Die Bruchhausener feierten mit ihren Junggesellen vier Tage lang Johannes-Kirmes
Das Königspaar Jan Schulte und Hannah Rechmann stand im Mittepunkt
Bruchhausen. Mit dem Aufhängen des Kirmesmanns auf dem Brunnenplatz gegenüber der Wallfahrtskirche hatten die Bruchhausener Junggesellen um ihre Vorsitzenden Jasper Adenauer und Moritz Bremer am Freitagabend ihre Johanneskirmes begonnen.
Damit war der Paias, wie die Symbolfigur der rheinischen Kirmes auch genannt wird, weit entfernt vom Ort des Geschehens, hatten die Nönghüüde doch ihr Kirmeszelt wieder auf dem Bolzplatz am westlichen Ortseingang aufgebaut. Dorthin ging es dann zunächst zum traditionellen Haxenessen, um ausreichend Grundlage für die anschließende Tanzparty „Best of 70-er or 90-er“ zu schaffen.
Reges Treiben auf dem Kirmesplatz
Schon am Samstagnachmittag herrschte dann wieder reges Treiben auf dem Kirmesplatz, als die befreundeten Junggesellenvereine mit ihren Majestäten eintrudelten, um die Gastgeber beim Königszug zu begleiten. Bis auf die Rheinbreitbacher, die selber noch nach ihrem Junggesellenkönig suchten, waren mit Scheuren, Unkel, Erpel und Orsberg die Vereine aus der Verbandsgemeinde angereist ebenso wie die „frohsinnigen Dattenberger und der Junggesellen- und Dorfverein Kalenborn.
Sie alle wurde von den Nönghüüder-Offizieren Matthias Alex und Angelo Seidel zur Wallfahrtskirche beordert, wo sich der Festzug aufstellte, um, musikalisch angeführt vom Blasorchester, durch die mit Kirchenfahnen und Birkengrün dekorierten Straßen des Ortes zu ziehen.
Am Königshaus warteten bereits die jungen Majestäten, Jan Schulte und Hannah Rechmann, mit ihren Ehrenpaaren, Melina Dittmann und Moritz Bremer sowie Nele Heinz und Daniel Knappheide, auf die Ankunft des Festzuges. Zahlreiche Schaulustige wurden dann Zeuge, wie die Fähnriche zu Ehren des Königspaars die Fahnen schwenkten, bevor sich die Festgesellschaft zum Kirmeszelt aufmachte. Keinen hielt es dort auf den Plätzen, als der Königszug einmarschierte und Matthias Alex die jungen Majestäten hoch leben ließ, bevor diese nach dem erneuten Fahnenschwenken der Fähnriche mit dem Königswalzer eine lange Ballnacht eröffneten.
Kirchweih-Messe am Sonntag
Mit der Kirchweih-Messe am Sonntagvormittag mit anschließender Prozession wurde dann die Kirmes fortgesetzt. Zum Völkerball-Turnier hatten sich neben den Möhnen und dem Blasorchester sowie etlichen Junggesellenvereinen so illustre Mannschaften wie die „wilden Hühner“ und die „jungen Veteranen“ sowie das „Inferno Narsewinkel“ angemeldet. Während sie im Festzelt ihre Wurfkraft kombiniert mit Treffsicherheit unter Beweis stellten, um anschließend versöhnlich die Players-Party zu feiern, amüsierten sich die jüngsten Kirmesbesucher beim Ponyreiten und anderen Attraktionen.
Mit der Junggesellenmesse und dem anschließenden Festzug durch den Ort wurde der letzte Tag der Bruchhausener Johannes-Kirmes eingeläutet.
Anschließend ging es zum Bürgerfrühschoppen ins Festzelt, während das Blasorchester zum Platzkonzert aufspielte. Abends wurde dann der Kirmesmann vom Brunnenplatz geholt, um ihm den Prozess zu machen. Wie die Jahre zuvor fand der arme Kerl keinen Verteidiger, sodass er traditionell ein Opfer der Flammen wurde.
