Bruchhausener Löschzug hatte zum traditionellen Barbarafest eingeladen
Beförderungen standen im Mittelpunkt
Bruchhausen. Zu seinem traditionellen Barbarafest hatte der Löschzug Bruchhausen um seinen Förderverein am Samstagabend in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Begrüßt wurde die Festgesellschaft dort vom Vorsitzenden des Vereins, Stefan Heinrichs, der dem Junggesellenverein für die Bewirtung im Saal dankte sowie der Kinder- und Jugendinitiative Bruchhausen, die vor dem Dorfgemeinschaftshaus für die kulinarische Versorgung im Grillwagen sorgte.
„Ein abwechslungsreiches Jahr liegt hinter uns, bei dem wir noch gestern Abend ausrücken mussten, um zwei Bäume von der Siebengebirgsstraße zu entfernen, die dem Sturmtief Xaver zum Opfer gefallen waren“, erinnerte Wehrführer Michael Frings in seinem kurzen Rückblick. Zuvor hatte er im Namen der 23 Aktiven neben dem Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr, und dem stellvertretenden Wehrführer Ralf Wester sowie seinem Onkel, dem Ehrenwehrführer Walter Frings, die Delegationen der übrigen Löschzüge begrüßt und nicht zuletzt den Hausherrn und ersten VG-Beigeordneten, Bürgermeister Markus Fischer. Der Dank des Wehrführers galt all jenen in der Verwaltung wie in den Räten, die stets ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr hätten.
Auf diese trifft das Goethewort „Der Rettende fasst an und klügelt nicht“, mit dem Karsten Fehr seine Festrede eröffnete, in vollem Maße zu. „Ihr freiwilliger Dienst in der Feuerwehr, Ihr persönlicher Einsatz bedeutet ernste und verantwortungsbewusste Arbeit und stete Bereitschaft im Dienst für den Nächsten“, lobte er nicht nur die Bruchhausener Feuerwehr. Zwar gebühre auch all jenen Dank, von denen die Wehr vortrefflich ausgestattet würde, da sie erkannt hätten, dass eine schlagkräftige Wehr die beste Brandsicherung ist. Dank gebühre aber vor allem den Kameraden der Feuerwehr, die sich unter Zurückstellung persönlicher Interessen in den Dienst einer guten Sache gestellt hätten.
„Sie geben Ihren Mitbürgern nicht nur ein Maß an Sicherheit, Sie stehen auch für eine Reihe von Werten wie Zuverlässigkeit, Pflichterfüllung, Rücksicht und Solidarität, die heute manchmal als Sekundärtugenden abgetan werden“, hob Karsten Fehr hervor. Die Feuerwehrkameraden würden eben nicht nach dem heute so weitverbreiteten Motto handeln „Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht“, sondern mit ihrem freiwilligen Einsatz für ihre Mitmenschen eine wirklich große und erstrebenswerte Lebenshaltung an den Tag legen. „Bleiben Sie eine starke und einsatzbereite Wehr, erhalten Sie sich ihre Kameradschaft und ermüden Sie nicht in Ihrem verantwortungsvollen und auch gefährlichen Dienst“, bat der Verbandsbürgermeister die Feuerwehrleute, denen er die volle Anerkennung der Bevölkerung zusicherte.
Dann stand das Bruchhausener Barbarafest ganz im Zeichen der jungen Wehrführer Michael Frings und Thomas Senk. Zunächst beförderte Karsten Fehr zusammen mit Ralf Wester den 30-jährigen stellvertretenden Wehrführer nach zehnjähriger Zugehörigkeit zur Feuerwehr sowie 14 Fort- und Ausbildungen zum Brandmeister, um dann den nur wenige Tage jüngeren Michael Frings nach 19 Fort- und Ausbildungen zum Oberbrandmeister zu befördern. Zuvor hatte er Sven Adenauer nach zehn Fortbildungen bei der Berufsfeuerwehr Bonn zum Feuerwehrmann befördert und Christoph Schneider als Feuerwehrmann-Anwärter verpflichtet.
„Wir haben Ewald Heinrichs zwar schon auf dem Verbandsfeuerwehrtag in Juni aus dem aktiven Dienst verabschiedet und in die Alters- und Ehrenwehr aufgenommen.
Ich möchte ihm aber auch heute noch von der Ortsgemeinde eine besondere Ehrung zukommen lassen“, erklärte Markus Fischer. Zu Beginn seiner Arbeit sei er durch den ersten Wehrführer, den er als noch junger Bürgermeister gehabt habe, geprägt worden, erinnerte er, bevor er Ewald Heinrichs ein Getränk sowie ein weiteres Präsent überreichte, das dieser zusammen mit seiner Frau Regine aushäusig einlösen könne, so Markus Fischer, bevor Alleinunterhalter Peter Josef Euskirchen den geselligen Teil des Barbarafestes musikalisch eröffnete.
