 gute Gründe, zu singen und feiern. Annika Blätgen, Til Brügger, Anton Dress, Felix Gerdes, Janis Helmstaedter, Denise, Eva und Michèle Hunck, Aileen Kochems, Jannis Knaden, Paula Plitzner, Lasse Siemoneit und Luisa Valtinke erneuerten durch ihr Glaubensbekenntnis das bei ihrer Taufe von Eltern und Paten gegebene Versprechen.
Festliche Orgelmusik begleitete die Konfirmanden bei ihrem Einzug in die Kirche, wo sie und Pfarrer Michael Busch von der Gemeinde stehend empfangen wurden. „Der heutige Festgottesdienst ist ein Höhepunkt im Festkalender der Gemeinde. Immerhin werdet Ihr Gemeindeglieder mit allen Rechten und Pflichten“, so Michael Busch. Nicht nur die Konfirmanden würden an diesem Tag an ihre Taufe erinnert. Alle Anwesenden würden der Nähe Gottes versichert durch das gemeinsame Abendmahl, sodass im Grunde alle konfirmiert, das heißt im Glauben gefestigt würden.
„Nicht nur Ihr seid jetzt etwa aufgeregt. Das trifft mit Sicherheit auch auf Eure Eltern und die übrigen Verwandten zu“, versicherte der Pfarrer den Konfirmanden. Da die Konfirmation aber nur eine Sache Gottes mit dem jeweiligen Konfirmanden sei, könne gar nichts schief gehen, selbst wenn es zum Stocken oder Holpern käme, beruhigte Michael Busch die Hauptpersonen der Feier, die im Wechsel mit der Gemeinde das Psalmgebet vortrugen, bevor die Band „17 Inches“ das Lied „Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht“ anstimmte.
Zu einem Ratespiel im Stil von „Wer wird Millionär“ lud Michael Busch dann die Konfirmanden ein, die sich zwischen „Risiko“ und „Sicherheit“ wegen der Joker-Anzahl und des garantierten Gewinns entscheiden mussten. Über leichte Fragen nach dem Namen der Frau Adams oder einem Jünger Jesu näherte man sich schnell der schwierigen 125.000-Euro Frage nach dem Mann, der rätselt, warum ausgerechnet er mit einer schweren Krankheit bestraft werde. „Bei der 250.000-Frage nach dem wichtigsten Gebot hat Euch das Publikum geraten, das Verbot zu töten zu nehmen. Richtig wäre aber gewesen: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“, so Michael Busch. Dieses Gebot schließe im Grunde alle übrigen ein, denn wer Gott als höchste Instanz respektiere, würde auch sein allgemeingültiges Recht auf Leben anerkennen und würde entsprechend nicht töten.
„Im Fernsehen wäre für Euch jetzt alles zu Ende, bei Gott aber fliegt Ihr nicht raus, wenn Ihr etwas falsch gemacht habt. Er gibt jedem immer wieder eine Chance, den richtigen Weg zu finden“, versicherte der Pfarrer. Orientierungshilfen könnten dabei etwa die Konfirmationssprüche sein, die mit dem jeweiligen Namen die selbst gestalteten Kirchenfester der Konfirmanden zierten, die sie von der Gemeinde traditionell geschenkt bekamen. Erfolg beim Versuch, zu sich selbst zu finden, ohne andere auszugrenzen, sei mehr wert als Besitz und Anerkennung. „Der Weg mit Gott, bei dem Glück nicht für sich behalten, sondern mit anderen geteilt wird, macht einen zum Lebensmillionär und das ist mehr wert, als Euro-Millionär zu werden“, schloss Michael Busch seine Predigt, um als Schlagzeuger mit der Band und der Kantorei unter Leitung vom Marc Unkel das Gospel „Walk on, walk on, with hope in your heart, and you’ll never walk alone“ anzustimmen.
Nach dem Taufgedächtnis und dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis folgte die Einsegnung der Konfirmanden, die dann nach einminütigem Glockenläuten und den Simon&Garfunkel-Hit „Bridge over troubled water“, vorgetragen von Band und Chor, als Konfirmierte von Presbyter Jens-Peter Japs im Namen der Gemeinde begrüßt wurden. Dann empfingen die 13 neuen Gemeindeglieder im Kreis vor dem Altar das Abendmahl, das sie schließlich in die Gemeinde brachten.
