Utamara lud in den Linzer Stadtgarten ein
Internationales Kinderfest der Kulturen
Linz. An ihrem jährlichen Kulturtag hatte die Frauenbegegnungsstätte Utamara aus Kasbach zu einem Internationalen Kinderfest in den Linzer Stadtgarten eingeladen. Entsprechend wild ging es oberhalb der Rheinwiese zu, lange bevor Stadtbürgermeister Hans-Georg Faust und Ellen Torak vom Verein Utamara die Besucher von der großen Bühne aus zum Fest begrüßten.
Für den Schutz der Kinder
Das Fest stand unter dem Motto „Zerstört unsere Träume nicht!“. „Zusammen mit Frauen und Familien aus den Kreisen Neuwied, Rhein-Sieg, Westerwald und darüber hinaus wollen wir hier und heute bereits zum zweiten Mal ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und für den Schutz von Kindern setzen, dabei gleichzeitig auf die kulturelle Vielfalt hinweisen, die sich über die scheinbaren Grenzen von Sprache, Religion und Kultur überaus befruchtend wirken kann, wenn man sich auf sie einlässt“, erklärte die Vorsitzende des Integrationsbeirates Kreis Neuwied, die Linzerin Violeta Jasiqi. Als erste übernahmen dann Koma Tekosin aus Köln und das Kinderduo „Saz“ vom alevitischen Kulturverein mit Tanz und Musik beim „Regenbogen der Kulturen“ die Unterhaltung auf der Bühne. Derweil war unten auf dem Rasen bereits in rasanter Wettkampf mit Eierlauf und Sackhüpfen, Hula-Hupp-Reifen und Seilchen-Springen im Gange.
Kulturelle Identität leben
Die Allerkleinsten ließen die Fire-Truck-Hüpfburg in ihren Grundfesten erbeben, während die Erwachsenen Lose der großen Tombola erwarben oder sich für einen langen Nachmittag an den Versorgungsständen wappneten. „Wir stellen die Träume und Bedürfnisse von Kindern bewusst in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Ohne Diskriminierung und Gewaltandrohung haben sie in aller Vielfalt die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten wie ihre kulturelle Identität zum Ausdruck zu bringen“, hob die Vorsitzende des Neuwieder Integrationsbeirats hervor.
Und da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, nutzten Tochter Aurela Jasiqi mit Freundin Anduena Loshaj die Gelegenheit, indem sie kosovarische Lieder auf der Bühne vortrugen. Die Bühne war hingegen einer jungen kurdischen Tanzgruppe aus Troisdorf viel zu klein, so dass sie auf den Rasen umzog, nachdem der lustige Hit „Hey Piraten, aufgepasst, jetzt beginnt der Riesenspaß“ verklungen war. Unheimlichen Spaß verbreitete auch ein lustiger Clown mit roten Wuschelmähne vor allem unter den Allerkleinsten im Stadtgarten, in dem die junge Ronja aktuelle Hits auf kurdisch und englisch schmetterte. Aber auch die „Flashlines“ aus Neuwied sorgten mit ihren Tänzen ebenso wie die afrikanische Tanzgruppe, die aus der Kreisstadt angereist war, für tolle Unterhaltung, so dass die Zeit beim Internationalen Kinderfest von Utamara wie im Flug verging.
Internationale Tänze und Lieder bestimmten das Kinderfest im Stadtgarten. Foto: DL
