Politik | 16.07.2013

Regelungen über den Windpark Asberg

Gemeinden schließen Solidarpakt

VG Unkel. Nach monatelangem und intensivem Ringen um eine gerechte Lösung haben die Stadt Unkel und die Ortsgemeinden Erpel, Bruchhausen und Rheinbreitbach es geschafft: In nahezu einstimmigen Entscheidungen haben sich die Räte aller vier Kommunen in der Verbandsgemeinde Unkel für den Abschluss eines Solidarpaktes zur Windenergie ausgesprochen und ihre jeweiligen Bürgermeister mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags beauftragt. Diese Beschlüsse haben Stadtbürgermeister Gerhard Hausen (Unkel), Ortsbürgermeisterin Cilly Adenauer (Erpel) sowie die Ortsbürgermeister Markus Fischer (Bruchhausen) und Karsten Fehr (Rheinbreitbach) jetzt per Unterschrift unter den Vertrag besiegelt. „Ich bin froh, dass es uns mit diesem Solidarpakt gelungen ist, Regelungen zu einem fairen und gerechten Interessenausgleich der Stadt und der Ortsgemeinden untereinander zu finden“, so Unkels Stadtchef Hausen. Der Vertrag regelt die Verteilung der Pachterlöse, die der Stadt und den Ortsgemeinden bei der Umsetzung des geplanten Windparks am Asberg in der Verbandsgemeinde Unkel zufließen. Demnach erhalten die Stadt Unkel und die Ortsgemeinde Rheinbreitbach von den gesamten Pachterlösen der Kommunen aus dem Windpark jeweils 20 Prozent, die Ortsgemeinde Bruchhausen zehn Prozent und die Ortsgemeinde Erpel 50 Prozent. Damit geht der Solidarpakt in der Verbandsgemeinde Unkel deutlich weiter als andere interkommunale Vereinbarungen zur Verteilung von Windpark-Erlösen.

Diese belassen nämlich in der Regel einen Großteil der Einnahmen bei der Standortkommune des jeweiligen Windrades und nur ein geringerer Anteil wird nach unterschiedlichen Schlüsseln auf die anderen Partner verteilt. „Insofern besitzt unsere Vereinbarung Pilotcharakter“, sind sich die Vertragspartner sicher. „Allen Räten war es wichtig, den Solidarpakt abzuschließen bevor feststeht, ob und wo sich die Windräder drehen werden. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Windräder unabhängig von Gebietsgrenzen an den optimalen Standorten aufgestellt werden können“, betont Fehr. Den Verteilungsschlüssel erklärt Ortsbürgermeisterin Adenauer damit, dass Erpel von allen Gemeinden den größten Anteil an den Waldflächen in der Höhenlage besitzt, die grundsätzlich und nach dem derzeitigen Planungsstand für die Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) in Betracht kommen. Ohne den Solidarpakt hätten Gemeinden, auf deren Grundstücken keine WEAs gebaut werden können, keine Ansprüche auf Einnahmen aus dem Windpark. „Durch diesen Solidarpakt wird die Ortsgemeinde Bruchhausen an den Einnahmen teilhaben, auch für den Fall, dass sich auf den Flächen unserer Gemeinde kein Windrad drehen wird“, erklärt Ortsbürgermeister Fischer. Der Abschluss des Solidarpaktes zeigt, dass die Gemeinden, ihre Räte und Bürgermeister bei der Frage der Windenergie eng und solidarisch zusammenstehen, betonen die Bürgermeister übereinstimmend.

Pressemitteilung der

VG-Verwaltung Unkel

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Monatliche Anzeige
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht
Schulze Klima -Image
Innovatives rund um Andernach
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Besuch der Leubsdorfer Schützen im Bundestag.
31

Leubsdorf. Auf Einladung der heimischen Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth unternahm die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Leubsdorf eine viertägige politische Bildungsreise in die Bundeshauptstadt Berlin. Die Teilnehmer erhielten dabei spannende Einblicke in die Arbeit der Bundespolitik und besuchten zentrale Orte des politischen Geschehens.

Weiterlesen

Ellen Demuth, MdB.  Foto: Tjark Thönßen
31

Kreis Neuwied. Ellen Demuth, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen, begrüßt die Pläne der Bundesregierung, das Kindergeld künftig ohne Antrag auszuzahlen. Familien sollen dadurch spürbar entlastet und Verwaltungsverfahren deutlich vereinfacht werden.

Weiterlesen

Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
235

Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2025
Anzeige "Rund ums Haus"
Fahrer gesucht (m/w/d)
Koblenz blüht 2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Angebotsanzeige (April)
PR-Anzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in