Fußball - SV Rot Weiß Queckenberg
Aufstieg im Jubiläumsjahr perfekt gemacht
Queckenberg. Der 13. Juni wird als historisches Datum in die Annalen des RWQ eingehen. Um 14.51 Uhr erhielt der Erste Geschäftsführer, Ralf Becker, von Spielausschussleiter Torsten Oleff die E-Mail, dass die Seniorenmannschaft in der Spielzeit 2013/14 die C-Liga bereichern wird, mit anderen Worten: die Männer vom Mount Queck sind aufgestiegen. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich diese frohe Kunde in und um Rheinbach herum. Nach vielen düsteren Jahren, geprägt von Tief- und Rückschlägen, von Fußballtristesse im Niemandsland, erfüllte sich der Aufstiegstraum für die Müller/Kurek-Truppe ausgerechnet im Jahre des 50. Vereinsjubiläums.
Offensivfeuerwerk
Ausschlaggebend für dieses Happy End war ein, vor allem aufgrund der starken ersten Hälfte, verdienter 2:1Heimsieg am letzten Spieltag gegen Rot Weiß Dünstekoven II. Gleich von der ersten Minute an brannte der Gastgeber ein Offensivfeuerwerk ab. Mit einem Doppelschlag in der 12. und 17. Minute schossen die Protagonisten des Queckenberger Sturmlaufes, Mundorf und Uygur, ihre Farben mit 2:0 in Front. Auch weiterhin strahlte das Dünstekovener Gehäuse eine magische Anziehungskraft auf das runde Spielgerät aus, im Minutentakt brannte es lichterloh im Sechzehner der Gäste. Mit etwas mehr Übersicht hätten Raffino oder Abeling längst für klare Verhältnisse sorgen müssen. So hielten denn in der 35. Minute alle Fans kurz den Atem an; doch katzenartig tauchte Torhüter Gerhard in die rechte Ecke ab, lenkte ein 20-Meter-Geschoss noch zur Ecke und ließ somit den Torschrei des Gästeanhanges auf dessen Lippen kleben. Überhaupt zeigte der Rückkehrer nach zweimonatiger Verletzungspause zwischen den Pfosten eine überzeugende Leistung, strahlte viel Ruhe und Sicherheit aus und wuchs vor allem im zweiten Durchgang immer mehr über sich hinaus.
Mit Anpfiff zur 52. und letzten zweiten Halbzeit der Saison 2012/13 änderten sich jedoch die Kräfteverhältnisse auf der Queckenberger Alm. Der Gast riss das Ruder immer mehr herum und wollte den „Queckies“ den Saisonabschluss ordentlich vermiesen. Vielleicht unterbrachen auch die zahlreichen Wechsel in den Reihen der Heimelf den bisher so gefährlichen und überfallartigen Spielaufbau. Trotzdem bleibt es unerklärlich, warum sich die Queckenberger solch große Steine in den Weg zum achten Heimsieg legten. Als in der 70. Minute tatsächlich der mittlerweile nicht unverdiente Anschlusstreffer gelang, begann das große Zittern in den Reihen des RWQ. Denn nur mit einem Sieg konnte man sich noch auf Rang vier verbessern und so die Minimalchance auf den Aufstieg wahren. Die Spielkultur ging nun völlig verloren, und es entwickelte sich eine nervenaufreibende Abwehrschlacht. In den turbulenten Schlussminuten erwiesen sich Gerhard und Libero Abeling als unumstößliche Felsen in der Brandung. 120 Sekunden vor Spielende klärte der Abwehrchef für den bereits geschlagenen Keeper auf der Linie und verhinderte durch sein großes Kämpferherz den bereits sicher geglaubten Todesstoß durch den nach wie vor frech aufspielenden Tabellenzehnten. Doch dazu sollte es an diesem Tage nicht mehr kommen.
Kampf und Leidenschaft
Nach 92 Minuten voller Kampf und Leidenschaft lagen sich Mannschaft, Trainer, Anhänger und Betreuer freudetrunken in den Armen. Man hatte seine Hausaufgaben gemacht. Nun hieß es warten auf die ausstehende Entscheidung des Spielausschusses des Fußballverbandes Mittelrhein, Kreis Bonn. Doch um das Nervenkostüm für die kommenden Tage der Ungewissheit zumindest zu Beginn etwas zu entlasten, ließ man die erfolgreiche Saison unmittelbar nach Spielschluss mit einer Grill- und Abschlussparty ausklingen. Eingeladen waren alle Fans und Unterstützer sowie Freunde des Vereins und Familienangehörige der Spieler, Trainer und Betreuer.
Aufstellung: Gerhard - Becker, Abeling, Wyrzykowsky - Geimer, Gümüs, Raffino, Uygur, D. Declair, Mundorf - Schorn.
Verstärkung: Nordt, Haas.
Reserve: Roitzheim, Kolvenbach.
