Lokalsport | 07.05.2013

SV Rot-Weiß Rheinbreitbach erhält Sepp-Herberger-Urkunde

Besonderes soziales Engagement

Im Bereich Behindertenfußball erzielte man den dritten Platz

Im Bereich Behindertenfußball erhält der SV Rheinbreitbach die Sepp-Herberger-Urkunde in Mannheim.privat

Rheinbreitbach. Im Congress Center Rosengarten Mannheim erhielten zehn Fußballvereine die Sepp-Herberger-Urkunde. Seit ihrer Gründung zeichnet die älteste Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes mit der Urkunde auf Vorschlag der DFB-Landesverbände Fußballvereine für besonderes soziales Engagement aus. In den Kategorien Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Verein sowie Sozialwerk. In der Kategorie „Behindertenfußball“ erlangte der SV Rot-Weiß Rheinbreitbach 1929 e.V. (FV Rheinland) den dritten Platz und erhielt somit einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro. Josef Hens, der Vizepräsident und Inklusionsbeauftragte des Fußballverbandes Rheinland, hatte den SV Rheinbreitbach vorgeschlagen. Aufgefallen war ihm, dass in Rheinbreitbach alle Kinder, die es möchten, aufgenommen werden, um mit anderen Fußball spielen zu können, auch mit Behinderung. So sind momentan in der Mannschaft der E-Mädchen drei Kinder mit Handycap soweit integriert, dass sie am ganz normalen Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen. Es lässt sich leider nicht immer vermeiden, den Mitspielern, Schiedsrichtern oder Gegnern zu erklären, warum das Eine oder Andere in diesem Team anders gehandhabt werden muss. So kann z.B. Thi Minh bei einem schreienden Trainer des Gegners die Kommandos der Mitspieler und Trainer nicht mehr hören, während man mit Jojo immer zuerst Blickkontakt haben muss, oder der Schiri muss unterbrechen, wenn der Torfrau das Hörgerät herausgefallen ist und Abi kann auf Bälle von rechts nicht reagieren. Alles in allem erfordert dies besondere Bemühungen aller Beteiligten, ist aber auch ein sehr erfolgreiches zusätzliches Projekt der Rheinbreitbacher Jugendarbeit.

Im Bereich Behindertenfußball erhält der SV Rheinbreitbach die Sepp-Herberger-Urkunde in Mannheim.Foto: privat

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