Für Brunnenplatz hart gearbeitet
Bruchhausener ersparten ihrer Gemeinde eine Menge Geld – Bei der Kirmes wurde der neue Platz eingeweiht
Bruchhausen. Zur Bürgerkirmes hatte sich der St. Laurentius-Josefs-Bürgerverein Bruchhausen etwas Besonderes einfallen lassen: Die ganz alte Bierbude war hervorgekramt und auf dem Brunnenplatz neben der Wallfahrtskirche aufgebaut worden. Und um den Brunnenplatz ging es bei dem Fest, denn der wurde nach jahrelangen Planungen, Anträgen und monatelanger Arbeit jetzt eingeweiht. Daniel Heinrichs, Vorsitzender des Bürgervereins ehrte zu Beginn der Feier ehemalige Schützenkönige der Gemeinschaft: Gerhard Reuter errang vor 20 und Frederik Luitwiller vor 30 Jahren die Königswürde. Ebenfalls ein Präsent erhielt Franz-Josef Jax für 50jährige Vereinszugehörigkeit. Nachdem das Blasorchester Bruchhausen unter seinem Dirigenten Guido Schmitz mit beschwingter Musik auf die Bürgerkirmes eingestimmt hatte, übergab der Bruchhausener Ortsbürgermeister Markus Fischer Brunnen und Platz den Bürgern in der Hoffnung, „dass dies eine Stätte für Gespräche und Begegnungen sein wird.“ Er blickte zurück auf früher und die alte Bierbude: „Daran haben wir früher im Juni gefeiert“. Aber auch die Entstehung des neuen Platzes thematisierte er: „Die geht zurück auf das Jahr 2011, als mit einem Büro ein Dorferneuerungsplan erarbeitet wurde.“ Fischer erwähnte die Bürgerbeteiligung, die sehr hilfreich gewesen sei sowie Kostenrechnung und Finanzierung. Vor einem Jahr gab das Land grünes Licht, indem es einen Zuschuss von 54 000 Euro zusagte. 130 000 Euro erzielte die Gemeinde aus Grundstücksverkäufen, so dass Bruchhausen für das Projekt keine Schulden machen musste. „Die Zuwendung vom Land bekommen wir erst 2015, aber die Zinsen sind ja sehr niedrig“, fügte der Ortsbürgermeister hinzu. Insgesamt kostete der Platz mit Brunnen und kleinen Häuschen 300 000 Euro. Und woher kam das restliche Geld? Das war Eigenleistung durch die Muskelkraft von vielen Bruchhausenern und den Bürgervereinsmitgliedern, die laut Fischer im Winter richtig hart gearbeitet haben. So wurden zwei Mauern und das Pumpenhaus abgerissen und alles so vorbereitet, dass die Fachfirmen im Frühjahr mit den Arbeiten beginnen konnten.
Einige fleißige Helfer zeichnete der Ortsbürgermeister mit einem Präsent aus: Udo Alex, Helga und Klemens Bockshecker, Claus Cassel, Gerhard Cierpka, Armin Dittmann, Bernd Grubba, Volker Jagau, Wolfgang Janke, Stefan Paaßen, Fabian und Jürgen Reuter sowie Leander Troll. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach erklärte, dass seine Abteilung in der Verwaltung die Dorferneuerung begleitet habe: „Der Brunnenplatz im Herzen von Bruchhausen nimmt eine besondere Stellung ein“, unterstrich er, „denn heute wird bei der Förderung der Schwerpunkt auf bürgerschaftliches Engagement gesetzt. Zum einen hat der Bürgerverein Hand angelegt und die Bürgerschaft hat Eigenleistung erbracht.“ Hinzu käme, dass der Brunnenplatz ein Treffpunkt für Feiern, Festivitäten und Kultur sei, betonte der Kreisbeigeordnete. „Bruchhausen hat Tradition und die wird von der Kreisverwaltung unterstützt“, versprach er. Hallerbach meinte, dass Bruchhausen viele Perlen habe.
Eine ist der Brunnenplatz und eine andere Ortsbürgermeister Markus Fischer. „Der ist sehr energisch, wenn er etwas für Gemeinde und Bürger erreichen will. Außerdem wurde das Projekt ohne Kreditaufnahme realisiert. Also ein Bürgermeister, der die Gemeinde nicht in die Verschuldung treibt, sondern mit dem wirtschaftet, was sie hat“, lobte Hallerbach. Wie bei einer Kirmes üblich war sie zuvor mit einer Festmesse für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des St. Laurentius-Josefs-Bürgerverein Bruchhausen gestartet. Es folgten eine Kranzniederlegung des Vorstands durch Daniel Heinrichs, Stefan Paaßen, Manfred Paaßen, Armin Dittmann und Jürgen Reuter sowie ein Festzug durch den Ort. Bei der Bürgerkirmes gab es eine Hüpfburg für die Kinder sowie Speisen, Getränke und ein Kuchenbuffet. Traditionsgemäß wurde auch die Fahne geschwenkt.
Es war der letzte Auftritt für Fähnrich Florian Paaßen, der unzählige Meistertitel, darunter sogar einen deutschen, errang. Vorsitzender Daniel Heinrichs bedauerte, dass Paaßen aufhört. Doch der bislang zweite Fähnrich Bastian Lindlohr wird jetzt vielleicht in die Fußstapfen von Paaßen treten, denn was er auf dem Brunnenplatz zeigte, war schon beachtlich.
Mit natürlichem Material wurden Brunnen und Platz neu gestaltet.

300000 Euro?? Für einen Platz??
dafür kann man 2 Häuser bauen..???