Linzer Möhneessen zum Jubiläum
Kulinarische Highlight: "Hochwasser Kanapee"
Linz. Die Linzer Möhnen sind traditionell und pünktlich um 19:11 Uhr mit dem Martinslied in den großen Saal des Hotels Weinstock einmarschiert. Als Obermöhne Renate Weber das Publikum begrüßte, tobte der Saal zum ersten Mal an diesem Abend. Es ist ein Jubiläumsjahr für die Möhnen, die in dieser Session den 85. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass bekam jede Möhne ein kulinarisches Highlight das neu getaufte "Hochwasser Kanapee" und einen Geburtstagsorden. Die Möhnen, die an dieser tollen Sitzung leider nicht teilnehmen konnten, können ihren Geburtstagsorden gerne im Stoffhaus Wendel abholen. Nach dem kulinarischen Teil, gab es für die Obermöhne Renate Weber eine kleine Überraschung. Hans Meyer von den Rheinischen- Karnevals- Korporationen- Koblenz e.V. überreichte Renate Weber die Ehrennadel in Gold für ihre 20-jährige Tätigkeit als Obermöhne. Dank und Anerkennung für die sich immer aufopfernde Renate Weber stand im Vordergrund dieser Ehrung.
Bewegende Worte zum Abschied
„Das ist in der heutigen Zeit und Gesellschaft sicherlich nicht mehr selbstverständlich“, so Hans Meyer. Im Anschluss hat Jutta Demuth, die 20 Jahre im Vorstand der Möhnen aktiv und engagiert mitgewirkt hat, ihre Nachfolgerin, Eva Dech, in ihrer neuen Funktion begrüßt. „Du wirst das mindestens genauso gut, oder besser machen“, so Jutta Demuth mit bewegenden Worten zum Abschied. Danach ging es für den reichlich gefüllten Saal endlich mit dem Unterhaltungsprogramm los. Als erstes durften dieses Mal die Rheinbrohler Tanzbärchen für Stimmung sorgen, gefolgt von zwei wirklich gelungenen Sketchen, 1. „der Wunschpunsch“, mit Eva Dech, Alice Klein, Martina Kremer, Trudi Schmahl, Petra Kamp und Anja Fossemer-Rothbrust und 2. „ Der Erlkönig“ vorgetragen von Dorothee Burkard und Evelyn Wendel. Beide Sketche waren wirklich grandios.
Wadenwärmer für den Prinz
Und dann kam er endlich, der diesjährige Linzer Prinz, Christian I. Er kam, wie immer nicht alleine, hatte aber anders als sonst, ganz getreu dem Kölner Motto den Bauer und die Jungfrau dabei. Die Möhnen bewunderten nicht nur Bauer (Markus Bouillon, ‚Bully‘) und Jungfrau (Patrick Stein, ‚Stone‘) sondern ganz besonders die schlanken Waden des Prinzen. Als Schutz vor der kühlen Jahreszeit bekam Prinz Christian I. ein Paar Wadenwärmer von den feinfühligen Möhnefingern an die schlanken Waden angelegt, bevor er sein musikalisches Talent unter Beweis stellen musste. Auch Prinz Christian zeigte sich mit seinem Gefolge sehr großzügig und beschenkte die Möhnen mit einem handwerklichen Meisterstück, einem Schaukasten mit historischen Möhneorden. Sicherlich ist die Sammlung nicht ganz vollständig bis ins Gründungsjahr zurück, aber jeder der noch einen fehlenden, alten Möhneorden hat, kann diesen gerne der Obermöhne zur Verfügung stellen.
Außer Rand und Band
Außer Rand und Band war das Publikum als die dynamischen Tänzer mittleren Alters‚ das Männerballett aus Etscheid, unter Leitung von Petra Ewens mehrere Tänze vorführte: optisch und akustisch sehr gelungen! Dann kam der weihnachtliche Teil: "Das Krippenspiel", vorgetragen von Christine Brandt. Das Finale wurde mit weihnachtlicher Musik vom Feinsten durch Susi Degen, Steffi Reuter, Jupp Reuter und Jannik Burkard eingeleitet, bevor der Elferrat der Möhnen mit einem festlichen Weihnachtsbaum die ganze Bühne ausfüllte. Der Weihnachtsbaum war geschmückt mit singenden Weihnachtskugeln, die mit vollen Stimmen Lieder, wie "Oh Tannenbaum" und "Kutt joot heim" anklingen ließen. Zum Abschluss bekam noch jede Möhne den traditionellen Weihnachtsstern.
