Stellungnahme zum Artikel vom 19. April „Energiewende fortführen ..."
Lieber Windkraftanlagen auf Truppenübungsplätzen
Am 19.04.2013 habe ich den Bericht „Die Energiewende fortführen und Innenstädte attraktiv gestalten“ im Blick aktuell gelesen. Ja es wäre für das Landschaftsbild und die davon angezogenen Touristen unverantwortlich, das Rheintal durch die geplante Windkraftanlage (bei Rheinbreitbach) zu verschandeln. Nicht nur der einmalige Blick in das Rheintal vom Rolandsbogen sondern auch vom Ulanendenkmal (Rhöndorf) und vom Drachenfels aus würden ungünstig beeinträchtigt werden. Viele Tausend Touristen die jährlich diese Ausblickpunkte besuchen müssten das neue Panorama mit Unverständnis widerwillig genießen. Die ’selbst ernannten Umwelt-Gurus (Befürworter der Windkraftanlagen)' sollten berücksichtigen, dass a.) laut neuester KfW-Studie für die Herstellung, Installation, Betrieb und der aufwendigen Wartung von Windkraftanlagen mehr CO2 ins Weltall geblasen wird als sie später einsparen, d.h. dass das Klima nicht geschützt sondern noch mehr belastet wird. b.) die geplanten oder bereits Inbetrieb befindlichen Windkraftanlagen nur ca. 15 Prozent des gesamten Stromverbrauches abdecken werden. Alle erneuerbaren Energien zusammen sollen nach dem Endausbau nämlich nur die erzeugte Energie in den Kernkraftwerken (ca. 25 Prozent) ersetzen. Der Rest von 75 Prozent wird auch in Zukunft in Kohle/Gas Kraftwerken erzeugt werden müssen und dass c.) der Betrieb einer Windkraftanlage ohne staatliche Zuschüsse (Steuern) sehr unrentabel ist. Ich schlage vor, noch einmal zu überlegen ob eine Windkraftanlagenerrichtung in einem international anerkannten Urlaubsgebiet wirklich sinnvoll ist. Es gibt genug andere Freiflächen (z.B. frühere Truppenübungsplätze, etc) auf denen Windkraftanlagen errichtet werden könnten. Es ist schließlich auch unsere Verantwortung, das herrliche Rheintalpanorama für die zukünftigen Generationen so zu erhalten, wie es ursprünglich geschaffen worden ist.
Dipl. Ing. Peter Schneider,
Rheinbreitbach
