Allgemeine Berichte | 11.06.2013

Musik- und Grundschüler nahmen Musikvideo auf

„Der Geist namens Beethoven“

Luftsprünge machten die Musikschüler bei dem Arrangement von Freude schöner Götterfunke.DL

Erpel. In Unkel soll Ludwig van Beethoven zur Ausnüchterung liebestrunken eine Nacht im Gefängnisturm verbracht haben. Und auch Linz rühmt sich, dass der berühmte Bonner als junger Mann bei der Familie Wolter am Quartetttisch musiziert haben soll, wie eine Gedenktafel am Haus „Am Gestade 7“ berichtet. Nun kann sich auch Erpel preisen, dass der berühmteste Sohn Bonns auch die Alte und Freie Herrlichkeit besucht hat. Zu verdanken hat das der Ort dem Musikerehepaar Agnieszka Sokol-Arz und Dominik Arz. Mit 30 Musikschülern im Alter zwischen fünf und 15 Jahren und den knapp 100 St. Johannes Grundschülern drehten sie den Musik-Video-Clip „Der Geist namens Beethoven“. Aus diesem Anlass war nicht nur der Komponist in Form einer Statue, wie sie auf dem Bonner Münsterplatz, steht, an den Drehorten omnipräsent. Auch sein wesentlich weniger grimmig dreinschauende Geist, dargestellt von Wolfgang Haubrich, begleitete die Darsteller und Filmer um Regisseur Michael Steitz. Der hatte schon Tage zuvor für Luftaufnahmen eine Drohne mit Mini-Videokamera über den Ort schweben. „Grundlage des Video-Clips ist meine Bearbeitung von Beethovens Neunter zum Agundo-Song, mit dem wir im vorigen Jahr am Beethovenfest in Bonn teilgenommen haben“, erinnerte Dominik Arz. Die rockig-popige Umsetzung des Klassikers „Freude schöner Götterfunke“, der quasi dem Motto der Musikschule: „Musizieren mit Freu(n)de(n)“ entspricht, sei durch die Rhythmusgruppe, Bass und Schlagzeug, sowie durch die Trompeteneinsätze gerade für Jugendliche attraktiv, so der Trompeter, während die Musikschüler sich auf dem Schulhof in Position bringen. Mit Tanz und Gesang locken sie die Grundschüler zunächst an die Klassenfenster, bevor diese von allen Seiten auf den Schulhof strömen und sich freudig mit ihrer Lehrern an der Aktion beteiligen. Mit Monica Santos und Nicole Brungs wurden extra zwei professionelle Tanzlehrerinnen engagiert, die im Sportunterricht Anfang der Woche die Hip-Hop-Choreografie einstudierten. „Diese Aktion, für die wir heute Nachmittag noch am Neutor, auf dem Kirchplatz und dem Markt sowie in der Frongasse beim Rathaus Szenen drehen, ist Teil unseres Jugendförderungsprogramms“, erklärte Agnieszka Sokol-Arz. Angesichts leerer Kassen werde die Vermittlung von Kultur aber immer schwieriger. Kinder und Jugendliche seien immer noch begeisterungsfähig, würden aber Unterstützung für ihr Kulturbewusstsein benötigen, so die Geigerin. „Wir müssen die Kultur in Deutschland und Europa erhalten. Das sind wir unseren Kindern schuldig“, lautet das Credo des Erpeler Musikerehepaars, dem es mit seiner Aktion am Freitag gelungen war, das Feuer der Begeisterung von den Musik- auf die Grundschüler überzuleiten. „Wenn wir morgen Vormittag auf der Erpeler Ley drehen, soll der Funke durch Musik und Tanz der Kinder und Jugendlichen auch auf die Erwachsenen überspringen, die hoffentlich in großer Zahl bei unserer Abschlussszene dabei sein und dann sicher auch mittanzen werden“, so Dominik Arz. Der goldgesichtige Beethoven in seinem grünen Morgenmantel hat dann ausgedient und wird meistbietend versteigert. „Das fertige Musikvideo hoffen wir schon im Herbst präsentieren zu können“, so der Trompeter. Backstage-Szenen werden aber schon vorher, etwa bei Youtube, zu sehen sein. „Er wird natürlich zugunsten unserer kulturellen Jugendförderung vermarktet, um Mittel für Noten, Unterrichtsmaterial und für Leihinstrumente zu bekommen. Außerdem wollen wir mit den Einnahmen auch Konzertreisen, wie die vor zwei Jahren nach Polen, subventionieren, damit die jeweiligen Familienkassen nicht über Gebühr strapaziert werden“, so Dominik Arz. Ein persönlicher Gewinn der Musikschullehrer ist vertraglich ausgeschlossen. „Angesichts der Gemeinnützigkeit konnten wir, vom Kunst- und Kulturverein ad erpelle quasi als Schirmherren für das Projekt, ein Spendenkonto einrichten und werden auch Sponsoren eine Quittung für den gespendeten Betrag ausstellen“, hatte der Vorsitzende Edgar Neustein schon vor Monaten bei der Vorstellung des Förderprojektes hervorgehoben.

Luftsprünge machten die Musikschüler bei dem Arrangement von Freude schöner Götterfunke.Foto: DL

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