Allgemeine Berichte | 18.03.2014

Die Bereitschaft in der Bevölkerung fair einzukaufen wird zunehmend größer

Ein Jahr Weltladen Linz

Der vor einem Jahr in der Linzer Rheinstraße eröffnete Weltladen verfügt über eine große Anzahl von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die im Weltladen mit viel Freude ehrenamtlich ihren Dienst tun. Weitere MitarbeiterInnen sind willkommen. Der Weltladen ist von Montag bis Freitag durchgehend von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr und ab diesem Monat bis Oktober sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.privat

Linz. Die Bevölkerung ist eingeladen, am Sonntag, 23. März von 13 bis 17 Uhr zusammen mit dem Verein Eine-Welt Linz e.V. als Träger des Weltladens sowie den Weltladen-MitarbeiterInnen in der Rheinstraße das einjährige Bestehen des Weltladens im Rahmen eines „Jubiläumsfestes“ bei Sekt, Sambatrommeln, Gitarrenmusik und einem Glücksrad zu feiern. Für den Tag vor dem Jubiläumsfest hat der Vorstand alle ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sowie die Vielzahl von Helfern und Sponsoren des Weltladens in den Saal des Katharinenhofes der evangelischen Kirchengemeinde Linz zu einer „Dankes-Veranstaltung“ eingeladen. Die gebührende Anerkennung für mehr als 3.000 ehrenamtlich geleistete Stunden gilt allen MitarbeiterInnen und zeugt von dem hohen Engagement, mit dem sie sich im Weltladen einbringen.

Am 23. März vergangenen Jahres war es so weit: In der Linzer Rheinstraße konnte der über viele Jahre herbeigesehnte Weltladen eröffnet werden. Dass dies möglich war, ist dem im September 2012 gegründeten Verein Eine-Welt Linz e.V. zu verdanken. Seinerzeit versammelten sich im Pfarrsaal Linz zwölf Interessierte, die dem Verkauf fair gehandelter Produkte eine breitere Basis geben wollten. Heute zählt der Verein bereits 40 Mitglieder, die mit ihrem Mitgliedsbeitrag sowie ihren Geldspenden das soziale Engagement und den fairen Handel unterstützen. Bis zur Eröffnung des Weltladens beschränkte sich das Angebot von fair gehandelten Produkten auf Verkaufsbasare bei Veranstaltungen der evangelischen und katholischen Kirche in Linz und den umliegenden Gemeinden. Als der Wunsch wach wurde, in Linz einen Laden zu eröffnen, in dem täglich fair gehandelte Produkte gekauft werden können, fand sich zum Glück ein Vorstandsgremium, das es mit seiner Fachkenntnis ermöglichte, innerhalb von sechs Monaten die Weltladen-Idee zu verwirklichen.

Die in der Vergangenheit durchgeführten Verkaufsbasare, so Vorsitzender Hans-Joachim Schmitz, haben sich seit ihren Anfängen in den 1970er Jahren erfolgreich bei Anlässen der evangelischen und katholischen Kirche bewährt. Hier ist insbesondere Dr. Herta Brinkmann zu erwähnen, die sich über viele Jahre mit ihrem Team für den Verkauf fair gehandelter Produkte einsetzte. Doch immer wieder wurde nach Möglichkeiten gesucht, den Absatz fair gehandelter Produkte zu verbessern und den Menschen die Vielfalt und Qualität des fairen Handels näherzubringen.

Warum fairer Handel?

Hintergrund der Vereinsaktivitäten war immer der Gedanke, dass die Menschen überall auf der Welt von der eigenen Arbeit leben können. Da aber in vielen Ländern Menschen in Armut leben, obwohl sie hart arbeiten und für ihre landwirtschaftlichen oder handwerklichen Produkte zu wenig Geld bekommen und unter unsicheren oder gefährlichen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen, haben sich in Linz Menschen zusammengefunden, die dem fairen Handel eine Chance geben wollen. So finden die Kunden im Linzer Weltladen leckeren Kaffee, Tee oder Kakao, Gewürze, Honig, Schokoladen, wunderschöne Textilien, Schmuck, Lederwaren, Accessoires und vieles mehr aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika.

Was will der faire Handel?

Der faire Handel setzt sich für bessere Handelsbedingungen und soziale Rechte ein. Er fördert langfristige, direkte Handelskontakte und zahlt feste Mindestpreise, die sich an den existenziellen Bedürfnissen orientieren. Daneben wird für viele Produkte ein Fair-Handels-Zuschlag bezahlt. Die Produzenten entscheiden gemeinsam, wofür er verwendet wird, zum Beispiel für Investitionen in Maschinen, den Bau von Schulen oder die medizinische Versorgung.

Was kann die Bevölkerung tun?

Die Bevölkerung hat durch ihren täglichen Einkauf direkten Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen. Je mehr Menschen fair gehandelte Produkte einkaufen, desto besser sind die Einkommensmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen der Produzenten im globalen Süden.

In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass sich der Weltladen dafür einsetzt, dass in der Stadt und Verbandsgemeinde Linz die Verwaltungen, Firmen, Restaurants, Cafés, Vereine usw. fair gehandelten Kaffee ausschenken. Der Verein Eine-Welt Linz e.V. würde sich freuen, wenn sich viele mit diesem Gedanken anfreunden könnten, damit auch Linz in Kürze eine „FairTrade-Stadt“ wird.

Weitere Information über den fairen Handel und den Weltladen Linz im Internet unter www.weltladen-linz.de.

Der vor einem Jahr in der Linzer Rheinstraße eröffnete Weltladen verfügt über eine große Anzahl von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die im Weltladen mit viel Freude ehrenamtlich ihren Dienst tun. Weitere MitarbeiterInnen sind willkommen. Der Weltladen ist von Montag bis Freitag durchgehend von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr und ab diesem Monat bis Oktober sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.Foto: privat

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