Herbstaufführung des Theaterkreises Sankt Pantaleon
Komödiantische Fähigkeiten voll ausgespielt
Hoch her geht es beim Verwechslungsspiel um Brammel, Mayer & Co
Unkel. Eigentlich hatte sich der Unkeler Metzgermeister Guido Brammel (Daniel Wester) nur ein idyllisches Liebesabenteuer mit seiner Wurstverkäuferin Rosi Ritter (Carmen Wolter) gönnen wollen. Da er sich dafür aber ausgerechnet das kleine, heruntergewirtschaftete Hotel „Sonne“ in Linz ausgesucht hat und dort auch noch unter dem Namen Mayer absteigt, kommt alles ganz anders als geplant, eben wie es sich gehört für eine Posse, die sich der Theaterkreis Sankt Pantaleon für seine Herbstaufführungen ausgesucht hat. Neben bekannten Gesichtern spielen dieses Mal mit David Schneider und Lucas Ponten direkt zwei Neulinge mit, die sich aber nahtlos in das komödiantische Team unter der Regie von Alex Tomschke einfügen. Und dieser hat gleich drei weitere Aufgaben, verkörpert er doch Gustav Frosch, den Barkeeper, Portier und Geschäftsführer der „Sonne“. Ihm zur Seite steht Giselle (Birgit Monschau), die als Zimmermädchen und Köchin für das Wohlergehen der Gäste sorgt. Zu diesen zählt ein amerikanischer Millionär, der sein Kommen als Rinderbaron Mayer angekündigt hat. Guido Brammel trägt sich jedoch vorsichtshalber als Mayer im Hotel ein und wird so, natürlich ohne es zu wissen, zum Rinderbaron. Während er sich mit Rosi ins Lotterbett verzieht, stürzt seine Frau Elvira (Annette Grins) samt Sohn Egon in das Hotel. Da ihre Freundin Krötenbach das Techtelmechtel ihres Guidos mit Rosi gesteckt hat, tobt sie. Muss dann aber doch unverrichteter Dinge abziehen, da kein Herr Brammel in der Sonne gemeldet ist. Noch nicht, denn nur wenige Augenblicke später wählt der richtige Mayer (Lucas Ponten) eben diesen Namen. Zusammen mit seiner ständigen Begleiterin Lotte Huhn (Gabi Schlüter) ist er vielmehr als Betrüger unterwegs. Und so fängt es an, in der „Sonne“ drunter und drüber zu gehen. Dafür sorgt nicht nur der verschlafene, versoffene, hemmungslose „Frosch“, sondern auch das „Hühnchen“. Ob Kommissaar Lauer (Stefan Schmitz) tatsächlich Licht in die finstere „Sonne“ bringen kann, erfährt man nur, wenn man sich noch eine der Restkarten für die Aufführungen am Donnerstag und Freitag, 14./15. November, ab 20 Uhr, oder am Samstag, 16. November, ab 19.30 Uhr bei Stefan Florian, Frankfurter Straße, besorgt. Es lohnt sich, denn „Good morning Mister Mayer“ ist eine Posse, die in allen drei Akten vor derber Komik strotzt, wobei es der Pantaleon-Komödianten wieder einmal grandios gelingt, die übertriebenen Situationen kräftig auszuspielen.
