110 Jahre Grundsteinlegung der Filialkirche Kasbach
Jubiläum wird an Kirmes gefeiert
16. Juli 1905 steht auf dem Grundstein im Chorraum der Kirche
Kasbach. Kürzlich traf sich eine Gruppe von Kasbachern, um über die diesjährige Maria-Magdalenen-Kirmes zu sprechen. Am 19. Juli soll mit der Kirmes das 110- jährige Jubiläum der Grundsteinlegung der Kirche mit allen jetzigen und auch ehemaligen Gemeindemitgliedern, den Ortsvereinen und allen Interessierten gefeiert werden. Die Feier beginnt um 9.30 Uhr mit dem Festhochamt. Es wird zelebriert vom ehemaligen Ohlenberger Pfarrer Horst Lamerz und dem Erpeler Subsidiar, Pfarrer i. R. Günter Lülsdorf, ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit der Diözese Trier und der Erzdiözese Köln, deren Grenze durch Kasbach verläuft. Frau Gemeindereferentin Ursula Monter vertritt das pastorale Team der Pfarreien-Gemeinschaft Linz. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Chorgemeinschaft Kasbach-Ohlenberg-Unkel und dem Bläser-Corps Kasbach unterstützt. Der Katholische Junggesellenverein Kasbach richtete bis 2003 die Kirmes aus. Nachdem dieser das Vereinsleben wegen Mitgliedermangel ruhen ließ, übernahm die Freiwillige Feuerwehr Kasbach die Ausrichtung der weltlichen Kirmes.
Der ehemalige Verein ist jedoch präsent durch die Kirchenfahne von 1953, die bei Prozessionen und kirchlichen Veranstaltungen mitgetragen wurde.
Die Kollekte an diesem Tag ist für die Renovierung der 110 Jahre alten Fenster bestimmt. Ein entsprechendes Faltblatt mit Dokumentationen über die Kirchenfenster ist ausgelegt.
Beisammensein, Liedvorträge und Kinderunterhaltung
Beim sakramentalen Segen können die Gottesdienstbesucher wieder die alte Kasbacher Turm-Monstranz (Ende 17. Jh.) sehen, mit den, teils noch 100 Jahre älteren, Schaumünzen, die Szenen aus dem Leben Jesu und dem hl Michael zeigen.
Mit einem gemütlichen Beisammensein, zu dem der Gesangverein noch einige Lieder vorträgt, geht die Kirmes im Bürgerhaus weiter. Die Freiwillige Feuerwehr Kasbach kümmert sich um Speisen und Getränke. Auch für Kinderunterhaltung ist gesorgt. Hier kann man noch für die Kirchenfenster spenden und seinen Obolus in eine Spendenbox stecken.
Auf Stellwänden wird über das kirchliche und gesellschaftliche Leben in Kasbach während der letzten Jahrzehnte informiert. Man erfährt so manche Anekdote und kleine Geschichte von den älteren Mitbürgern.
Ein altes Foto von 1906/07 zeigt beide Kapellen in Kasbach, die alte Michaelskapelle, die am Eingang zum Hödenbusch stand, und die heutige Filial-Kirche.
Ein anderes Bild aus dieser Zeit lässt in einem Blick Richtung Linz ahnen, wie wenige Häuser und Einwohner es in Kasbach gab. So erscheint der Kirchenneubau 1905 bis 1906 umso bewundernswerter.
Gewiss ist das damalige Engagement für die Einwohner des heute mindestens doppelt so großen Ortes Kasbach ein Ansporn, ihre schöne Kirche zu erhalten als Besinnungs- und Ruhe-Stätte für alle Menschen guten WIllens.
