Die Scheurener ermittelten auf dem Dorfplatz ihren Junggesellen - und Bürgerkönig
Erik Strunk und Peter Srol schossen die Vögel ab
Unkel-Scheuren. Wie schon in den beiden Jahren zuvor hatte der Sankt Joseph Bürgerverein von Scheuren zusammen mit den Junggesellen- und Jungmädchenverein am vergangenen Sonntag zum Königsschießen auf den Dorfplatz am Dom eingeladen. Pünktlich um 12 Uhr begann das Schießen und mit dem 59. Schuss hatte Kilian Rechmann den Kopf abgeschossen. Nur 13 Schüsse später konnte sich Erik Strunk über die linken Extremität als Pfand freuen, bevor Lukas Schmitz nach 77 Schüssen auch das rechte Pendant zu Fall brachte. Mit dem 120. Schuss machte Michael Koch den Weg frei für das eigentliche Königsschießen: „Herr König, Herr König, 2,50 Euro sind zu wenig“, schallte es über dem Dorfplatz, nachdem Erik Strunk den Goldenen Schuss gelandet hatte. Bei strahlendem Sonnenschein schickten dann der Vorsitzende des Bürgervereins, Jörg Schröder seine Mannen ins Rennen um die Königswürde, nachdem die noch amtierende Majestät, kein Geringerer als Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, den ersten Schuss auf den Königsvogel angegeben hatte. Zwar brachte Bernhard Müller mit dem 66. Schuss den linken Flügel zu Fall, was Peter Srol auf der anderen Seite nur 35 Schüsse später gelang. Aber als Bernhard Müller erneut erfolgreich war, indem er den Schweif mit dem 151. Schuss abschoss, waren bereits weit über eineinhalb Stunden vorüber. Zwei Schüsse später brachte Jürgen Kausch den Kopf des Königsadler zu Fall. Über drei Stunden sollte es dauern, bis Peter Srol mit dem 270. Schuss dem Königsvogel endgültig den Garaus machte und sich als Nachfolger von Gerhard Hausen feiern lassen konnte, von dem er die Königskette in Empfang nahm. Zusammen mit seiner Königin Melanie ließen ihn die Scheurener hoch leben.
