DRK-Ortsverein Linz weihte neues Einsatzfahrzeug ein
Feierliche Einweihung mit dem Segen der Geistlichen
Mit dem neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) können die Rotkreuzler vier Rollstuhlfahrer transportieren
Linz. Hochbetrieb herrschte kürzlich am Linzer DRK-Heim an der ehemaligen Hildegardisschule. Nicht nur die Aktiven um den Vorsitzenden Dieter Korf und Gemeinschaftsleiter Josef Schmaus sowie das Jugendrotkreuz waren zur Seilerbahn eins gekommen. Begrüßen konnte Dieter Korf dort neben dem ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Dieter Sander, in Vertretung des VG-Chefs Hans-Günter Fischer sowie dem Stadtbeigeordneten Hans-Georg Faust vor allem gleich drei Geistliche, den Pfarrer der evangelischen Trinitatis-Gemeinde, Christoph Schwagermann, den Leiter der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Joachim Koopmann und für die katholische Pfarrgemeinde den Diakon Eberhard Roevenstrunk.
Gekommen waren sie, um das neueste Fahrzeug des DRK-Ortsvereins, einen zweiten Mannschaftstransportwagen (MTW) einzusegnen.
„Um die Wahrheit zu sagen, haben wir mit dem MTW2 schon einen Einsatz gefahren“, gestand der Vorsitzende. Zugelassen worden sei es am Elften im Elften spielte er auf die für die „südlichste Vorstadt von Köln“ nicht ganz unbedeutende fünfte Jahreszeit an. Mit dem Datum der Zulassung hatte die Umrüstung des Fords Transit begonnen, der im Gegensatz zu dem Automatik-VW-MTW1, der schon sieben Jahre beim DRK-Ortsverein in Betrieb ist, über ein Sechsgang-Schaltgetriebe verfügt.
Während die medizinische Ausrüstung identisch ist, weist die taktische einen wesentlichen Unterschied auf. Mit dem neuen Fahrzeug können mit vier Rollstühlen doppelt so viele transportiert werden wie mit dem alten. „Das ist für uns ganz wichtig, da wir beide Wagen hauptsächlich in der Seniorenarbeit, aber auch bei Evakuierungsfahrten einsetzen“, so Dieter Korf. Beim Fahrdienst etwa zur Senioren-Weihnachtsfeier oder zum Seniorentreff im Katharinenhof, aber auch bei Ausflügen der Linzer Seniorenheime habe der Ortsverein bislang immer ein zweites Fahrzeug für den Transport von Rollstuhlfahrern bei anderen Organisationen ausleihen müssen. Besonders stolz sei der Ortsverein, dass er den MTW2 ohne Sponsorengelder, also allein mithilfe der Mitglieder-Beiträge habe anschaffen können.
Die Lesung des bekannten Gleichnisses vom barmherzigen Samariter aus dem Lukasevangelium stellte Joachim Koopmann ins Zentrum des offiziellen Teils der kleinen Feierstunde. Dabei stand für ihn gar nicht so sehr die Frage des Schriftgelehrten „Wer ist mein Nächster?“ im Mittelpunkt, als vielmehr die rhetorische Frage von Jesus nach der Erzählung. „Wer hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde?“ Der Nächste sei somit auch der, der bereit sei, uneigennützig zu helfen.
Darauf hatte bereits Eberhard Roevenstrunk zu Beginn angezielt, als er erklärte: „Ihr kümmert Euch um Menschen, die in Gefahr sind, deren Leben bedroht ist.“ Damit seien die DRK-Aktivisten selber die Nächsten, die im Sinne der Nächstenliebe aktiv werden. Um helfen zu können, brauche man heute mehr als nur die Hände, also Werkzeuge, zu denen auch das neue Fahrzeug zähle, ergänzte der Diakon. „Unser gemeinsamer Segen gilt aber weniger dem MTW als vielmehr Euch, die Ihr darin zu Einsätzen ausrückt, und den Menschen, die Ihr befördert“, erklärten die Geistlichen entsprechend vor dem Abschlussgebet, nach welchem Dieter Korf den Schlüssel für das neue Fahrzeug Bereitschaftsleiter Josef Schmaus übergab und zu einem kleinen Tapasimbiss in das DRK-Heim bat.
