Ortsgruppe Linz des Eifelvereins unterwegs
Auf Gecco-Tour am Niederrhein
Sieben unternehmungslustige Wandersleute auf ungewöhnlichem Gefährt
Linz. Was ein Gecko ist, ist bekannt. Aber was ist ein Gecco Mobil? Anlässlich einer Radtour-Woche der Eifelvereinsortsgruppe Linz im Mai am Niederrhein sahen die Teilnehmer die merkwürdigen Gebilde von Weitem zum ersten Mal.
Die Linzer wollten es genauer wissen und fuhren noch einmal nach Kleve. Unterkunft in der Jugendherberge. Da fühlte man sich ganz automatisch jünger, ging die Sache aber trotzdem gemessen an. Zuerst die Stadt Kleve. Sie bezaubert mit der Schwanenburg nebst Lohengrinsage, gepflegten Parks und lebendiger Fußgängerzone.
Von Mittag bis Mitternacht genossen die Teilnehmer den Sommertag in der Stadt, kamen mit Klevenern ins Gespräch, die sogar Unterkunft anboten, als die Linzer den Heimweg nicht auf Anhieb wiederfanden.
Die Linzer, bis auf eine Ausnahme „Ü 70“, erklommen am folgenden Tag dann den Gecco. Dieses Gefährt hat sieben Plätze, ein rundes Fahrrad gewissermaßen. Einer sitzt in Fahrtrichtung am Steuerrad.
Er tritt in die Pedale, lenkt, bremst und sagt, wo es langgeht. Die anderen sechs sitzen entspannt am runden Tisch. Sie müssen nur treten, hätten sogar Zeit für eine Runde Bier oder Skat. Die Gruppe aus Linz wurde aber voll von der schönen Landschaft gefangen genommen, zumal die Eindrücke unterschiedlich waren, da jeder in eine andere Richtung blickte und etwas anderes sah.
Kein Wunder, dass man irgendwann vom Weg abkam, aus der mitgeführten Routen-Karte fiel, gar nicht mehr wusste, wo man war, und somit in den Genuss einiger Extra-Kilometer kam. Das war nicht schlimm, denn die Linzer entdeckten, dass man auf dem Gecco hervorragend im Chor singen kann.
Am Weg nahmen sie Sehenswertes mit. In einer Zwiebelturmkirche wurden sie von der Pfarrerin mit einem persönlichen Segen weitergeschickt. Im Café interessierten sich die jungen Frauen eines Skiclubs für die Linzer und ihr Gefährt und durften auch einmal darauf. Die Ausflügler mussten den Gecco irgendwann zurückgeben. Ungern, denn sie hatten festgestellt, dass sich mit dieser Fortbewegungsart einerseits das Gefühl fröhlichen Zusammenseins verband, andererseits aber auch ein Zugewinn an persönlicher Freiheit, denn jeder sah die Welt aus seiner Blickrichtung.
