Pfarrkirche St. Pantaleon Unkel
Innensanierung kann beginnen
Unkel. Endlich ist es so weit: Die Innensanierung der Pfarrkirche kann beginnen. Die Sanierung des Kirchenraums war bereits 2013 angedacht, wurde aber durch das Erzbistum zugunsten laufender Ausbaumaßnahmen vieler Kindertagesstätten zur Aufnahme von Kindern unter drei Jahren auf das Jahr 2014 verschoben. Der Antrag auf kirchliche Baugenehmigung (Gesamtkosten: 319.048,78 Euro einschließlich Mehrwertsteuer) wurde im Finanzausschuss des Erzbistums in Köln genehmigt, so dass die Sanierung nun beginnen kann. Die Kirche bleibt vorerst geschlossen. Der Zeitraum der Innensanierung ist bis Anfang Dezember 2014 geplant. Die Gottesdienste werden für diese Zeit in die Christinenstiftkapelle verlegt. Zunächst werden unbewegliche Einrichtungsgegenstände wie Altäre, Kanzel und Orgel vor Staub und Beschädigung geschützt. Von Feuchtigkeit belastete Wandputze der Sockelzonen werden erneuert, alsdann kann zur Bearbeitung der Wand- und Gewölbeflächen das Raumgerüst eingebracht werden. Die Wand- und Gewölbeflächen und deren Architekturelemente wie Gesimse, Pfeiler, Gurtbögen und Maßwerk werden unter Beibehaltung des Farbkonzeptes malertechnisch überarbeitet.
Die künstlerisch wertvollen Kirchenfenster aus der Zeit von 1869 bis 1905 werden durchrepariert wie etwa Reparaturen am Blei-Netz, Ersatz von gesprungenen Gläsern, Ergänzungen der Glasmalereien sowie Rostschutzbehandlung der Windeisen und Reinigung der durch Ruß verschmutzten Gläser. Klimamessungen der Vergangenheit haben zu hohe Raumluftfeuchten ergeben, daher werden die vorhandenen mechanischen Lüftungsflügel der Fenster mit einer motorischen Ansteuerung versehen, wodurch die Feuchtigkeit der Raumluft reduziert werden kann.
Die Ansteuerung der Lüftungsflügel erfolgt zukünftig von der äußeren und inneren Luftfeuchte abhängig, durch Erweiterung der Regelungstechnik der Heizung. Die Beleuchtung wird ebenfalls überarbeitet, so sollen im Altarraum die Neonleuchten der Wände moderner LED-Technik weichen, für die abgependelten Leuchten des Kirchenschiffes ist eine Umrüstung oder Erneuerung vorgesehen, da es keinen Ersatz mehr für das Überfangglas gibt. Die Elektroverteilungsanlage sowie die Lautsprecheranlage werden auf den Stand der Technik erneuert. Die ausgelagerten Kirchenbänke werden vom Schreiner durchrepariert und erhalten neue Kniepolster, maßangefertigte Schränke und Regale werden zur Unterbringung diverser Utensilien benötigt. Reparaturen an vorhandenen Schränken der Sakristei sowie des Turmportals werden vorgenommen.
Kleinere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Möglichkeit, in der Sakristei auch warmes Wasser entnehmen zu können, runden den Sanierungsumfang ab. Der Wiedereinzug in die Kirche ist dann mit der Aktion „Leer-Raum-Kirche“ geplant:
Die Kirche soll während der ersten Wochen nach der Innensanierung ohne die Kirchenbänke erlebbar sein. Diese Leere soll einen neuen Blick auf den zwar sanierten, aber vermeintlich vertrauten Raum ermöglichen und als Einladung an die Besucher des Gotteshauses gelten, Sitzmöbel aus dem eigenen Bestand mitzubringen und an einem persönlich zu wählenden Platz im Kirchenraum aufzustellen. Alle hoffen, dass die Baumaßnahme mit ihren verschiedenen Gewerken zügig und ohne Komplikationen gelingt und im Dezember die Kirche in neuem Glanz erstrahlt. Der finanzielle Eigenanteil der Kirchengemeinde wird hoffentlich durch Spenden gedeckt. Den Hauptteil der Kosten trägt das Erzbistum Köln. Spenden für die Innensanierung der Pfarrkirche nimmt der Kirchbauverein weiterhin gern entgegen.
