CDU Unkel vergab Ehrenamtspreis
Besondere Verdienste um das Gemeinwohl
Mit Ursula Winzen wurde die Grande Dame des örtliche Roten Kreuzes geehrt - Fernsehstar Marie-Luise Marjan fungierte Schirmherrin
Unkel. Ursula Winzen, die Bereitschaftsleiterin des DRK-Ortsverein Unkel, ist die Nachfolgerin von Manfred Mönch als Trägerin des „Ehrenamtspreises 2014 der CDU zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in der Verbandsgemeinde Unkel“. Unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin Marie-Luise Marjan hatte der CDU-Gemeindeverband zur Verleihung ins Bürgerhaus von Heister eingeladen. In diesem konnte der „Vater des Ehrenamtspreises“, der Vorsitzende der Unkeler CDU Alfons Mußhoff, neben seinen Vorstandkollegen Gisela Stahl aus Erpel, Stefan Heinrichs aus Buchhausen und Andreas Nagel aus Rheinbreitbach auch den Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel begrüßen. Sein besonderes Willkommen galt natürlich der als „Mutter Beimer“ aus der ARD-Serie „Lindenstraße“ bekannten Schirmherrin.
Preis soll Ansporn für Dritte sein
„In Würdigung der Bedeutung des Ehrenamts, verbunden mit der Hoffnung, dass die Ehrung dem einen oder anderen Anstoß gibt, sich selbst auch zu engagieren, verleiht die CDU heute zum achten Mal den Ehrenamtspreis“ so Mußhoff. Bürgerschaftliches Engagement sei ein Grundpfeiler der Gesellschaft.
Ohne den Einsatz ehrenamtlich Tätiger, die die soziale Kultur prägten, sei die Gesellschaft erheblich ärmer. Grund genug, Dank zu sagen, nicht nur der neuen Trägerin des Ehrenamtspreises, sondern allen, die sich in engagierten, in Hilfsorganisationen, Vereinen und Initiativen, im kulturellen, sportlichen oder politischen Bereich oder einfach nur in der gelebten Nachbarschaftshilfe, hob Alfons Mußhoff zu Beginn seiner Laudatio hervor.
„Wie keine andere verkörpert die aktuelle Preisträgerin das Deutsche Rote Kreuz in der VG Unkel. Schließlich ist Ursula Winzen bereits seit 1989, also seit über 25 Jahren Bereitschaftsleiterin“, ging der Laudator auf die aktuelle Preisträgerin ein. Sie sei auch ein Beispiel für Erfahrung, da sie sich schon vor 55 Jahren im Alter von 16 Jahren der 1923 in Unkel gegründeten Sanitätskolonne angeschlossen habe. „Eigentlich gehört sie sogar schon länger dazu, hat das DRK doch auch ihre Kindheit geprägt“, erinnerte Alfons Mußhoff an Ursula Winzens Mutter Josefa Schumacher, die als Kreisbereitschaftsführerin ihre Tochter oft zu Rot-Kreuz-Diensten mitgenommen hatte.
Die Freude am Helfen
Es seien keine hohlen Worte, so der Laudator, wenn Winzen über ihre Arbeit sage: „Es macht mir Freude, Armen und Schwachen zu helfen.“ So habe sie sich mit ihrem Mann Heinz zwischen 1991 und 1997 27 Mal nach Kroatien aufgemacht, um Hilfstransporte mit Unterstützung des DRK in die vom Krieg betroffenen Gebiete durchzuführen und vor Ort Lebensmittel und Bekleidung an bedürftige Familien zu verteilen. „Für diese großartige Hilfsaktion sind Ursula und Heinz Winzen mit den Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden“, so der Unkeler CDU-Vorsitzende, um dann auf das große Anliegen der Preisträgerin, die DRK-Kleiderkammer einzugehen, die sie 1990 mit Barbara Dung angesichts der vielen Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde ins Leben gerufen hatte.
Nicht zu vergessen ist auch Ursula Winzens Einsatz bei den Blutspendeterminen, die sie seit 50 Jahren organisiert. „Natürlich spendet sie auch selber regelmäßig Blut, inzwischen bereits über 150 Mal“, wusste Alfons Mußhoff, der den Dank dann auf den gesamten Ortsverein ausweitete, der beim Wein- und Heimatfest, im Karneval und bei Seniorentagen, beim Rheinschwimmen oder den Gartentagen den Sanitätsdienst übernimmt und auch überregional im Einsatz sei.
Idealistisches Wirken
„Ursula Winzen kann auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Sie hat sich in ihrem unermüdlichen Einsatz in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht und dieses idealistische Wirken für die Allgemeinheit wollen wir heute Abend ehren“, erklärte der Laudator, bevor er ihr gemeinsam mit Schirmherrin Marjan den Geldpreis und die Urkunde überreichte. Dabei überraschte Ursula Winzen selbst Marie-Luise Marjan. „Ich werde das Geld der Ferienbetreuung für Schüler spenden, damit möglichst viele Kinder, deren Eltern das nötige Geld für einen Urlaub fehlt, wenigstens hier ein paar schöne Stunden verbringen können“, kündigte die Preisträgerin an. Nur mit der Urkunde wollte die Schirmherrin die Preisträgerin aber nicht entlassen. „Deshalb lade ich Sie zum Essen in einem Restaurant Ihrer Wahl ein“, erklärte Marjan bevor Birgit Schulz, Erich Prang und Michael Hommerich, die die Feier musikalisch umrahmt hatten, den Abend beschlossen.
