Allgemeine Berichte | 25.02.2014

Beim Bürgerfrühschoppen der Schweren Artillerie steppte in der Sporthalle der Bär

Et Trömmelche jing zum zweiten Mal

Vill Freud‘ mit Prinzenmutter Karin föhlten auch die Piraten-Freunde aus Hamburg. DL

Linz. Als in der Sporthalle am Miesgesweg et Trömmelche zum zweiten Teil des Närrischen Wochenendes jing, stunden se längst noch nit all parat, die jecken Strünzer vom Rhing. Ganz anders das Jubiläumscorps der Schweren Artillerie um Frank „Fossi“ Fossemer, der als CISL, also als Commodore in Lauerstellung, die Funktion eingenommen hat, die jahrelang Prinzenvater Andreas Siebertz als Stellvertreter von Ex-Commodore Heinz Bündgen inne gehabt hatte. Dieser kündigte zusammen mit Frank Fossemer pünktlich um 9.11 Uhr sein Corps um Prinz Christian I. „Commodore der Schweren Artillerie“ mit seinen beiden Adjutanten an. Prinzenmutter Karin beobachtete von unten, wie ihr blaublütiger Sohnemann die Jecken aufmischte mit seinem Prinzenlied: „Wenn mir föhle, föhle mir, föhle mir vill Freud“ aufmischte. Diese Freud‘ konnte die Tollität schon zu so früher Stunde nicht nur mit den Piraten-Freunden der Familie von der Nordseeküste bei Hamburg teilen, die ihr gemütliches „Hummel, Hummel - Mors, Mors!“ gegen ein donnerndes „Schwere Artillerie-Linz-Prinz Christian - Alaaf!“ eingetauscht hatten. In diesen Schlachtruf konnte auch der Stammgast aus der Partnerstadt Marietta in Georgia, Tom la Barge, als Kenner des Linzer Fastelovend einstimmen, lässt der sich den Bürgerfrühschoppen und die tollen drei Tage bei den Strünzern doch schon seit gut zehn Jahren nicht entgehen.

Nur kurz musste die Saalkapelle „New Sound Fever“ die Pause überbrücken, bis das Funkelcorps „Blau-Gold“ Leubsdorf mit Fanfaren und schweren Landknechtstrommeln auf die Bühne zog. Das Solomariechen Sarah wirbelte über die Bühne, bevor die Funken dann wie der Klabautermann tanzend mit „Kasalla“ warnten: „Pirate, wild un frei. Dreimol Kölle Ahoi! Rette sich wer kann!“ Dieser Aufforderung leistete jedoch keiner im Linzer Epizentrum des Frohsinns am Sonntagvormittag Folge. Im Gegenteil: Im mehr bunt kostümierte Jecke pilgerten die Asbacher Straße hinauf zur Sporthalle.

„Ich ben nur ne kölsche Jung un mie Hätz, dat litt mer op d’r Zung“, erklärte die Männertanzgruppe der staatze Kääls von Kommandant Markus Paffhausen.

„Wir erwarten am frühen Nachmittag jetzt gleich noch die Altstädter 1922 und die Musikgruppe ‚Kölschraum‘ un de ‚Botzdresse‘, bevor das TC Blau-Weiß Sankt Katharinen mit seinem Showtanz bei uns zu Gast ist, mit dem die tolle Truppe von unserem Ex-Prinzen, dem Höppefüssje, nach Ostern vor heimischem Publikum um die Deutsche Meisterschaft kämpfen wird“, verriet Heinz Bündgen. Außerdem werde die Kasbacher Prinzengarde für die Besucher des Bürgerfrühschoppen wieder „Träume wahr werden“ lassen. „Und ein Traum sind sicher auch die Cheerleader vom FC, bevor die Erpeler Gulaschkapell den Jecken he dann noch einmal so richtig einheizen wird mit pfefferig-scharfen Tön“, versicherte sein Mitmoderator Fossi.

Prinz Christian I. konnte mit Tom la Barge einen weitgereisten Stammgast aus der fernen Partnerstadt Marietta/Georgia begrüßen.

Prinz Christian I. konnte mit Tom la Barge einen weitgereisten Stammgast aus der fernen Partnerstadt Marietta/Georgia begrüßen.

Vill Freud‘ mit Prinzenmutter Karin föhlten auch die Piraten-Freunde aus Hamburg. Fotos: DL

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