Preisverleihung Deutscher Schulpreis: Alice Salomon Berufsbildende Schule Linz war unter den besten 15 Schulen nominiert
Ein toller Erfolg und eine Bestätigung für die engagierte Arbeit
Linz. Eine Fachjury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hatte Anfang des Jahres unter 116 Schulen, die sich bei der Robert-Koch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung um den Deutschen Schulpreis beworben hatten, die Alice Salomon Berufsbildende Schule (ASBS) Linz als eine der besten 20 Schulen Deutschlands bewertet. Bis Ende März wurden dann diese ausgewählten Schulen besucht, das eingereichte Konzept in der Praxis geprüft, intensiv mit Lehrern, Schülern sowie Eltern gesprochen und anschließend 15 Schulen nominiert, deren Vertreter nun an der feierlichen Preisverleihung mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in der Heilig Kreuz Kirche Berlin teilnahmen erfuhren, wie die Endausscheidung ausgefallen war.
„Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100.000 Euro, die weiteren Preisträger zusammen nochmals insgesamt 143.000 Euro, wobei vier Deutsche Schulpreise sowie ein Sonderpreis zu je 25.000 Euro ausgelobt werden“, berichtete die Moderatorin Linda Zervakis, die zusammen mit Dennis Wilms die Veranstaltung leitete. Alle übrigen Nominierten, die nicht zu den Preisträgern gehören, erhalten einen Anerkennungspreis von jeweils 2.000 Euro. Parallel zu dem Wettbewerb habe sich der Deutsche Schulpreis zu einer Bewegung guter Schulen entwickelt.
„Unser Schulleiter Axel Lischewski und die pädagogische Leiterin, Doris Schulte-Schwerin, sind mit sechs Schülern, darunter auch Schülersprecherin Mona Shanin, Eltern und Vetretern aus Verwaltung und Wirtschaft nach Berlin gereist“, hatte kurz zuvor Jens Gießwein berichtet, der zusammen mit seiner Kollegin Nadja Weinberg und ihren beiden ASBS-Klassen sowie Cornelia Schuth vom Elternbeirat als einer der ersten am Freitagmorgen am Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Linz angekommen waren.
Spannendes Public Viewing
In deren Sitzungssaal hatte der Bürgermeister der VG, Hans-Günter Fischer, zusammen mit dem Ersten Stadtbeigeordneten Hans-Georg Faust zum Public Viewing eingeladen. „Allein, dass wir unter den besten 15 Schulen in Berlin dabei sind, ist gigantisch“, schwärmten die beiden Pädagogen überschwänglich.
Dem stimmten die beiden Kommunalpolitiker zu. „Dass Ihre Schule in der Endausscheidung ist, ist ein besonderes Zeichen für den exzellenten Schulstandort Linz“, bescheinigte der VG-Chef dem stellvertretenden Rektor, Wolfgang Künzel. Für diesen war allein schon das Erreichen des Finales in Berlin wie für seinen Chef ein historisches Ereignis. „Dabei sein ist alles, über alles, was jetzt noch kommt, können wir uns freuen“, so Wolfgang Künzel.
Verschiedene Qualitätsbereiche
In sechs Qualitätsbereichen hatten die Linzer wie die übrigen 14 Schulen verdeutlicht, warum sie den Schulpreis verdient hätte: So bewertete die Jury bei der Entscheidung über die Preisträger Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und außerschulische Partner sowie Schule als lernende Institution, Kriterien, die längst als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt sind.
Nachdem die ASBS bereits im Morgenmagazin von ARD und ZDF als eine der 15 besten Schulen Deutschlands vorgestellt worden war, diente sie auch im Vorspann der Festveranstaltung in Berlin als Beispiel für eine innovative Bildungsanstalt, was im Sitzungsaal mit großen Hallo gewürdigt wurde. Zu Recht, denn die Berufsbildende Schule aus Linz geht neue Wege. So schloss sie sich etwa als erste Schule in Rheinland-Pfalz der bundesweiten Initiative „Schule im Aufbruch“ an, um eine neue Lernkultur zu etablieren. Von den Schülern selbstgesteuertes Lernen soll salonfähig gemacht werden. Die Schüler solle sich mit ihrem eigenen Lernen auseinandersetzen, es reflektieren und versuchen, Wege zu finden, sich selber weiter zu entwickeln. Auf diese Weise kann Schule zu einem Ort werden, an dem Schüler ihre Talente entdecken und ihre Potenziale entfalten.
