Deutsches Sportabzeichen in der Verbandsgemeinde Unkel verliehen
Karl Hammers Leistung ist „der Hammer“
88-Jähriger legte bereits zum 50. Mal das Abzeichen in Gold ab - Zahlreiche weitere Sportler ausgezeichnet
Unkel. Erfolgreiche Absolventen des Deutschen Sportabzeichens konnte der Unkeler Verbandsgemeindebürgermeister Karsten Fehr am Sonntagnachmittag im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes begrüßen. „Ich freue mich, so viele bekannte Gesichter vor mir zu sehen, die bereits mehrfach mit dem Sportabzeichen ausgezeichnet wurden“, so Fehr. Erstmals dabei waren Finnegan Bornheim (Jugend Bronze), Stefan Diehl (Erwachsenen Bronze) sowie Christine Marbach-Jörn und Kerstin Jakoby-Diehl (Erwachsenen Silber) und Roland Bornheim und Norbert Konrad (Erwachsenen Gold).
„Eingeführt worden ist das Deutsche Sportabzeichen 1913. Bis heute soll dieser ‚Sportorden‘ unter dem Leitgedanken ‚Olympia für jedermann‘ Anreiz zu persönlicher Fitness geben sowie dazu animieren, die eigenen Leistungsgrenzen zu erfahren und zu erweitern“, betonte Karsten Fehr.
Zahlreiche Goldene und Silberne Abzeichen
Nach Unkel entsandt hatte der Deutsche Sportbund Werner Dötsch aus Linz, um eine ganz besondere Ehrung vorzunehmen. Nachdem Hans-Willi Korf als Übungsleiter des SV Unkel und Karsten Fehr an Patrick Euskirchen (3) und Charlotte Bauch (9) die Urkunden für Jugend Silber sowie an Hanna Euskirchen und Swenja Diehl (je 3) für Jugend Gold ausgehändigt hatten ebenso wie bei den Erwachsenen an Wolfgang Reimann (3), Hans Bierbaums (25) und Maria Schenkelberg (42) die Urkunden für Silber sowie an Andreas Jörn (3), Judith Mohr (4), Manuela Stürner (5), Rudolf Metzen (7), Andreas Bauch (10), Claudia Bauch (14), Juliane Schorn-Orth (16), Dieter Rechmann und Inge Haack (19), Rainer Menden und Bernd Prangenberg (23), Hans-Günter Pertz (26), Manfred Kautzky (27), Günter Bornheim (32), Regina Weichsel (39), Rudolf Weichsel (40) und Korf (44) die für das Sportabzeichen in Gold, kündigte Fehr an: „Und jetzt kommt der Hammer!“
Gemeint war das natürlich wörtlich, hatte Karl Hammer doch seit 1964 ohne Unterbrechungen Jahr für Jahr die Leistungen für das Goldene Sportabzeichen erbracht. „Dem in der Presse üblichen Slogan ,Fit durch Sport‘ müsste man Ihr Bild und natürlich Ihr Geburtsdatum anhängen“, erklärte Werner Dötsch. Höchsten Respekt zollte er vor allem den Leistungen des mittlerweile 88-Jährigen, der etwa für die 50-Meter-Strecke lediglich 6,8 Sekunden benötigt hatte. „Von mir bekommen Sie heute nur Ihren Leistungsnachweis und die Urkunde, weil der Sportbund so herausragende Sportler wie Sie wahrscheinlich im April auf der Marxburg mit dem Goldenen Abzeichen auszeichnen wird“, so Dötsch zu dem SV-Aktiven, der im Dezember 1963 die Abteilung „Ski“ im Sportverein ins Leben gerufen und diese bis zu seiner Ernennung zum Ehrenabteilungsleiter im Februar des Vorjahres auch durchgehend geleitet hatte.
Ein Teil der Unkeler Sportgeschichte
„Ich erinnere mich noch gut, als Sie das erste Goldene Sportabzeichen bekamen, hatten Sie hier in Unkel schon das Schwimmbad und den Sportplatz. Wir mussten in Linz unten am Gestade laufen, und das Wasser in unserem Freibad war entweder glasklar und eiskalt oder angenehm temperiert, dafür aber dann grasgrün“, so Dötsch.
Willi Dühsdorf habe die SV-Sportler Anfang der 60er-Jahre motiviert, das deutsche Sportabzeichen abzulegen, so Karl Hammer. „Meine ersten Leistungsnachweise hat noch der Erpeler Lehrer Peter Becker abgenommen, der 1972 als Bahnrichter bei der Olympiade in München mit dabei war“, erinnerte sich der Geehrte.
Abschließend wurde Stefan Diehl mit Ehefrau Kerstin und Tochter Swenja zum ersten Mal mit dem Familiensportabzeichen ausgezeichnet, während Günter Bornheim dieses bereits zum dritten Mal in Empfang nehmen konnte, dieses Jahr mit den „Ersttätern“ Schwiegersohn Roland und Enkel Finnegan. Bereits zum elften Mal bekamen Andreas, Claudia und Charlotte Bauch die Urkunde für das Familiensportabzeichen.
