Bad Honnef AG würdigt mit „Verein(t) gewinnt“ besonderes Engagement
Besonderes Engagement gewürdigt
Förderverein „Freibad Unkel“ und Kulturkreis „ad erpelle“ gewannen Geldpreise
Unkel/Erpel. Mit dem Förderverein „Freibad Unkel“ sowie dem Kultur- und Kunstkreis „ad erpelle“ sind gleich zwei Vereine aus der Verbandsgemeinde Unkel bei der Preisverleihung von „Verein(t) gewinnt“ 2013, dem Vereinswettbewerb der Bad Honnef AG, im Dorint Hotel Windhagen ausgezeichnet worden, an dem insgesamt 33 Vereine teilgenommen hatten. Die unterschiedlichen Projekte hatte man seit Anfang Mai bei der Bad Honnef AG mit einem kurzen Vorstellungsvideo vorstellen können. Durch das Programm führte Thomas Heyer, einer der Moderatoren der Sendung „Aktuelle Stunde“ im WDR.
Nach einer unterhaltsamen und kurzweiligen Vorstellung aller Projekte, Videos und Vereine präsentiert er mit dem Verein „Young Hope Chor und Band Eitorf“ den Sieger, der satte 10.000 Euro für die Vereinskasse erhielt. Schon auf dem zweiten Platz landete der Förderverein „Freibad Unkel“, für den Geschäftsführer Werner Henneker einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro entgegennahm. Hinter der KG Klääv Botz Aegidienberg 1904 landete der Verein „ad Erpelle“, der von Gregor Noll und Dominik Arz bei der Preisverleihung vertreten wurde, auf Platz vier, sodass sich die beiden Erpeler über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen konnten. „Die Bad Honnef AG hat unser originelles Video, vor allem aber das Motiv unseres Vereins mit dem zweiten Preis gewürdigt, endlich die Sanierung anzupacken und danach das Verbandsgemeinde-Freibad auch zu betreiben“, so Werner Henneker. Seit 2006, also seit nunmehr sieben Jahren, kämpft der parteiübergreifend aufgestellte Förderverein schon für eine Wiedereröffnung des maroden Freibades.
Entgegen aller Wahrscheinlichkeit ist es dem Verein gelungen, eine Förderzusage des Landes über 60 Prozent zu erhalten, ein landesweit einmaliger Vorgang, den kein anderes Sportprojekt im Land vorweisen kann. Die Förderzusage wegen des besonderen bürgerschaftlichen Engagements wurde von Innenminister Bruch und Innenminister Lewenz persönlich bestätigt. Ein umsetzbarer Plan liegt vor und könnte ohne weitere Verzögerung in Angriff genommen werden. Mit der Freizeitbad GmbH „monte mare“ hat der Verein ein renommiertes und erfahrenes Fachunternehmen verpflichtet, das eine plangemäße Realisierung gewährleisten kann. Knackpunkt ist allerdings eine Bürgschaft für die Landesmittel über 675.000 Euro. Laut den Vereinsaussagen wäre die Stadt Unkel bereit, einen Anteil in Höhe von 210.000 Euro zu übernehmen. Abzüglich des Anteils von 169.000 Euro des Vereins verbliebe ein Rest von 296.000 Euro, für den die Verbandsgemeinde die Bürgschaft übernehmen könnte. Angesichts des Gegenwertes der Investition erscheint diese Bürgschaft eher sehr gering. Entschieden wird über diesen Möglichkeit auf der Sitzung des Gremiums Mitte der Woche. Der Förderverein würde jährlich eine Leistung von 18.000 Euro in den Betrieb des Freibades einbringen, über die Laufzeit von 25 Jahren hochgerechnet wären dies 450.000 Euro, weit mehr, als die durch die Verbandsgemeinde zu tragende Bürgschaft.
