Verbandsgemeinderat Unkel beschloss Neubau
Ein neues Gerätehaus für die Bruchhausener Feuerwehr
Planer Ingo Dittrich stellte den Ratsmitgliedern seinen Entwurf vor
Unkel/Bruchhausen. Den Grundsatzentscheid, in Bruchhausen ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen, hatte der Verbandsgemeinderat Unkel schon im März gefällt. Schließlich hatte nicht nur Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Böcking festgestellt, dass akuter Handlungsbedarf besteht. „Der vorhandene Standort ist schon seit Jahren zu viel klein und entspricht auch nicht mehr den geltenden Unfallverhütungs-, Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften“, so Ortsbürgermeister Markus Fischer.
Nun scheinen die Zeiten, in denen sich der Löschzug hinter den Fahrzeugen umziehen muss und keinen Parkplatz vor der Unterkunft findet, in naher Zukunft vorbei zu sein.
Die Pläne zumindest konnte Ingo Dittrich den Mandatsträgern in ihrer jüngsten Sitzung vorstellen, und auch der neue, vom Löschzug favorisierte Standort auf einem gemeindeeignen Grundstück im Gewerbegebiet an der Beuelsrast nahe der L 252 steht fest.
Vorgesehen ist dort eine rund 155 Quadratmeter große und 4,50 Meter hohe Fahrzeughalle, die sich Richtung Westen zur Straße hin in drei großen Toren öffnet. Dahinter liegen die gut 20 Quadratmeter große Kleiderkammer und, durch einen kleinen Flur getrennt, ein 24 Quadratmeter großer Raum, der als Lager und Werkstatt dient. Diesem Komplex schließt sich im Norden in Ost-West-Richtung ein niedrigerer, langgezogener Trakt an. Neben dem Vorplatz im Westen befindet sich der große Schulungs- und Aufenthaltsraum, der zusammen mit der Teeküche rund 55 Quadratmeter umfasst.
An den Heizungsraum schließt sich das Büro des Wehrführers an. Direkt von der Fahrzeughalle kommt man über den Flur in den großen Umkleideraum für die Männer der Wehr mit direktem Zugang zur Dusche. Dahinter liegt der kleinere Umkleideraum ebenfalls mit Dusche für die Frauen.
Den Abschluss dieses drei Meter hohen Traktes bilden im Osten die Toilettenräume, ebenfalls nach Geschlechtern getrennt.
Die Kosten schätzt der Planer zwischen rund 990.000 Euro und 1,065 Millionen Euro ein. So ließen sich allein durch eine Teilbefestigung der Außenanlage ohne Zaun anstelle einer Komplettbefestigung samt Umzäunung 55.000 Euro einsparen. Nicht eingeplant sind zudem mögliche Eigenleistungen beim Innenausbau, allerdings auch keine Abgasabsauganlage für die Fahrzeughalle. „Die Kommunalaufsicht hat schon signalisiert, dass sie dem Neubau zustimmt, und außerdem können wir bei der Errichtung des Feuergewehrgerätehauses mit einer Förderung in Höhe von rund 33 Prozent der Gesamtbaukosten rechnen“, so Bürgermeister Karsten Fehr.
