Bürgerverein Heister feierte Sankt Sebastianus-Kirmes
Karl-Heinz Buchmüller konnte sich den Traum vom Bürgerkönigsein erfüllen
Höhepunkte waren zunächst der Königsball und am Sonntag der Bürgerfrühschoppen nach der Festmesse
Unkel. „Unser Heisterer Bürgerkönigspaar, Karl-Heinz und Marlies Buchmüller, es lebe hoch!“, kommandierte der Vorsitzende des Sankt Sebastianus Bürgervereins, Helmut Bürger, am frühen Samstagabend vor dem Königshaus an der Heisterer Ley.
Dorthin hatte er zusammen mit seinem Stellvertreter Knut von Wülfing den vom Selhofer Tambourcorps „Freiweg“ 1925 musikalisch angeführten Festzug geleitet. Wärmstens empfangen wurde dieser dort natürlich von den Majestäten mit ihren Ehrenpaaren Ursula und Hans-Willi Euskirchen, Gudrun und Willi Korf, Edith und Hans-Georg Buchmüller sowie Brigitte und Herbert Buchmüller. „Einmal König sein in Heister am Rhein, Schützenkönig sein vom Bürgerverein“, davon hatte Karl-Heinz Buchmüller die zurückliegenden acht Jahre geträumt. „Ich hatte aber immer Pech. Jedes Mal hat immer der Schütze, der genau vor mir an der Reihe war, den Rumpf zu Fall gebracht“, erinnert das Ehrenmitglied des Vereins, das sich seit über 50 Jahren als Küster um das Kleinod des südlichen Unkeler Stadtteils, die Sankt-Sebastianus-Kapelle, kümmert.
Karl-Heinz Buchmüller und der goldene Schuss
Umso größer war die Freude kurz nach der Goldhochzeit von Marlies und Karl-Heinz Buchmüller, als dem Ehrenmitglieder des Vereins beim ersten Königsschießen mit Luftgewehr im Bürgerhaus der Goldenen Schuss gelungen war. „Es hat aber unheimlich lange gedauert, bis sich Karl-Heinz gegen Doris Heß, Hermann Müller, Michael Stehle, Gerd Kaufer und Otto Fenske durchsetzen konnte. Nachdem das eigentliche Königsschießen erst nach fünf Stunden begonnen hatte, konnten wir Karl-Heinz erst um 20.33 Uhr nach insgesamt 538 Schüssen als unsere neue Majestät feiern“, erinnerten sich die beiden Brüder des Bürgerkönigs.
Der wurde zusammen mit seiner Königin in einer per Einachser gezogenen Kutsche durch den Ort gefahren, bevor der Königszug im Bürgerhaus ankam. Dort spielten „Die Steiner“ dann zum Königswalzer auf, mit dem das Königspaar eine rauschende Ballnacht einleitete.
Trotzdem konnte die kleine Kapelle am Sonntagvormittag die Besucher nicht fassen, die sich die von Pfarrer Günter Lülsdorf zelebrierte Sankt-Sebastianus-Kirmesfestmesse nicht entgehen lassen wollten. Wie am Vorabend den Königszug begleitete anschließend wieder das Selhofer Tambourcorps den Festzug durch den Ort zum traditionellen Kirmes-Frühschoppen in das Bürgerhaus, wo die Festgesellschaft um Karl-Heinz und Marlies Buchmüller an der Königstafel Platz nahm.
„Wir haben dieses Jahr ja ungewöhnliches Glück mit dem Wetter bei unserer sogenannten Winterkirmes. Statt durch Eis und Schnee oder dick eingemummelt im Schutz von großen Regenschirmen konnten wir gestern Abend und gerade eben bei nahezu frühlingshaften Temperaturen, vor allem aber im Trockenen unsere Züge absolvieren“, freute sich Helmut Bürger, bevor die Musiker aus Selhof den Frühschoppen offiziell eröffneten. Zu diesem hieß der Vorsitzende als Ehrengäste Pfarrer Günter Lülsdorf, Stadtbürgermeister Gerhard Hausen und den VG-Chef Karsten Fehr sowie dessen Vorgänger im Amt, Werner Zimmermann, willkommen sowie die Erpeler Beigeordnete Gisela Stahl in Vertretung von Bürgermeisterin Cilly Adenauer.
Hoher Besuch von weither
Begrüßen konnte Helmut Bürger zudem das Scheurener Königspaar Peter und Melanie Srol samt dem Vorsitzenden des befreundeten Bürgervereins, Jörg Schröder. Seit alters her mit Heister eng verbunden ist der Erpeler Bürgerverein, dessen Königspaar Joyce Argo und Jürgen Oguz die Stadtgrenze überwunden hatten. Noch weiter war die Anreise des Unkeler Bürgerkönigspaares, Klaus Osthaus und Claudia Heimbach, das zu Ehren von Karl-Heinz und Marlies Buchmüller sogar das heimatliche Kamen verlassen hatte.
Sie, wie auch die Ehrenmitglieder Georg Buchmüller und Bruder Karl-Heinz sowie Werner Zimmermann, wurden zeuge, wie Helmut Bürger und Knut von Wülfing dem treuen Mitglied Hans Breker zu seinem Silberjubiläum gratulierten.
„Bereits seit 40 Jahren hält Reinhold Thomalla unserem Verein die Treue, ebenso wie Rudolf Saal, der heute leider verhindert ist“, so der Vorsitzende, der anschließend die Pfänderschützen auszeichnete. Mit dem 74. Schuss hatte Knut von Wülfing Ende Oktober den linken Flügel zu Fall gebracht, zwei Stunden später war Georg Buchmüller mit dem 182. Schuss beim rechten Pendant erfolgreich gewesen.
„Den Kopf unseres Königsvogels hat sich Jürgen Schmidt mit dem 222. Schuss gesichert, bevor Liesel Müller nach insgesamt fünf Stunden mit dem 330. Schuss den Schweif zu Fall gebracht hatte“, erinnerte sich Helmut Bürger, während sich draußen im Foyer des Bürgerhauses bereits der Erpeler Gesangverein Cäcilia Eintracht auf seinen Auftritt vorbereitete.
Herbert Bürger und Knut von Wülfing flankierten die Jubilare Reinhold Thomalla und Hans Breker.
