Bis zum 4. Adventswochenende wird sich das Angebot an den Ständen stetig erweitern
Linzer Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz eröffnet
Linz.Der Traum von einer weißen Weihnacht kann durchaus noch in Erfüllung gehen, auch wenn darauf bei der Eröffnung des Linzer Weihnachtsmarktes nun wirklich nichts hinwies. „Wir haben heute wirklich nicht die besten Wetterbedingungen erwischt“, bedauerte der Vorsitzende der Linzer Werbgemeinschaft, Martin Flöck, beim offiziellen Start. Er begrüßte besonders Stadtmanager Thomas Herschbach, der mit der Tourist-Gesellschaft die Veranstaltung der Werbegemeinschaft ebenso unterstützt hatte wie die Stadt, die vom 1. Beigeordneten Hans Georg Faust vertreten wurde. „Ich freue mich, dass diese Traditionsveranstaltung wieder eröffnet werden kann“, dankte dieser der Werbegemeinschaft und dem Bauhof, von dem die stadteigenen Fachwerkhäuschen aufgestellt worden waren. „Nicht vergessen sollten wir aber auch diejenigen, die mit dem Häuserbau im 15. bis 17. Jahrhundert für die idyllische Umgebung gesorgt und das einzigartige Flair der Bunten Stadt am Rhein geschaffen haben“, so der Beigeordnete. Nun gelte es, dieses Ambiente zu erhalten und zwar nicht nur als Kulisse, sondern als lebendige und menschenfreundliche Altstadt“, so Hans-Georg Faust, bevor er mit „Ab ins Vergnügen, Weihnachten steht vor der Tür“, die Besucher des Marktes auf die Geschenkangebote an den Ständen verwies.
Kunst steht im Mittelpunkt
Deren Zahl ist erheblich geringer als in den Vorjahren, was jedoch vor allem daran liegt, dass auf dem Marktplatz die Getränkestände bis auf einen großen unmittelbar an dem riesigen Weihnachtsbaum gestrichen worden sind. „Wir wollen das Schwergewicht des Weihnachtsmarkts auf mehr Kunstgewerbe verlagern und somit seine Qualität optimieren“, erklärte Martin Flöck. In diesem Sinn habe die Werbegemeinschaft auch das musikalische Angebot während der Wochenenden organisiert. So spielte am Sonntag „Freddi the Piper“ auf dem Dudelsack schottische Weihnachtslieder und auch am 14. Dezember wird er wieder zu Gast in Linz sein. „Am zweiten Adventssonntag spielt dann der Posaunenchor der Trintiatis-Gemeinde Weihnachtslieder und am 3. und 4. Adventswochenende bieten wir Kutschfahrten von Buttermarkt bis zum Burgplatz an“, so der Vorsitzende der Werbegemeinschaft.
Nostalgie-Karussell statt Eisenbahn
„Für die jüngsten Besucher haben wir statt der Eisenbahn wieder ein Nostalgie-Karussell aufbauen lassen mit Ponys und Bär, Elefant und Giraffe als Reittieren, wenn man nicht den Schwanen-Wagen vorzieht“, erklärte Martin Flöck. Und am Sonntagnachmittag kam ja auch noch der Sams zu Besuch in die Stadthalle, so dass die Erwachsenen in Ruhe die Angebote des Weihnachtsmarktes studieren konnten, der sich auch auf den Burgplatz erstreckte, während am Buttermarkt immerhin Wuddy’s und Happy’s Fischbude neben frisch geräuchertem Aal und Forellen sowie Lachs und Matjes auch mit Glühwein und Gerstensaft die Besucher anlockte. „Wir werden an den beiden letzten Adventswochenenden ein noch größeres Standangebot präsentieren können“, so Martin Flöck. Nur am ersten Wochenende in Linz mit dabei war der noch junge bundesweit aktive Verein „Schrittchen für Schrittchen“, der sich für traumatisierte, trauernde und generell seelisch belastete Menschen kümmert. Kirsten Comer warb zusammen mit Viola Brosig und Barbara Reible erfolgreich an dem Stand für den Verein. Die Familie von Pembe Akar hat sich sogar bereit erklärt, ihr „Café am Markt“, Marktplatz 21, demnächst als Anlaufstelle für Projekte zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls im neuen Jahr will die Werbegemeinschaft den Arbeitskreis Weihnachtsmarkt ins Leben rufen, indem der Verein zusammen mit der Politik und kreativen Linzern die Zukunft des Weihnachtsmarkts planen will. „Es ist natürlich unheimlich schwer, anspruchsvolle Angebote nach Linz zu holen, die alle vier Wochenenden hier gebunden wären“, so Martin Flöck. Bei einer Reduzierung auf die beiden letzten Adventswochenenden etwa ließe sich eine Optimierung viel eher bewerkstelligen, dachte er schon einmal voraus, ohne dass damit eine Festlegung erfolgt wäre. Ändern müsse sich aber auf jeden Fall etwas, auch wenn das nicht von heute auf morgen gehen werde, sagte er voraus.
