Allgemeine Berichte | 08.07.2015

Geschichtsverein Unkel

Lieder des Nordens in der „Unkeler Philharmonie“

21. Carl-Loewe-Musiktage in Unkel ein großer Erfolg

Zum 21. Mal war der Carl-Loewe-Musiktage ein wunderbares, musikalisches Ereignis. Privat

Unkel. Mit dem Balladenkonzert ging am vergangenen Sonntag die sechsteilige Konzertreihe der Carl-Loewe-Musiktage zu Ende. Der Geschichtsverein Unkel zieht als Veranstalter eine durchweg positive Bilanz dieser 21. Austragung des jährlichen Musikfestes. Zunächst hatte der 32 Sänger starke Kölner Männergesangverein mit seinen Auftritten in der evangelischen Kirche und anschließend im Palmenhaus des Henkelparks für einen ersten Höhepunkt gesorgt. Der musikalische Nachwuchs zeigte dann beim Kinderkonzert sein gesangliches und instrumentales Können. Ein wahrer Publikumsmagnet ist nach wie vor das Meisterkonzert. Das Unkeler Ehepaar Marc und Joanne Unkel präsentierten in perfekter Harmonie Meisterwerke der romantischen Kompositionskunst für Oboe, Englischhorn und Klavier. Sonaten von Carl Loewe, Edvard Grieg und Robert Schumann wurden von Joanne Walter-Unkel mit leidenschaftlichem Einsatz und sehr einfühlsam interpretiert, unterstützt durch das weiche, fließende Spiel Marc Unkels am Flügel. Der Bonner Kabarettist und Musikwissenschaftler Konrad Beikircher fand viel Beifall des amüsierten Auditoriums für seinen launischen Rückblick auf 2000 Jahre Geschichte des Rheinlandes. Rund 150 Zuhörer genossen das einmalige Ambiente der „Unkeler Philharmonie“, wie Beikircher das Palmenhaus im Henkelpark benannte. Der zauberhafte Blick während der musikalischen Darbietungen durch die raumhohen Fenster in den Park, die Gelegenheit, in der Pause mit einem Glas „Loewe“-Wein im Park zu lustwandeln und die hervorragende Akustik des Saales machten den Konzertbesuch zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Das Kammermusikkonzert stand in diesem Jahr unter dem Motto „Loewe und der hohe Norden“. Hierzu hatte sich das Ehepaar Unkel wieder Künstlerkollegen des Bergischen Symphonieorchesters eingeladen: Doris Lange-Haunhorst (Querflöte) und Martin Haunhorst (Violine) sind dem Loewe-Publikum bereits als hervorragende Solisten bekannt. Der sehr vielseitige Carl Loewe hatte sich auch von Norwegen und Schottland inspirieren lassen. Seine „Zugvögel“, „Schottischen Bilder“ und nordischen Balladen wechselten sich ab mit Stücken aus der Grieg-Oper „Peer Gynt“, Griegs Sonate F-Dur und den Fantasiestücken des dänischen Komponisten Niels W. Gade. Die Besucher des Unkeler Kammermusikkonzerts wussten auch das kleine, feine Büffet in der Pause zu schätzen, das seit Jahren von den Damen des Geschichtsvereins, immer bezogen auf das Motto, diesmal also „nordisch“, bereitgestellt wird. Bei dem Balladenkonzert am Sonntagnachmittag kamen die Liebhaber der berühmten Balladen von Carl Loewe wieder voll auf ihre Kosten. Neu war die Besetzung mit vier Singstimmen der Braunschweiger Oper: Andreja Schmeetz, Sopran, Masami Tanaka, Alt, Yuedong Guan, Tenor und Franz Reichetseder, Bass. Letzterer nutzte seine Kenntnisse als Musikwissenschaftler, um zwei Oratorien Carl Loewes von vielstimmigem Chorgesang für dieses Gesangsquartett umzuschreiben. Die stimmgewaltigen Sänger begeisterten die Zuhörer mit gesanglichen und mimischen Höchstleistungen. Am Flügel begleitet wurden sie von Burkhard Bauche. Er führte das Auditorium kenntnisreich und humorvoll in die Musik Carl Loewes ein und erklärte die weniger bekannten Stücke, wie zum Beispiel aus der Oper „Malekadhel“, die Loewe 1833 in Stettin komponierte. Mit zwei kurzen Bühnenspäßen als Zugabe entließen die Künstler das rundum zufriedene Publikum in den sonnig-heiteren Sommerabend. Der große Zuspruch durch das musikerfahrene Publikum ermutigt den Geschichtsverein, die Konzertreihe auch im nächsten Jahr fortzusetzen.

Zum 21. Mal war der Carl-Loewe-Musiktage ein wunderbares, musikalisches Ereignis. Foto: Privat

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