Politik | 03.12.2013

Förderverein Freibad Unkel mit 5.000 Euro ausgezeichnet

Ein Lichtblick am Horizont

Hoffnung auf eine befürwortende Entscheidung des Verbandsgemeinderates

Unkel. Der Förderverein des Freibads Unkel hat unter 33 Teilnehmern beim Vereinswettbewerb der Bad Honnef AG den zweiten Platz gewonnen. So konnte der Geschäftsführer des Vereins, Werner Henneker, einen Scheck über 5000 Euro für die Vereinsarbeit des Fördervereins Unkel entgegennehmen. Gewürdigt wurden das originelle Video und das Motiv des Vereins, endlich die Sanierung anzupacken und danach das Verbandsgemeinde-Freibad auch zu betreiben. Seit 2006, also seit nunmehr sieben Jahren, kämpft der parteiübergreifend aufgestellte Förderverein Freibad Unkel (FFU) für die Wiedereröffnung des Freibades. Damals hat die Verbandsgemeinde schweren Herzens die Schließung des Freibades beschlossen. Ein Neubau in Eigenregie der VG für 2,2 Millionen Euro wurde damals geplant und ernsthaft erwogen, aber nicht umgesetzt. Dies einerseits, weil das jährliche Defizit Sorgen bereitete, hauptsächlich aber wegen der hohen Investitionskosten. Von den mindestens 1,1 Millionen Euro, die die VG hätte aufbringen müssen, waren lediglich 230.000 Euro vorhanden - der Rest wäre nur über Kredite finanzierbar gewesen. Vor diesem Hintergrund hat der FFU in den vergangenen Jahren beharrlich Punkt für Punkt die Schwierigkeiten ausgeräumt.

