Politik | 18.06.2013

Bürger-Initiative Umweltschäden durch die Bahn

Jahresversammlung mit neuen Informationen

Linz. Nach den formellen Abwicklungen der Jahresversammlung im stilvollen Kapellenraum der Senioren-Residenz St. Antonius referierten zum Thema Hans-Jürgen Schneider und Ewald A. Hoppen. Hans-Jürgen Schneider ist Vorstand der Bürger-Initiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. („Rheintal 21“) in Kamp-Bornhofen und als solcher 15 Jahre aktiv. Er berichtete von den zusammengetragenen Erkenntnissen und Erfahrungen. Schneider skizzierte den Verfall von Städten und Gemeinden und forderte angesichts der wachsenden Gütertransporte eine neue Infrastruktur. Und mit dem Einsatz vorhandener neuer Technik könne die Bahn den Lärm reduzieren. Es fehlte nicht sein Hinweis auf nachgewiesene Krankheiten durch Lärm. Gerade im Hinblick auf das aktuelle Zugunglück in Assmannshausen und andere Zugunglücke wies er auf die oft giftigen, explosionsgefährlichen und auch radioaktiven Stoffe hin, die die Güterzüge transportieren. Ewald A. Hoppen referierte über die Organisation und bundesweite Vernetzung von inzwischen 140 Bürger-Initiativen. Die Allianz werde nicht mehr gebraucht, nachdem diese Vernetzung bestehe und die Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V., Hannover mit dem Vorsitzenden Willi Pusch, Kamp-Bornhofen sowohl regional, wie überregional tätig werden könne. Gerd Kirchhoff, Bad Honnef, ist hier Vorstandsmitglied und Hoppen hat einen Sitz im Beirat. Durch nahezu tagesfrische Informationen von einer zentral arbeitenden Stelle in München kann, auch bei Einsprüchen hinsichtlich Gesetzentwürfen, durch in den Initiativen tätige Experten operiert werden. Als frische Information konnte Hoppen weitergeben: Der Schienenbonus ist nicht abgeschafft, sondern besteht für das Rheintal unverändert. Der Novellierung der Schall 03 ist seitens der Initiativen widersprochen. Am 7. Juni wurde eine Entschließung des Bundesrates an die Bundesregierung gerichtet, bestimmte Forderungen zur Lärmreduzierung an die EU zu stellen. Die LL-Sohle ist jetzt zwar zugelassen, aber um die Realisierung der Umrüstung muss gekämpft werden. Immerhin hat am 12. Juni der Schweizer Nationalrat einstimmig entschieden, ab 2020 keine lauten Waggons mit alter Technik mehr fahren zu lassen. Dem Antrag der EU, die Entscheidung auf 2014 und das Enddatum auf 2022 zu verschieben, wurde damit nicht entsprochen. Schließlich musste Hoppen hinsichtlich der Euphorie zur Zulassung der LL-Sohlen Wasser in den Wein gießen: Die Lärmreduzierung um 10 dB (A) wird nur erreicht werden können, wenn die Schienen laufend geschliffen werden. Schon nach 30 Tagen ohne Schleifen reduziert sich die Lärmminderung, und nach 70 Tagen fällt der Reduzierungswert mit 5 dB (A) auf die Hälfte ab. Hoppen stützte sich mit dieser Information auf eine Studie, die nach Praxis-Tests von einem unabhängigen ausländischen Institut erstellt worden ist. Mehr Info unter http://www.bin-gegenlaerm-vg-linz.de. Pressemitteilung der

BIN gegen Bahnlärm VG Linz e.V.

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