Politik | 13.06.2015, 10:49 Uhr

MdB Erwin Rüddel kam zu einem Informationsaustausch ins Linzer Krankenhaus

Krankenhausreform bringt viele Verbesserungen

Die Krankenhausreform 2015 erörterten in Linz (v.l.): Stadtbürgermeister Dr. Hans Georg Faust, Stiftungsvorstand Dr. jur. Hartmut Münzel, Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel, Verwaltungsdirektor Thomas Werner und Stiftungsgeschäftsführer André Tillmann. privat
45

Linz. „Wir werden Ärztenetze stärker fördern“, lautete eine zentrale Aussage des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel beim Besuch des Franziskus Krankenhauses. Die Erörterung und der Austausch zur Krankenhausreform 2015 standen im Mittelpunkt eines Gesprächs mit Verwaltungsdirektor Thomas Werner, Stiftungsvorstand Dr. jur. Hartmut Münzel, Stiftungsgeschäftsführer André Tillmann und dem Linzer Stadtbürgermeister Dr. Hans Georg Faust.

Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel, der pflegepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ist, unterstrich, dass auch zukünftig eine qualitativ hochwertige medizinische Krankenhausversorgung sichergestellt und die Kliniken gut erreichbar sein müssten. „Die von einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe erarbeiteten Eckpunkte zielen auf einen von der Patienten-Versorgung her gedachten bedarfsgerechten Umbau der Krankenhausversorgung ab. Denn Patientinnen und Patienten müssen sich auf eine hochwertige Versorgung im Krankenhaus verlassen können“, betonte der Abgeordnete.

Deshalb müssten auch in der Fläche Krankenhäuser erhalten bleiben. Jedoch werde nicht mehr jedes Krankenhaus alle derzeitigen Abteilungen vorhalten können. Eine optimale medizinische Versorgung im Krankenhaus erfordere in Zukunft von den Patienten, auch längere Wege in Kauf zu nehmen. Grundsätzlich müsse aber die medizinische Grundversorgung auch weiterhin sichergestellt sein. „Ich wäre froh, wenn es neben Neuwied eine zweite Notdienstzentrale in Linz gegeben hätte“, äußerte Rüddel.

Der Linzer Stadtbürgermeister, selbst Facharzt und ehemaliger CDU-Gesundheitspolitiker auf Bundesebene, lenkte den Blick auf den „in vielen Regionen größten Arbeitgeber Krankenhaus“. Dabei unterstrich der Linzer Stadtchef, dass bei der Krankenhausplanung der Länder Qualität eine stärkere Rolle spielen und gute Leistungen besonders vergütet werden müssten. Schließlich könnten gute Versorgung und Pflege im Krankenhaus nur gelingen, wenn Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenschwestern und Pfleger nicht dauerhaft überlastet seien. „Deshalb stellen wir mit einem Pflegeförderprogramm insgesamt 660 Millionen Euro zur Verfügung, damit Krankenhäuser zum Beispiel für die Betreuung von demenzkranken und pflegebedürftigen Patienten mehr Pflegekräfte einstellen können. Mit einem Strukturfonds unterstützen wir die Länder dabei, notwendige Umstrukturierungen zur Verbesserung der Versorgung voranzubringen. Dafür werden 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, wenn sich auch die Länder in gleicher Höhe beteiligen. Insgesamt steht damit bis zu einer Milliarde Euro für Umstrukturierungen zur Verfügung“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Ebenfalls hingewiesen wurde auf Korrekturen, die am bestehenden System vorgenommen werden, um die Patientenversorgung zu verbessern. Patientinnen und Patienten sollen sich darauf verlassen können, dass bestehende Fehlanreize beispielsweise zur Fallzahlsteigerung beseitigt und die Qualität der Krankenhausbehandlung auf allen Ebenen gestärkt werden. Erörtert wurde gleichfalls die bisher strenge Grenzlegung zwischen „stationär“ und „ambulant“ und wie diese zukünftig überwunden werden könne.

Pressemitteilung

Erwin Rüddel, MdB (CDU)

Die Krankenhausreform 2015 erörterten in Linz (v.l.): Stadtbürgermeister Dr. Hans Georg Faust, Stiftungsvorstand Dr. jur. Hartmut Münzel, Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel, Verwaltungsdirektor Thomas Werner und Stiftungsgeschäftsführer André Tillmann. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Aufruf zur Mahnwache für Meinungsfreiheit, Veranstalter: Gruppe Neuwied - Amnesty International / http://www.amnesty-neuwied.de
125

Neuwied. Die Neuwieder Gruppe der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu einer stillen Mahnwache für Meinungsfreiheit ein. Die Veranstaltung findet am 14. November 2026 ab 11 Uhr am Engel der Kulturen in Neuwied statt und dauert eine Stunde. Die Teilnehmer werden gebeten, schweigend teilzunehmen und auf Redebeiträge zu verzichten.

Weiterlesen

Ellen Demuth MdB
66

Neuwied-Altenkirchen. Ellen Demuth MdB begrüßt die geplanten Verbesserungen bei der Förderung beruflicher Fortbildungen und beim BAföG. Der Deutsche Bundestag hat in der vorletzten Oktoberwoche über zwei entsprechende Gesetzentwürfe der Bundesregierung beraten. Während die BAföG-Reform Studierende sowie Schülerinnen und Schüler finanziell entlasten soll, sieht die Reform des Aufstiegs-BAföG insbesondere bessere Förderbedingungen für Meister, Techniker und Fachwirte vor.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Martinsmarkt Adendorf
Angebot Goldener Werbeherbst
Titelanzeige
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Aktion Goldener Herbst KW 45
Anzeige Käufmannische Sachbearbeitung Versand
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
3682

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen