Verbandsgemeinde Unkel übergibt Ehrenamtskarten
Anerkennung für Engagement zum Wohle der Gemeinschaft
Tierschützerin Jutta Schneider hatte als Erste die neue Karte beantragt
Unkel. Als zehnte Kommune von Rheinland-Pfalz hatte die Verbandsgemeinde Unkel mit der Kooperationsunterzeichnung durch den Chef der Mainzer Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, und Verbandsbürgermeister Karsten Fehr die landesweite Ehrenamtskarte eingeführt. Jetzt konnte Fehr die ersten Ehrenamtskarten, mit denen sich Land und Verbandsgemeinde bei denen bedanken, die sich über Jahren hinweg in besonderem Maße für die Allgemeinheit eingesetzt haben.
23.000 Stunden im Einsatz für den Tierschutz
„Das belegt unsere erste Antragsstellerin Jutta Schneider eindrucksvoll, ist sie doch schon seit 1985 im Verein für Tier-, Natur- und Artenschutz Siebengebirge aktiv und war somit angesichts von durchschnittlich 15 Wochenstunden ehrenamtlich insgesamt rund 23.000 im Einsatz“, rechnete Karsten Fehr hoch. Neben der Tierschützerin überreichte er Rudolf Barth, Christoph Charlier, Rudolf Rupperath und Sigrid Wesely, alle vom Willy-Brandt-Forum, Franz-Josef Becker von der Seniorenarbeit im Christinenstift, der Fußballtrainerin und dem Abteilungsleiter Fußball des SV Rheinbreitbach, Edith und Stephan Hinze sowie dem Betreuer der SV-Homepage, Michael Möller, und dem Unkeler Stadtarchivar Wilfried Meitzner die Ehrenamtskarte.
Kultur der Anerkennung weiterentwickeln
„Mit dieser Ehrenamtskarte wird die Kultur der Anerkennung entscheidend weiterentwickelt, weil sie die vielfältigen, symbolischen Formen der Wertschätzung mit geldwerten Vergünstigungen verbindet“, so der Bürgermeister. Neben dem jährlich stattfindenden Ehrenamtsfrühstück der Verbandsgemeinde, dessen Ausrichtung von der Fair-Trade-Steuerungsgruppe übernommen wird, und der Ermäßigung beim Eintritt in das Willy-Brandt-Forum bietet auch Mainz den Karteninhabern Vergünstigungen in landeseigenen Einrichtungen sowie bei Sonderaktionen. Erhalten kann die kostenlose Ehrenamtskarte jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist und sich in einer der teilnehmenden Kommunen durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung erhält. „Beantragen kann man die Ehrenamtskarten mit einem Formular, das im Internet unter www.wir-tun-was.de zu finden ist“, so Fehr. Das Antragsformular geht an die Verwaltung, die es nach Prüfung an die Leitstelle der Staatskanzlei „Ehrenamt und Bürgerbeteiligung“ weiterleitet. Gültig ist die Ehrenamtskarte zunächst zwei Jahre, sie kann aber nach Ablauf dieser Zeit neu beantragt werden. Weitere Auskünfte unter Tel. (06 31) 1 16 40 83, E-Mail leitstelle@stk.rlp.de. Einrichtungen und Unternehmen, die das landesweite Projekt mit unterstützen, sind an dem Aufkleber „Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz - Wir machen mit!“ zu erkennen.
