Allgemeine Berichte | 23.07.2013

Zum Stiftungsfest gab es neben neuen Uniformen auch ein großes Vereinslogo

Die Rheinbreitbacher Junggesellen feierten ihr 180-jähriges Bestehen

Die Wahrzeichen des Ortes zieren das JGV-Logo, das Robert Menden und Franz Weiler erstellt hatten.  DL

Rheinbreitbach. Hinweise, dass es bereits früher einen Junggesellenverein in Rheinbreitbach gegeben hat, gibt es allemal. So ging etwa Pfarrer Wilhelm Litterscheid 1983 davon aus, dass Pfarrer Johann Heinrich Delhaes, der während seiner 48-jährigen Amtszeit in Rheinbreitbach von März 1712 bis Mitte April 1760 viele religiöse Vereine und Bruderschaften gegründet hatte, auch den Junggesellenverein ins Leben gerufen habe. Da für diese These aber keine schlüssigen Beweise vorliegen, wird als Gründungsdatum für die Junggesellen-Bruderschaft das Jahr 1833 mit dem Beginn der Fahnengeschichte unter Pfarrer Wilhelm Herpers angesetzt. Entsprechend feiern die Breitbacher Junggesellen dieses Jahr ihr 180-jähriges Bestehen. Grund genug für sie, aus diesem Anlass auch ihre 30 Jahre alten Uniformen für die Offiziere zu erneuern, die am Kirmessamstag in Sankt Maria Magdalena feierlich eingesegnet wurden. „In unserer Festschrift lassen wir die zurückliegenden 20 Jahre Revue passieren, denn die Zeit davor wird schon in der Bildband-Chronik aus dem Jahr 1993 und in der Festschrift zu unserem 150-Jährigen ausgiebig dargestellt“, so Michael Ockenfels. Leicht schienen es die Junggesellen zu Beginn nicht gehabt zu haben, entwickelte sich die Vereinsgeschichte doch bis 1839 alles andere als zufriedenstellend. Erst durch die Initiative von Pfarrer Herpers, der die Bruderschaft in diesem Jahr neu gestaltete, ging es mit einer selbst entworfenen Satzung aufwärts, in der alle Aufgaben gegenüber der geistlichen und weltlichen Öffentlichkeit geregelt wurden. Zu diesen zählt seit jeher die Durchführung der Kirmes mit Festgottesdienst und Prozession am Sonntag. Nach dem Königsball ermittelten dann die Junggesellen hinter dem Waldschwimmbad ihre Majestät, die seit 1957 über eine von den Düsseldorfer Radschlägern gestiftete Königskette verfügt. Traditionelle Aufgabe der Junggesellen ist auch das Maibaumsetzen. Schon im Dezember 1844 errichtete die Rheinbreitbacher Junggesellen auf dem Koppel ein sechs Meter hohes Kreuz, das 1890 wahrscheinlich nach einem Blitzschlag verbrannte und im folgenden Jahr durch ein zehn Meter hohes Eisenkreuz ersetzt wurde. Im Mai 1925 wurde an ihm von dem Verein eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs angebracht, dem auf dem von Rudolf Herzog gestifteten Koppelplateau 1953 eine Ehrentafel für die Opfer des Zweiten Weltkriegs hinzugefügt wurde. Seit dieser Zeit gehört die unentgeltliche Pflege des Plateaus zu den Aufgaben des Vereins. Nicht nur diese konnte er 2006 angesichts eines dramatischen Mitgliederschwunds nicht mehr komplett wahrnehmen. Schon der große Karnevalswagen war nur äußerst dürftig besetzt worden und beim Setzen des Dorfmaibaums musste ein erheblich kleineres Exemplar herhalten, da für eine traditionell weit über 25 Meter hohe Birke die nötige Man-Power fehlte. Ja ohne die Hilfe des Bürgervereins wäre auch die Kirmes ein Opfer der geringen Zahl der Mitglieder geworden. Zwar kommen die Rheinbreitbacher Junggesellen bei Weitem nicht an die 107 männlichen und weiblichen Mitglieder heran, mit rund 30 Aktivisten kann der Verein aber seiner Hauptaufgabe, die Bewahrung von Tradition und Bräuchen durchaus gerecht werden. Zu diesen zählt nicht zuletzt das Fähndelschwenken, wenn auch die Hochzeit dieser Kunst in Rheinbreitbach eher in der Vergangenheit angesiedelt ist. So hatte der Breitbacher Fähnrich Ralf Hillen nach dreimaligen Sieg 1987-89 endgültig den Amtspokal in die Vitrine des Vereins geholt, was anschließend auch Uwe Schwippert mit seinen Siegen 1990-92 gelang. Außerdem sicherte sich Ralf Hillen im Jahr 1988, in dem er auch Bundesmeister aller Klassen wurde, mit dem dritten Sieg des Rhein-Ahr-Pokals in Folge auch diese Trophäe endgültig. 1991 gewann Wolfgang Scharff die Vize Bundesmeisterschaft, die Vize-Bundesmeisterschaft aller Klassen und wurde Vize-Rheinland- sowie -Siebengebirgsmeister. .

Die Wahrzeichen des Ortes zieren das JGV-Logo, das Robert Menden und Franz Weiler erstellt hatten. Foto: DL

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