Allgemeine Berichte | 06.02.2013

Kunst- und Religionsgeschichte auf die kölsche Art

Jürgen Becker präsentierte sein Programm „Der Künstler ist anwesend“ in der Linzer Stadthalle

Jürgen Becker erläutert den Zuschauern seine Interpretation von Kunst. JFR

Linz. Viele kennen ihn aus der Sendung „Mitternachtsspitzen“ des WDR. Doch am Freitag konnten ihn die Linzer live erleben: Jürgen Becker.

Zeitreise durch Kunst und Religion

Mit seinem Programm „Der Künstler ist anwesend“ flog er geradezu durch die kunsthistorische Zeitgeschichte und verwies immer wieder auf das Spannungsfeld Religion und Kunst. Der kölsche Kabarettist ließ es sich nicht nehmen dem Publikum ein fundiertes Wissen über Religion und Kunst zu vermitteln.

So genossen die Zuschauer in der prall gefüllten Stadthalle eine komödiantische Fortbildung in gewohnter Art und Weise und zum Schluss gab es noch die wohlverdiente Erfrischung: Frei-Kölsch für alle Anwesenden. Welches nach so viel Lachen die heißeren Kehlen kühlte.

Aktuelle Bezüge

Auch die Moral der katholischen Kirche, die aktuellen Ereignisse in der Politik, sowie das Thema Multikulturalität wurden von Becker auf den Arm genommen. Er spielte mit Klischees, ohne dabei den Anspruch auf intelligente Unterhaltung abzulegen. Die Anspielungen bewegten sich dabei meist oberhalb der Gürtellinie.

„Maria versohlt dem Jesuskind den Arsch“

Jürgen Becker erklärte anhand des provokanten Bildes „Maria züchtigt den Jesusknaben vor drei Zeugen“ von Max Ernst den Zusammenhang von Kunst und Religion und übertrug die Interpretation des Bildes auf alltägliche Situationen, die vielen im Publikum wohlbekannt waren.

Kreissparkasse auf dem Drachenfels

Der Kabarettist griff auch das umstrittene Bauwerk auf dem Drachenfelsen in Königswinter auf. Wobei er an diesem regionalen Beispiel kein gutes Haar lies. Nach Becker zu urteilen, könnte es sich auch um ein Finanzamt, eine Gesamtschule oder um eine Kreissparkasse handeln und es füge sich nicht in die Umgebung ein.

Becker bietet Antworten

Becker versuchte ebenfalls die viel diskutierten Fragen zu beantworten, was eigentlich Kunst sei und wofür es sie überhaupt gibt. Über diese Themen werden ganze Bücher geschrieben und Vorlesungsreihen gehalten. Doch Becker schafft es, in gut zwei Stunden einige Antworten zu geben. Dabei war es von Vorteil, schon eine gute Allgemeinbildung im Bereich Kunst zu besitzen, wenn dies vor dem Besuch des Kabaretts noch nicht der Fall war, wird man mit einem neuen Schatz an Wissen aus dieser Veranstaltung gehen.

Dozent Becker referierte humorvoll

Das Programm, welches an eine Kunst- und Religionsvorlesung erinnerte, verband Wissen mit Kölner Humor, der den Linzern wohl vertraut ist und so hatte das Publikum am Ende auch noch etwas gelernt - so macht lernen Spaß.

Jürgen Becker erläutert den Zuschauern seine Interpretation von Kunst. Foto: JFR

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