Die Unkeler StARS nahmen das Publikum mit auf eine Flugreise
In 80 Minuten um die Welt
Silvia Chylka hatte einen mitreißenden Varieté-Abend mit der Fachschaft Französisch erarbeitet
Unkel. Nur wenige Wochen nach der Ausstellung der Klasse 10 der Stefan-Andres-Realschule plus (StARS) zum Ende des Zweiten Weltkriegs lud die Schule erstmals zu einem Variete-Abend in den Multifunktionalen Raum ein. „Die Fachschaft Französisch hat unter der Leitung von Frau Silvia Chylka hat ein buntes Programm zusammengestellt, das, schneller als es sich selbst Jules Verne je hätte erträumen lassen, unter dem Motto ‚In 80 Minuten um die Welt‘ steht“, so Rektorin Bettina Stenz in ihrer Einladung. Die nahmen so viele Zuschauer an, dass immer mehr Sitzgelegenheiten herangeschafft werden mussten. Und schon übernahmen Flugkapitän Finn Wienzeck und seine Kopilotin Vanesse Gashi die Moderation des Programms. „Sie steigen im Harz in unsere Maschine ein, in dem es nicht nur auf dessen höchstem Berg, dem Brocken, jede Menge Hexen gibt, sondern auch viele Zauberer“, verrieten die beiden nach der Begrüßung durch Silvia Chylka. Allerdings bevölkerten nicht etwa erfahrene Hexenmeister die Bühne, sondern Zauberlehrlinge aus der 6.1, die, Goethes Ballade folgend, beim ihrem Rap Wasser fließen ließen.
Bauchtanz am Nil
„London Tower is calling“, kündigte Kopilotin Vanesse Gashi den Anflug von Heathrow Airport an. Dort bewies Rozalia Sawicz, dass London eine internationale Stadt ist, indem sie den Hit „Let it go“ nicht nur auf Englisch, sondern fünfsprachig auch auf Polnisch, Koreanisch, Französisch und Deutsch vortrug. Quer über Westeuropa und das Mittelmeer ging es weiter. „Unter sich sehen Sie schon den Nil und Pyramiden“, so der „Flugkapitän“, der seine Passagiere auf einen Zwischenstopp in Kairo vorbereitete. Empfangen wurden die Fluggäste dort von Laura Ott und Paula Hermann, die mit schwungvollem Bauchtanz zu Begeisterungsstürmen hinrissen.
Im verging der lange Flug über den Atlantik nach Südamerika, wo mit Max Gärtner ein Unkeler Ballkünstler nach der Fußballweltmeisterschaft an der Copacabana zurückgeblieben ist, der das runde Leder tanzen ließ. Weiter ging es von Brasilien nach Kolumbien, wo Sängerin und Gitarristin Paula Hermann die Passagiere mit dem Summerhit „Cumbia“ empfing.
Zwischenstopp in der Karibik
Einen längeren Zwischenstopp, bei dem nicht nur die Maschine aufgetankt wurde, sondern auch die Passagiere am Büffet im Foyer mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgt wurden, gab es dann in Havanna, wo gleich sieben Tänzerinnen, darunter auch Silvia Chylka, den kubanischen Zumba „El Taxi“ vorführten.
„Einsteigen zum Flug nach Turkmenistan“, hieß es dann, wo Schulsozialpädagoge Islam Allanazarov die Reisenden am Klavier mit „Comptine“ empfing. Was lag da näher, als anschließend Frankreich anzusteuern, wo die Schüler aus der 6.1 in ihren Sketchen mit Vorurteilen aufräumten. Schließlich trinken nicht nur Franzosen Wein, sondern auch Deutsche, und „Atemlos“ durch die Straßen hetzen sieht man auch Franzosen, während sich einige Deutsche durchaus Zeit lassen, genüsslich in der Gegend herumzuschlendern und wie ihre Nachbarn für einen Flirt schon einmal einen anderen Termin verschieben.
Von der Seine in den Big Apple
Von der „Stadt der Liebe“ ging es erneut über den großen Teich, wo die Fluggäste bereits von einem Trio erwartet wurden, das sie in New York mit dem Hit „Say something“ empfing. Zurück in Europa ging die Revue mit einem Rap von Mehmet Tuz in der Türkei weiter, um nach einem Zwischenstopp im Rheinland mit einem „Tex Waltherscheid Solo“, vorgetragen von StARS-Lehrer Robert Graul, den Varieté-Abend im Kosovo mit den Tänzen einer „Albanischen Hochzeit“ nach 80 Minuten zu beenden.
Nach einem kolumbianischen Zumba mussten sich auch die „Fluggäste“ stärken.
