Rheinsteig-Benefiz-Erlebnislauf legte zum fünften Mal Rast in Linz ein
„Gesunde Muskeln laufen für kranke Muskeln“
Einnahmen kommen „benni & co“ und Deutscher Duchenne Stiftung zugute
Linz. Zum fünften Mal legten die Teilnehmer an ihrem inzwischen neunten Rheinsteig-Benefiz-Erlebnislauf um die Initiatoren Brigitte und Rudolf Mahlburg bei ihrer zweiten Etappe von Bonn nach Wiesbaden Zwischenrast auf dem Linzer Marktplatz ein. Erwartet wurden sie dort nicht nur von Bananen und Äpfeln, Müsliriegeln und Nussecken sowie Mineralwasser und Apfelschorle. Auch der Erste Beigeordnete Hans-Georg Faust begrüßte zusammen mit Stadtmanager Thomas Herschbach die rund 40 Läufer, die am Morgen in Unkel-Scheuren aufgebrochen waren.
„Ich freue mich, dass Sie so wohlbehalten hier angekommen sind. Sie laufen für Menschen, die selber nicht laufen können, weil sie an der Duchenne-Muskeldystrophie leiden, eine grauenvolle, unheilbare Erkrankung, die über die fortlaufende Invalidität zum Tod führt“, so der Mediziner Faust. Im Alter ab acht Jahren seien die von der Muskelschwäche betroffenen Jungen, etwa jeder 5.000., an den Rollstuhl gefesselt. Die Deutsche Duchenne Stiftung und die „aktion benni & co“, der die Einnahmen des Rheinsteiglaufs zugute kommen, würden sich dafür einsetzen, die Forschung zur Entwicklung von Therapien zu forcieren und die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern, erinnerte der Beigeordnete.
„Das ist toll, wie Sie unsere Initiative ‚laufend helfen‘ unterstützen, und ich danke Ihnen, Herr Faust, dass Sie als Mediziner die Krankheit Duchenne-Muskeldystrophie eindrucksvoll skizziert habe“, so Rudolf Mahlburg. Ganze 27 Läufer würden dieses Jahr die komplette Strecke des Spendenlaufs nicht als Wettrennen, sondern als Gruppenlauf zurücklegen. „Dabei können sich aber Etappenläufer auch an einzelnen Tage spontan einklinken, so wie heute der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel und Wolfgang Bernath“, erläuterte der Initiator des Spendenlaufs, der mit seiner Frau Brigitte auch schon mal Hunderte Kilometer durch die Wüste rennt. Vor allem dem Schirmherrn des Laufs, dem Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, sei es zu verdanken, dass sich auch Teilnehmer aus dieser Stadt als Etappenläufer eingereiht hätten. Jeder Läufer des Rheinsteig-Erlebnislaufs spendet 50 Cent pro gelaufenen Kilometer an den Veranstalter von „laufend helfen“, der das Geld ohne Abzug unter dem Motto „Gesunde Muskeln für kranke Muskeln“ an die „aktion benni & co“ für muskelkranke Kinder weiterleitet.
„Natürlich freuen wir uns auch über Spenden, die wir an unseren Zwischenstopps oder Etappenzielen bekommen“, so Rudolf Mahlburg. Diesen Wunsch konnte Thomas Herschbach mit einem Scheck der Stadt Linz sofort erfüllen. Ob allerdings der große Herzenswunsch des Ultra-Langläufers in Erfüllung gehen wird, ist mehr als fraglich. „Ich fände es toll, wenn dieser herrliche Marktplatz nächstes Jahr bei unserem zehnten Rheinsteig-Benefiz-Erlebnislauf voller Läufer und Zuschauer wäre“, verriet Rudolf Mahlburg, bevor er sich an die Versorgungsstation vor dem Rathaus begab, um für die Fortführung der Etappe nach Neuwied Energie zu tanken.
