Allgemeine Berichte | 24.02.2015

Solidaritätskonzert für die Hangrutsch-Opfer in der Linzer Stadthalle

„Großartige Idee großartiger Menschen“

Mit „March“ von Henry Purcell eröffnete das Leubsdorfer Bläserquintett das Solidaritätskonzert.DL

Linz. Gut eine Woche nach dem Benefiz-Biwak der Linzer Corps unter der Leitung der Grün-Weißen Jubiläum-Husaren hatte der ehemaliger Linzer Musikdirektor Johannes Fuchs ein Solidaritätskonzert in der Stadthalle ins Leben gerufen. „Gut zwei Dutzend Musiker aus der Verbandsgemeinde engagieren sich heute zum Wohl der Hangopfer Kaiserberg, speziell für die durch die Katastrophe in die Medien geratene Familie Trier“, erklärte Kerstin Brenner-Schmiege, die die Moderation der Veranstaltung übernommen hatte, den Gästen. Da hatte das Leubsdorfer Bläserquartett, das sich mit dem Unkeler Bernd Mollberg (Tuba) verstärkt hatte, gerade „March“ und „Air“ von Henry Purcell beendet.

Als großartige Idee von großartigen Menschen, die die Solidarität zusammengeführt hat, charakterisierte Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer als Schirmherr die Veranstaltung. „Möglich gemacht hat dies mit Johannes Fuchs eine musikalische Persönlichkeit der Stadt, der es gelungen ist, zahlreiche talentierte Musiker zum Mitmachen zu bewegen, um denjenigen zu helfen, die in eine extrem missliche Situation geraten sind“, hob er hervor. „Es war und ist toll zu sehen, wie viele Leute hier in der Not zusammenstehen und Hilfsaktionen umsetzen, indem sie alle an einem Strang ziehen“, schwärmte der VG-Chef nicht zuletzt von der Anfang Januar spontan ins Leben gerufenen Initiative „Hangrutsch Kaiserberg“.

Jetzt könne er nur hoffen, dass auch durch die Verbindung von Musik und Hilfsaktionen weitere Spenden zusammenkommen würden, die auf dem entsprechenden Konto des DRK-Ortsvereins unter Dieter Korf sehr seriös verwaltet würden, so Hans-Günter Fischer, der zuvor Bürgermeister Hans Georg Faust dafür gedankt hatte, dass dieser die Stadthalle kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Sein Dank galt zudem dem Künstler Martin Schulz, der das Motiv für die Flyer und das Konzert-Plakat entworfen hatte, das auch die Spendendosen zierte, die nach dem Benefizkonzert gefüllt werden sollten.

„Musikschüler, Laien wie Profis, die hier auf der Bühne zu sehen sind, sind getragen von dem Wunsch, Trost zu spenden. Sie wollen zumindest und für einige Momente die Situation vergessen machen, die uns allen noch genau vor Augen ist“, so die Moderatorin Brenner-Schmiege. Den Anfang machte die junge Pianistin Anna Rink, die Edvard Griegs „Arietta“, opus 12, Nummer 1, vortrug, bevor Maja Zimmermann Wolfgang Amadeus Mozarts „Türkischen Marsch“ erklingen ließ. Weiter ging es mit Franz Schuberts „Impromtu As-Dur“, opus 142, Nr. 2, das Kevin Kirschbaum zu Gehör brachte, bevor Kerstin Brenner-Schmiege am Flügel Julia Brenner (Cello) bei Bernhard Rombergers „Sonata in E-Moll“ opus 38, Nummer 1, begleitete.

Außerdem brachten Laura und Anna-Lena Mönch am Flügel die „Nocturne“ in Es-Dur, opus 9, Nummer 2, sowie den Walzer in Cis-Moll, opus 64, Nummer 3 von Frédérik Chopin zu Gehör, bevor Verena Jungwirth, Emil Brenner und Axel Hain das Divertimento von Arnold Malcolm für Flöte, Oboe und Klarinette anstimmten. Erneut war es der 1810 in Warschau geborene Komponist, dem sich die Pianisten Martin Fischer und Sarah Dommermuth mit der Polonaise in A-Dur, opus 40, Nummer 1 und der Fantasie-Impromptu, opus 66, widmeten, bevor die Musiker die begeisterten Zuhörer mit Antonio Vivaldis Konzert für zwei Trompeten (Franz-Josef Thiel und Paul Becker) und Klavier (Johannes Fuchs) in die Pause entließen.

Fortgesetzt wurde das Benefizkonzert von dem Gitarrensextett Hermine Fuchs, Sabrina Schmitz, Martina Veletova, Paul Calmund, Stefan Eberweiser und Thomas Reuter, das „Un dimanche à Paris“ und „On the road to Kansas City“ von Cees Hartog sowie die „Romance Sertanejo“ von Karl Bruckner vortrug. Eingerahmt vom Gesang der Linzer Kunstpreisträgerin Ruth Zimmermann, die Johannes Fuchs beim Song des Jahres 1992 („Die Schöne und das Biest“ von Alan Menken) sowie bei „I will follow him“ von Franck Pourcel und Paul Mauriat (Stole/Del Roma) am Flügel begleitete, brachte Erich Abels Adrian Grocks „Czardas“ auf dem Akkordeon zu Gehör. „Porgy and Bess“ holte dann Johannes Fuchs mit seinem Arrangement von „Summertime“ und dem Schlusschor des bekannten Musicals von George Gershwin in die Stadthalle. Der Leubsdorfer Bläsergruppe war es vorbehalten, das Benefizkonzert mit Georg Friedrich Händels „Allemande“ zu beenden, nachdem das „Tico Tico“ des Brasilianers Zequinha Abreu verklungen war, das Christoph Fuchs auf seiner E-Gitarre vorgetragen hatte.

Zum Abschluss erklang die „Allemande“ von Georg Friedrich Händel.

Zum Abschluss erklang die „Allemande“ von Georg Friedrich Händel.

Mit „March“ von Henry Purcell eröffnete das Leubsdorfer Bläserquintett das Solidaritätskonzert.Fotos: DL

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