Allgemeine Berichte | 27.05.2015

Königsschießen in Erpel

Horst Bischoff ist neuer Bürgerkönig

Bei der diesjährigen Johannes-Kirmes muss man erneut auf ein aktuelles Junggesellen-Königspaar verzichten

Ganz in Grün setzten die Pfänderschützen der Junggesellen im Grünen ihren Königsvogel wieder zusammen. DL

Erpel. Mit musikalischer Unterstützung des Tambourcorps zogen der Junggesellen- und der Bürgerverein von Erpel am Pfingstsonntag vom Marktplatz durch den Ort Richtung Bürgersaal, um neben diesem auf dem Spießplatz ihre neuen Majestäten zu ermitteln. Pünktlich um 14 Uhr eröffnete Noch-Königin Mara Wilsberg den Wettbewerb der Junggesellen, die im Vorjahr keine neue Majestät gefunden hatten.

Dabei rückten die jungen Schützen ihrem Königsvogel zunächst noch zielstrebiger als 2014 zu Leibe. Schon nach dem siebten Schuss brachte Kai Lukas Kessler den linken Fuß mit dem Reichsapfel zu Fall, mit dem zwölften Schuss hatte Stadtsoldatenkommandant Felix Weber das linke Pendant mit dem Zepter abgeschossen. Nur zwei Schüsse später konnte sich Friederike Hirzmann über den linken Flügel als Pfand freuen, und auch die rechte Tragfläche des Königsvogels eroberte nach dem 20. Schuss mit Mara Wilsberg ein weibliches Mitglied des Vereins. Etwas länger verteidigte der Vogel seine Krone. Immerhin dauerte es 16 Schüsse, bis Kevin Weber dieses Pfand abschoss, nur sechs Schüsse später köpfte dann Tobias Simon das stolze Tier, das dann aber beim Schweif völlig unerwartet zähen Widerstand leistete. Erst nach dem 71. Schuss konnte sich Dominik Schwager als Schweifkönig feiern lassen.

Das aber war auch dieses Jahr die einzige „Königswürde“, die beim Junggesellenverein bejubelt werden konnte. Vergeben wartete Mara Wilsberg darauf, die Königskette einem Nachfolger übergeben zu können. Während sie nach rheinischer Lesart somit Traditions-Junggesellenkönigin in Erpel ist, versicherten ihre Vereinskameraden dem Vorsitzenden des Bürgervereins, dass für das Königsschießen 2016 bei drei Aspiranten ein spannender Finalkampf um die Majestätswürde zu erwarten sei.

Nur wenig später eröffnete dann der noch amtierende Bürgerkönig Günter Hirzmann das vom Ehrenvorsitzenden Niko Czeslik geleitete Schießen des Bürgervereins. Bei dem war mit Verena Geraets eine der Ex-Königinnen des Vereins als Erste erfolgreich, brachte sie doch schon mit dem achten Schuss den Apel tragenden Fuß zu Fall. Dagegen wollte der Königsvogel das Zepter nicht so schnell hergeben. Erst nach dem 60. Schuss konnte sich Wolfgang Hill über dieses Pfand freuen. Nur fünf Schüsse später schoss der 2011er-König Kalle Wambach den linken Flügel ab, mit dem 75. Schuss hatte dann seine Kollegin aus dem Jahr 2002, Gisela Stahl, den Vogel gänzlich fluguntauglich geschossen. 15 Schüsse später hatte Günter Brüsselbach die Krone dem Tier entwendet, das der Vorsitzende persönlich mit dem 104. Schuss kopflos macht. Nur drei Schüsse später machte dann Rüdiger Gramenz als Schweifkönig den Weg frei für das eigentliche Königsschießen.

Zu diesem traten mit Horst Bischof, dem Bürgerkönig von 1990, Susanne Bittner, Suza Fürstenberg, Birgit Klein und Michael Maur gleich fünf Aspiranten an, die sich einen spannenden, wenn auch kurzen Kampf lieferten. Schon nach knapp 15 Minuten konnte Martin Schäfer jubeln: „Wir habe einen neuen Bürgerkönig!“ „Silberkönig“ Horst Bischoff war der „Goldene Schuss“ auf den Rumpf gelungen und damit hatte sich der 80-Jährige einen Traum erfüllt. Sichtlich bewegt nahm er die Gratulation seiner Kontrahenten sowie der übrigen Vereinsmitglieder entgegen. „Ich habe nicht zu hoffen gewagt, dass es mir gelingen würde, nach 25 Jahren noch einmal Erpeler Bürgerkönig zu werden“, erklärte Bischoff, der mit seiner Königin Anne am Sonntag, 21. Juni, um 13 Uhr im Bürgersaal den Königsball eröffnen wird, nachdem der Königszug im Anschluss an das Festhochamt in St. Severinus die Majestäten abgeholt und durch den durch den Ort geführt hat.

Gespannt beobachtete die Damen-Finalriege mit Niko Czeslik das Zielen von Michael Maur, während sich Horst Bischof weit ab auf seinen Schuss konzentrierte.

Gespannt beobachtete die Damen-Finalriege mit Niko Czeslik das Zielen von Michael Maur, während sich Horst Bischof weit ab auf seinen Schuss konzentrierte.

Ganz in Grün setzten die Pfänderschützen der Junggesellen im Grünen ihren Königsvogel wieder zusammen. Fotos: DL

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