Packende Rennen der Moto-Cross-Tage auf der Rennstrecke in Ohlenberg
Erster Wertungslauf der Junioren MX2
Der Motocross Club Ohlenberg lud am Wochenende wieder zu seinen Renntagen in der ehemaligen Kiesgrube ein
Ohlenberg. Pari - pari dürfte der zahlenmäßige Vergleich zwischen den ansässigen Ohlenbergern und den Gäste des Motocross Clubs am Wochenende ausgegangen sein, die auf der großen Wiese neben der ehemaligen Kiesgrube wie jedes Jahr ihren Campingplatz aufgeschlagen hatten. Mehr als 400 Fahrer im Alter von fünf bis 63 Jahren, die Motocross-Elite aus acht Nationen, campierten dort mit ihren Teams, um in halsbrecherischen Fahrten über die bestens präparierte, komplett einsehbare Rennstrecke Punkte für die Meisterschaft zu sammeln. Dabei galt es natürlich, die 1400 Meter mit 14 teils engen Kurven und hohen Sprüngen über die neun Tische in kürzester Zeit zu absolvieren. „Seit einem halben Jahr sind wir mit den Vorbereitungen beschäftigt“, berichtete Bianca Wester, die Pressesprecherin des Vereins und Ehefrau des Vorsitzenden Stefan Wester. „Die Warm-up-Partyhier im Festzelt hat nach dem freien Training am Freitag bis kurz vor vier Uhr gedauert und um sechs Uhr ging es heute Morgen schon wieder für die Vorstandsmitglieder und engagierte Helfer los“, berichtete sie. Neben dem Freimähen und Ebenen der Fahrbahnen mit schwerem Gerät galt es vor allem, die Bewässerung für die Strecke zu installieren. Bei diesen Temperaturen würde ansonsten kaum etwas zu sehen vor lauter Staub, der zudem die Fahrer hochgradig gefährden würde“, so Bianca Wester. Da der Anschluss der Strecke an den Ockenfelser Brunnen noch nicht perfekt ist, werden gut 50.000 Liter Wasser im „Loch“, der tiefsten Stelle der Anlage gebunkert. „Die sind dann nach jedem Renntag verbraucht, sodass der Tank nachgefüllt werden muss. Zwischen 2 und 3 Uhr nachts kann Sportleiter Wolfgang Brassel die Leitung zudrehen“, so die Presseleiterin. Mit gut 3.000 Zuschauern rechnete der Verein wieder, auch wenn die deutsche Nationalmannschaft aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von Franz Jansen Teitz nur auf Platz vier liegt. Das aber hier die Moto-Cross-Fans vor allem am Sonntag, an dem zum achten Mal in Folge in Ohlenberg die drei Europameisterschaftsläufe ausgetragen wurden, in Scharen an die Rennstrecke zu strömen. Kaum ein Platz war noch auf dem großen Acker frei zwischen dem Rapsfeld und dem Zubringerweg. Aber auch am Samstag drängten sich die Zuschauer auf den Naturtribünen, um keins der packenden Rennen von den Minis bis hin zu den Seitenwagen zu verpassen.
Junioren
Bei den Junioren MX2 fuhr am ersten Renntag Steve Brassel auf den dritten Platz. Seine Vereinskameraden Simon Werthebach und Nick Böntgen mussten sich mit dem fünften und neunten Rang zufrieden geben. Erfolgreicher war der Neustädter Sandro Lorsbach, der hinter Maurice Wasilewski bei den National MX2 auf Platz zwei fuhr, ebenso wie Marc Buchner, der bei den MX Open nur Jens Adams den Vortritt lassen musste, während Thomas Frorath sich mit Rang fünf begnügen musste.
Jugend
Gleich alle drei Plätze auf dem Siegertreppchen gingen bei der Jugend 50-65ccm an den Gastgeber. Zwar musste sich der bislang in der Gesamtwertung führende Bonner Carl Ostermann mit dem dritten Platz begnügen. Tagessieger wurde der Linzer Winston Heberer und Tim Schulte. Der Linzer Fabian Trossen belegte zudem Rang sieben, Kevin van Beugen landete aus Platz neun. Haarscharf an einem Platz auf dem Treppchen schrammte Hans-Werner Klaes bei den Veteranen vorbei, der vor seinem Vereinskameraden Heinz-Peter Vonester Rang vier belegte. Fast ebenso erfolgreich schnitten die MCC-Fahrer am Sonntag ab. Bei der Jugend 85ccm konnte sich lediglich Paul Diedrich zwischen den Sohn des Vereinsvorsitzenden, den Ohlenberger Nico Wester, der in der Gesamtwertung bislang Platz zwei belegte, und Benedikt Frorath aus Rheinbrohl schieben. Dennis Schlösser landet auf dem fünften Platz, Jonathan Frorarth auf Rang 13. Nicht ganz zufrieden dürfte die in der Gesamtwertung führende Henneferin Lena Gödtner bei den 50ccm Minis mit ihrem zweiten Platz gewesen sein, ebenso wie der Unkeler Jannis Mertins, der auf dem undankbaren vierten Platz landete.
Europameister Frank-Jansen Teitz außer Konkurrenz
Auch wenn der noch amtierenden Europameister Frank-Jansen Teitz aufgrund seiner Verletzung zu Saisonbeginn nur mit einer Wild Card an dem Rennen der Nationalmannschaften außer Konkurrenz teilnahm, warteten die Zuschauer mit Spannung auf den Auftritt ihres Lokalmatadoren. Der zeigte schon beim Zeittraining am Vormittag, dass er noch nicht seinen Trainingsrückstand aufgeholt hat. So musste er sich hinter dem in der Gesamtwertung führenden Belgier Vincent Collet, der nur 1:18:299 für die Runde benötigte, sowie hinter dem zweitplatzierten Jelle Grade (1:19:446) und Clinton Barrs (1:19:597) in 1:19:609 mit Rang vier begnügen, dicht gefolgt von dem Deutschen Dennis Wiemann (1:19:685), den nur der Niederländer Jeroen De Grott von seinen Mannschaftskameraden Michael Kaussen, Alexander Farkas, Tim Munchhofen und Dustin Fleck trennte.
Wirklich freuen konnte sich nach den drei Wertungsläufen am Nachmittag allerdings nur Dennis Wiemann, der sich mit seinem zweiten Platz in der Gesamtwertung, bislang Rang zwölf, verbessert haben dürfte. Seinen Vorsprung ausgebaut hat der Belgier Vincent Collet als Tagessieger ebenso wie der Zweitplatzierte Jelle Grade, der auf Rang drei landete. Christian Gerhards, der beim Zeittraining noch Platz 13 belegt hatte, landete auf dem 17. Rang. Frank Jansen Teitz abgeschlagen auf dem 28. Platz.
