Gesine Stuip ist Linzer Rats-Königin
Das bessere Schussbild entschied
SPD-Stadträtin setzte sich im Wettbewerb um den ersten Ratspokal durch
Linz. „Erwähnt werden die Sebastianerschützen zwar erst 1411, da aber in einer alten Urkunde vom 24. April 1325 von Bürgern von Linz gesprochen wird, kann man davon ausgehen, dass Linz schon damals Stadtrechte besaß“, so Bürgermeister Hans-Georg Faust am Ende der Stadtrats-Sondersitzung. Da eine Stadt von ihren wehrfähigen Bürgern verteidigt werden musste, könne man davon ausgehen, dass nur wenig später eine Schützengilde gegründet worden sei, der die Sicherung der Stadtmauer und der vier Tore oblegen habe. „Deshalb betrachtet die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft, wie sich die Gilde seit Anfang des 16. Jahrhunderts nennt, auch 1329 als ihr Gründungsjahr“, so der Stadtchef Seit dieser Zeit habe sie regelmäßig Übungen abgehalten, um die Verteidigungskraft der Linzer Bürger zu gewähren.
„Geübt haben wir zwar nicht, dafür aber im Juni auf dem Schießstand der Bruderschaft unterhalb von Sankt Marien den frisch gestifteten Ratspokal ausgeschossen. An dem von Brudermeister Uwe Prassel überwachten Wettbewerb haben 15 Mandatsträger teilgenommen“, so Hans-Georg Faust, bevor der Brudermeister die Ergebnisse bekannt gab. Der vierten Platz mit 46 von 50 Ringen belegte Heiko Martin, dem der Beigeordnete Karl-Heinz „Flippo“ Wölbert nur aufgrund des besseren Schussbildes den Platz auf dem Treppchen streitig gemacht hatte. Das galt auch für die Vergabe der beiden ersten Plätze. So hatte Udo Paffhausen mit 47 Ringen das schlechtere Schussbild, womit die Linzer Entscheidungsträger Gesine Stuip als ihre Ratskönigin begrüßen konnten, stolz als erste den Ratspokal vom Stadtbürgermeister entgegen nehmen konnte.
