Benefiz-Audio-CD für die Initiative „Hangrutsch Kaiserberg“ in Linz vorgestellt
Drei „Macher“ und ein „PackAn-Song“
Audio-CD wird gegen Spende abgegeben
Linz. Für die 1994 vom Rheinhochwasser betroffenen Bürger hatten Norbert Reul, Jupp Reuter, Johannes Mesenholl, Hans-Walter Burkard, Johannes Antweiler, Christian Hausen und Urs Exner als Linzer „Kamell-Kapell“ ihren Song „Nimm de Händ us d’r Täsch – un pack an!“ bei Benefizkonzerten in der Bunten Stadt am Rhein und in Bonn gemeinsam mit Radio Bonn/Rhein-Sieg erfolgreich eingesetzt.
Neuauflage
Mit der Neuauflage soll nun die Initiative „Hangrutsch Kaiserberg“ unterstützt werden, die ins Leben gerufen worden war, um der Familie Trier einen Neustart zu erleichtern, nachdem diese Anfang des Jahres bei der Naturkatastrophe oberhalb des Amtsgerichts ihr komplettes Hab und Gut verloren hatte. „In der unglaublich kurzen Zeit von nur zehn Tagen ist es Norbert Reul, Jupp Reuter und Martin Kökce gelungen, einen einmaligen Song mit einem emotionalen Video zu erstellen“, begrüßte Bert Gaebler von der Initiative Mitte der Woche die Gäste der offiziellen Vorstellung von „PackAn2015“ im Sitzungssaal des Rathauses. Sein Dank galt dem Hausherrn für sein „bürger-meisterliches“ Engagement während der Ereignisse Anfang Januar sowie für die vorbildliche Unterstützung der Hilfsaktion. Die Anteilnahme der Linzer, vor allem natürlich hinsichtlich des Schicksals der Familie Trier sei überaus bemerkenswert. Nachdem die Spenden-Initiative Hangrutsch gegründet worden sei, habe diese eine überwältigende Resonanz erfahren, die alle Erwartungen bei weitem übertroffen habe, so dass die Initiative zu einem vielversprechenden Neuanfang beitragen könne. „Dazu wird auch die herausragende Aktion ‚PackAn 2015’ mit der Audio-CD ihren teil beisteuern, die ein ebenso professionelles wie anrührendes Schmuckstück geworden ist, das in keinem Linzer Haushalt fehlen sollte“, erklärte der Bürgermeister.
‚Sänger der Herzen’
„Die Idee der Neuauflage des Benefizliedes ist von den Linzer Vereinen durchweg positiv aufgenommen worden und vor allem die Kinder der Bürgermeister-Castenholtz-Grundschule haben als ‚Sänger der Herzen’ ungemein rührend mit vereinten Stimmen und wild gestikulierenden Händen den wichtigen Refrain ‚Nimm de Händ us d’r Täsch – un pack an!’ in die Mikrofone gesungen“, so der Texter und Komponist von „PackAN“, Norbert Reul, der auch die Bereitschaft von Schulleitung und Kollegium rühmte. Ziel des Trios sei es von Beginn an gewesen, möglichst viele Menschen mit ins Boot zu nehmen.
Klar war: Wir packen an!
„Das wir etwas machen, war sofort klar. Da konnte man nicht einfach zusehen, sondern musste anpacken. Brisant war nur der Zeitrahmen“, erinnerte Jupp Reuter, der die Koordination der Aktion und die Gesangs-Umsetzung übernommen hatte. Geschafft habe man das in lediglich zehn Tagen nur, weil alle geholfen hätten, wie etwa die Feuerwehr, als es darum ging, den zu dunklen Burgplatz mit Flutlicht für die Videoaufnahmen auszuleuchten.
Emotionales Video
Unter dem Motto „Wenn de helfe kanns, pack an un schwaad nit nur davon“ , hatte Jupp Reuter potenzielle Chor-Sänger angesprochen, in der Stadthalle das PackAn-Lied zu singen, wobei Martin Kökce dies auf Video bannte, nachdem Manni Reul schon die Schüler der Bürgermeister-Castenholtz-Grundschule beim Refrain gefilmt hatte. Aus diesen zwei Sequenzen sollte dann mit dem nötigen Knowhow und Equipment von Martin Kökce das Video geschnitten werden. „Mir war aber schnell klar, dass dies nicht ausreichte und so hat sich Jupp Abend für Abend auf den Weg gemacht, Solosänger für die Aufnahmen zu gewinnen“, berichtete der Filmemacher.
So sind etwa Karl-Heinz Wölbert im Duett mit Paul Kremer, Obermöhn Renate Weber, Stadtsoldatenkommandant Markus Paffhausen und sein Vorgänger, der Millenniums-Prinz Sigi I. (Bündgen) oder Ruth Zimmermann zu bewundern. „Viele habe ich mit meiner Bitte einfach überrumpelt wie Ellen Degen, die während der Aufnahme in der Küche eifrig in ihren Töpfen weiter rühren musste, damit das Abendessen fertig wurde“, erinnerte Jupp Reuter grinsend. Seine jüngste Beute hatte er abends jeweils zu Martin Kökce gebracht, der sie dann eingearbeitet hat.
Biwak am 15. Februar
„Wir haben von dem sehenswerten und sehr emotionalen Video mit dem hörenswerten Ohrwurm, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht, zunächst 1.000 Exemplare in Auftrag gegeben, die wir hoffentlich alle schon beim Biwak aller Linzer Corps auf dem Marktplatz am Samstag, 15. Februar, an den Mann bringen werden“, so Bert Gaebler. Käuflich erwerben kann man die Audio-CD nicht, ausgehändigt bekommt man sie nur gegen eine Spende ab zehn Euro, die zu 100 Prozent der Initiative „Hangrutsch Kaiserberg“ zufließt.
Mit dieser Auflage dürfte man aber wohl nicht auskommen, hat die Initiative nicht nur in der weiteren Region, sondern inzwischen auch im Ausland Aufsehen erregt. „Wir planen am ersten Junisamstag in eurer Partnerstadt Linz an der Donau ein Benefizkonzert mit Country-Künstlern“, erklärte Georg Danter vom österreichischen online-Sender „Wo-tv“, der in der Linzhausen Straße 31 am Rhein ein Studio eingerichtet hat.
