Lokalsport | 20.01.2016

Jusos Rheinschiene luden Flüchtlinge und Einwohner zum näheren Kennenlernen ein

Internationales Fußballturnier für Flüchtlinge

Gemischte Teams spielten auf den "Plantage-Spielfeldern" in Linz

Die Spieler der „Pflaumen, Kirschen, Bananen und Zitronen“ bestritten das kleine und große Finale, das die sauren Früchte für sich entschieden.  DL

Linz. Zu einem „Internationalen Fußballturnier“ hatten die „Jusos Rheinschiene“ in die Sporthalle am Miesgesweg Flüchtlinge und Einwohner eingeladen.

„Ziel ist es natürlich, durch das sportliche Aufeinandertreffen der gemischten Teams aus männlichen und weiblichen Spielern Berührungsängste abzubauen und in Zeiten ausufernden rechten Hasses ein klares Zeichen zu setzen für eine tolerante, freie und solidarische Gesellschaft“, erklärte der Rheinbrohler Florian Kluwig. Er gehört neben seinem Ortsvereinskollegen Lucas Bednarz und dem Erpeler Martin Diedenhofen, der schon im Herbst vorigen Jahres in Unkel mit Erfolg ein entsprechendes Turnier zusammen mit Nina Thyssen organisiert hatte, den Linzern Fabian Collu und Stephan Ehrenberg zu den Gründungsmitgliedern, die nach jahrelanger Abstinenz wieder eine Arbeitsgruppe junger Sozialisten aus den Verbandsgemeinde Bad Hönningen, Linz und Unkel gebildet haben, um sich aktiv am gesellschaftlichen und politischen Geschehen zu beteiligen und sich insbesondere für die Belange jüngerer Bürger einzusetzen.

„Aktuellstes Thema ist momentan natürlich der Zustrom Asylsuchender, der uns alle vor ganz neue Herausforderungen stellt.

Wir Jusos haben uns entschlossen, diese anzugehen und den Flüchtlingen bei der Integration helfend zur Seite zu stehen“, betonte Florian Kluwig. So engagiere sich Martin Diedenhofen etwa in Erpel in Deutsch-Sprachkursen. Natürlich würden die Jusos die Ängste und Sorgen in weiten Teilen der Bevölkerung ernst nehmen. Abgebaut werden könnten diese aber nur, indem man sich besser kennenlerne.

Das könne man bekanntlich am einfachsten bei gemeinsamen sportlichen Veranstaltungen, wobei sich die Teams zu je fünf bis sechs Spielern in Linz natürlich gemischt aus einheimischen Spielern und denen der Asylsuchenden zusammensetzten.

„Von den ursprünglich 14 geplanten Teams sind immerhin zwölf erschienen, die wir in zwei Gruppen aufgeteilt haben. Als Namen für die Teams haben wir uns angesichts der noch vorherrschenden Sprachschwierigkeiten Obstsorten ausgedacht von Bananen über Kirschen bis zu Zitronen“, berichtete Florian Kluwig, während

gerade „Özil“ als Torwart in letzter Sekunde einen Treffer auf Plantage 2, einem der beiden Spielfelder, von „Messi“ hinnehmen musste, der diesen Sieg zwar nicht mit einem Salto, so doch ausgelassen mit einem Rad feierte.

Gerne hätten die Jusos auf der Tribüne mehr Zuschauer begrüßt.

Erlebt hätten sie in der Miesgesweghalle noch längst nicht in der Region heimisch gewordene Spieler, die aber wie Fußballer aus dem Rheinland je nach Temperament und Ehrgeiz verbissen um einen Sieg kämpften und bei einem misslungenen Torschuss extrem frustriert reagierten. Oder auch solche, die am Turnier rein aus Spaß am Spiel teilnahmen, was sie natürlich nicht abhielt, sich über den Erfolg zu freuen.

DL

Um jeden Ball gekämpft wurde in den Gruppenspielen auf zwei „Plantagen“.

Um jeden Ball gekämpft wurde in den Gruppenspielen auf zwei „Plantagen“.

Die Spieler der „Pflaumen, Kirschen, Bananen und Zitronen“ bestritten das kleine und große Finale, das die sauren Früchte für sich entschieden. Fotos: DL

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