Dem Lernen Flügel verschaffen
Ein Weg, dem „Lernen Flügel zu verschaffen“, sind etwa die „Modularisierte Mathematik-Angebote“ außerhalb der Unterrichtszeit. Dabei treffen sich Schüler mit Schülertutoren, um ihre Mathematik-Kompetenzen zu verbessern. Sie selber entscheiden dann über den Zeitpunkt für einen Test. Daneben gibt es an der ASBS die so genannte „Peer-Education“, bei der ältere und jüngere Schüler der Berufsfachschule I sowie der Fachschule für Sozialpädagogik einmal pro Woche sozialpädagogische Projekte gemeinsam durchführen. Dadurch lernen die Jüngeren von den Älteren, während diese Aspekte ihres Lehrplans bei den Jüngeren erproben können. Darüber hinaus helfen Kompetenzraster den Schülern, ihre aktuellen Kompetenzen einzuordnen, sodass sie abschätzen können, wo sie zurzeit stehen und was sie noch erarbeiten müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Das Ergebnis ist eine völlig andere Lehrerrolle. Statt des „Nürnberger Trichters“ aus Zeiten des Frontalunterrichts werden die Pädagogen zu kompetenten, unterstützenden Lernbegleitern. Dies alles bis hin zu Projekten wie den Musical-Aufführungen hat dazu geführt, dass die Linzer Schule von der Jury als eine innovative, kreative und agile Einrichtung der Top-15 bewertet wurde.
Bis die Spannung bei den Teilnehmern am Public Viewing allerdings bis zum Äußersten anstieg, dauerte es recht lange. Bei den in Dreier-Gruppen für einen der 25.000-Euro-Schulpreise vorgestellten Schulen, mussten die Linzer Vertreter bis zum Sonderpreis ausharren, für den neben der Albert Schweitzer-Schule aus Hannover und die SchlaU-Schule, „Schulanaloger Unterricht für junge Flüchtlinge“ aus München vorgesehen war, die schließlich diesen Preis ergatterte. „Gegen die haben wir wohl keine Chance“, war schon im Vorfeld zu hören, obwohl 16 Prozent der ASBS-Schüler einen Migrationshintergrund haben und Jugendliche aus 35 verschiedenen Nationen an der Linzer Schule unterrichtet und ausgebildet werden.
Während die meisten nun gespannt auf die Bekanntgabe des Hauptpreisträgers durch Frank-Walter Steinmeier warteten, verließen etwas 25 Prozent der Schüler frustriert den Sitzungssaal. Dass der Hauptpreis nach Linz gehen würde, konnte sich keiner von ihnen vorstellen. „Ich hatte mir aber schon etwas mehr ausgerechnet. Verdient hätte es unsere Schule allemal“, machte ein Schüler seiner Enttäuschung Luft. Die griff dann im Sitzungssaal bei den meisten Schülern endgültig um sich, als der Außenminister die Anne-Franck-Realschule aus München als derzeit beste Schule Deutschland bekannt gab, die in der Dreiergruppe zuvor zusammen mit der zweiten Rheinland-Pfälzer Schule, dem Mainzer Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss, dem Regionalen Bildungszentrum Kiel den Vortritt hatte lassen müssen.
Keine Verlierer
Anders als viele Schüler fühlten sich die Lehrer dagegen keineswegs als Verlierer. „Allein schon unter den 15 besten Schulen zu sein, war doch schon ein toller Erfolg und eine Bestätigung für unsere engagierte Arbeit und dass wir auf dem richtigen Weg sind“, schloss sich Wolfgang Künzel der Ansicht von Schulleiter Axel Lischewski an, die dieser schon bei der Mitteilung geäußert hatte, als der Name der ASBS unter den besten 20 Schulen aufgetaucht war. Außerdem hatte er in Berlin von den Juroren erfahren, dass die Entscheidung zu Ungunsten seiner Schule äußerst knapp ausgefallen war. Obwohl niemand hatte ahnen können, wie knapp die Linzer am Podestplatz vorbeigeschrammt sind, liegen der Schule für das kommende Schuljahr bei aktuell 1.200 Schülern sage und schreibe 1.300 Anmeldungen vor.
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