Kameradschaftsabend beim Löschzug Orsberg
Ehrung, Verpflichtung und Beförderung
Orsberg. Ein volles Haus hat die traditionelle Kameradschaft dem Orsberger Löschzug beschert. So konnte Wehrführer Dieter Rosen nicht nur den Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr und Wehrleiter Ulrich Rechmann sowie Bürgermeisterin Cilly Adenauer neben dem Ehrenwehrleiter Hans-Josef Fröhlich begrüßen. Willkommen heißen konnte er auch Abordnungen aus Bruchhausen um den stellvertretenden Wehrführer Thomas Senk, aus Rheinbreitbach um den stellvertretenden Wehrführer Michael Maihöfer sowie aus Erpel um Wehrführer Ernst Eich. Sogar eine Delegation aus Ohlenberg besuchte die Kameraden von der Erpeler Höhe, denen die Junggesellen bei der Bewirtung der Gäste tatkräftig halfen. Mit dem alten Sprichwort „Doppelt hilft, wer schnell hilft“ eröffnete Karsten Fehr seine Begrüßungsrede. Dass dieses bei der Feuerwehr hundertprozentig zutrifft, liegt auf der Hand. „Sie müssen immer schnell am Einsatzort sein, um überhaupt noch helfen zu können. Da ist neben Fitness und Professionalität vor allem ständiges Üben und Verantwortlichkeit gefragt“, so der Chef der Unkeler Wehr. Durch viele Lehrgänge und Fortbildungen würden die Feuerwehrleute Gefahren verringern und so unter Beweis stellen, dass das Rettungswesen funktioniere. „Diese besondere Leistung ist ehrenamtlich und münzt oft in einen unermüdlichen Einsatz, durch den viele andere Lebensbereiche von Ihnen beschnitten werden, sodass wir Ihnen, aber auch Ihren Familien zu großem Dank verpflichtet sind“, hob der VG-Bürgermeister hervor, um dann die Statistik zu bemühen. Nach dieser ist der Orsberger Löschzug im Vorjahr 13 Mal ausgerückt, während im ersten Halbjahr 2013 fünf Einsätze bei zwei Bränden und drei Hilfeleistungen zu verbuchen waren.
Ehrungen und Beförderungen
Dann ging Karsten Fehr zusammen mit dem Wehrleiter zu den Ehrungen und Beförderungen über. Bei diesen stand zunächst der Orsberger Wehrführer im Mittelpunkt, dem nachträglich der „Goldene Florianstalers“ verliehen wurde. „Wir haben Sie keineswegs beim Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag in Bruchhausen vor wenigen Wochen vergessen, als Sie für 35-jährige, aktive und pflichtgetreue Tätigkeit in der Feuerwehr von dem stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteur Holger Kurz mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet worden sind“, erinnerte Karsten Fehr. Der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach habe in seiner Laudatio damals zu Recht darauf hingewiesen, dass Dieter Rosen nicht nur schon seit 17 Jahren als Wehrführer seine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit seiner Kameraden wie der Wehrleitung erfülle, sondern dass dem beliebten und geachteten Feuerwehrmann, auf den man sich stets verlassen könne, vor allem die Pflege der Kameradschaft am Herzen liege. „Von daher fanden wir den gemütlichen Rahmen hier beim Orsberger Kameradschaftsabend für durchaus passender als den VG-Feuerwehrtag“, erklärte der Chef der Wehr die späte Auszeichnung. Anschließend wurde der noch 16-jährige Philipp Schmitz nach seiner erfolgreichen Absolvierung der Grundausbildung als Feuerwehrmann-Anwärter per Handschlag verpflichtet. Zum Löschmeister befördert wurde nach 16 Fortbildungen, zuletzt für die Ausbildung zum mobilen Brandsimulationstrainer, Sven Suhr. Als Hauptlöschmeister unterstützt seit dem Wochenende nicht nur Karl Krupp den Löschzug von Dieter Rosen, sondern auch Markus Schmitz. Aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurde Brandmeister Manfred Schmitz. „Sie sind zwar erst als Späteinsteiger mit 31 Jahren zur Feuerwehr gekommen, dann aber haben Sie so richtig Gas gegeben und mit Erfolg an 20 Fortbildungen teilgenommen“, so Karsten Fehr. Mit 40 Jahren habe sich der damalige Löschmeister noch den Atemschutz-Gerätelehrgang angetan und sei generell eine große Stütze für Dieter Rosen gewesen“, bescheinigte der VG-Chef dem neuen Mitglied der Unkeler Alterswehr, bevor man sich dann nach dem Motto „Wer feste arbeitet, soll auch Feste feiern“ dem gemütlichen Teil des Kameradschaftsabends widmete.