Das hat der Verein erreicht

Das anfängliche Investitionsvolumen konnte von über 2 Millionen auf 1,1 Millionen Euro halbiert werden. Gegen aller Wahrscheinlichkeit ist es dem Verein gelungen, eine Förderzusage des Landes über 60 Prozent zu erhalten - ein landesweit einmaliger Vorgang, den kein anderes Sportprojekt im Land vorweisen kann. Die Förderzusage über 60 Prozent, wegen besonderen bürgerschaftlichen Engagements, wurde von Innenminister Bruch und Innenminister Lewenz persönlich bestätigt. Ein umsetzbarer Plan liegt vor und kann ohne weitere Verzögerung in Angriff genommen werden. Mit der Freizeitbad GmbH monte mare hat der FFU ein renommiertes und erfahrenes Fachunternehmen verpflichtet, das eine plangemäße Realisierung gewährleisten kann. Gegenüber 2006 hat sich die Entscheidungslage grundlegend geändert. Statt 1,1 Millionen Euro vollständig alleine tragen zu müssen, muss sich die VG lediglich mit der bereits zweckgebunden bereitgestellten Summe von 230.000 Euro beteiligen. Das ist eine Reduktion des Eigenanteils um über 80 Prozent. Das von der VG zu tragende Defizit des Freibadbetriebes reduziert sich von vorher weit über 100.000 auf 0 Euro, nachdem ein Zuschuss seitens der VG ausgeschlossen wurde. Im Gegenteil wird durch die saisonale Schließung des Hallenbades sogar nicht unerheblich Geld eingespart (laut Verwaltung circa 10.000 Euro). Die Eigensanierung hätte wegen der Kreditfinanzierung zu erheblichen Folgekosten geführt. Auch diese Folgekosten entfallen. Der FFU bringt jährlich eine Leistung von 18.000 Euro in den Betrieb des Freibades ein. Das sind über die Laufzeit von 25 Jahren 450.000 Euro - weit mehr, als die durch die VG zu tragende Bürgschaft. Die Gesamtbürgschaft beträgt im ersten Jahr 675.000 Euro. Die Stadt Unkel ist bereit, hiervon einen Anteil von 210.000 Euro zu übernehmen. Abzüglich des Anteils von 169.000 Euro des FFU verbleibt ein Rest von 296.000 Euro, für die die Verbandsgemeinde die Bürgschaft übernehmen soll. Angesichts des Gegenwertes der Investition erscheint diese Bürgschaft eher sehr gering. Durch die Gewährung der Bürgschaft werden aus 230.000 Euro eigenem Geld eine resultierende Investitionssumme von 1,55 Millionen Euro. Das entspräche einem Eigenanteil von nur 14,8 Prozent bzw. einer Förderquote von 85,2 Prozent. Nicht zuletzt hat die VG durch die Investition sofort eine erhebliche Wertsteigerung der Liegenschaft, was sich sehr positiv auf die Bilanz der VG auswirken würde. Das sind 1,32 Millionen Euro geschenkte Fremdmittel für die Verbandsgemeinde, denen eine Bürgschaft von 296.000 Euro gegenübersteht. Das Land hat der VG eine Brücke gebaut, damit die VG die Bürgschaft übernehmen darf. Diese Brücke zu beschreiten bedeutet die Wertschätzung der Mittel des Landes, der Spender und der Vereinsmitglieder, aber auch der Bürger der Region. Das Freibad als attraktiven Naherholungspunkt zu haben, ist auch in Zukunft Anreiz für Familien, hier zu wohnen. Für Schlechtwetterjahre hat der Verein Rücklagen gebildet. Der Verein erhält eine Mehrwertsteuerbefreiung, die bis zur Ratssitzung vom FFU vorgelegt wird. Die neu aufgestellte Forderung nach einer Lärmschutzwand zwingt den Verein voraussichtlich dazu, die Wasserlandschaft in der ersten Realisierungsstufe auszuklammern oder zu verkleinern. Da die Kosten mit lediglich 50.000 Euro angesetzt sind, wird die Umsetzung jedoch schon bald nach der Wiedereröffnung stattfinden. Mit der Sanierung werden durch den Förderverein in erheblichem Umfang Sachwerte auf dem Freibadgelände geschaffen. Diese wiegen das finanzielle Risiko der Absicherung der Landeszuwendung mehr als auf. Auch das ehrenamtliche Engagement der Bürger verkleinert dieses Risiko. Der beste Beweis dafür sind diejenigen, die sich freiwillig anstrengen und begeistern, z. B. für die Arbeit im Willy Brandt Forum, bei der Oberen Burg in Rheinbreitbach, für die Geschichtsvereine, die Sportvereine, die Kinder- und Jugendinitiative Bruchhausen, der Kunst- und Kulturkreis ad Erpelle in Erpel und viele andere Vereine mehr. Nicht zu vergessen, auch diejenigen, die nun am 5. Dezember zu Beginn der Sitzung um 19 Uhr im Rathaus der Verbandsgemeinde Unkel die Entscheidung treffen über die Bürgschaft, sind ehrenamtliche Mitbürger. Auch sie arbeiten freiwillig und in Verantwortung für die Gemeinden. An der Sitzung teilzunehmen bedeutet also nicht nur, das Interesse für das Freibad zu zeigen, sondern auch die Arbeit des jeweils anderen wahrzunehmen, im positiven Sinne den Dingen ein Gesicht zu geben. So wünschen sich die Vorstände des Fördervereins Freibad Unkel, Katja Lorenzini, Robin Syllwasschy, Werner Henneker, Jörg Rettkowsky, Hilla Welsch und Christopher Mohr eine rege Beteiligung.

Pressemitteilung des

Fördervereins Freibad Unkel

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Dauerauftrag Imageanzeige
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
SB Standesamt
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Empfohlene Artikel
Besuch der Leubsdorfer Schützen im Bundestag.
31

Leubsdorf. Auf Einladung der heimischen Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth unternahm die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Leubsdorf eine viertägige politische Bildungsreise in die Bundeshauptstadt Berlin. Die Teilnehmer erhielten dabei spannende Einblicke in die Arbeit der Bundespolitik und besuchten zentrale Orte des politischen Geschehens.

Weiterlesen

Ellen Demuth, MdB.  Foto: Tjark Thönßen
31

Kreis Neuwied. Ellen Demuth, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen, begrüßt die Pläne der Bundesregierung, das Kindergeld künftig ohne Antrag auszuzahlen. Familien sollen dadurch spürbar entlastet und Verwaltungsverfahren deutlich vereinfacht werden.

Weiterlesen

Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
238

Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2278

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Schulze Klima -Image
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige