Linzer Jugendpflegerinnen legten dem VG-Rat ihren Tätigkeitsbericht vor
Mandatsträger sind mit dem Einsatz von Sarah Görden und Wilma Ehlers zufrieden
Linz. Seit Anfang 2006 ist der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Linz, für die er die Personalverwaltung, Buchhaltung, Etatverwaltung und die Abrechnung mit den beiden Mitarbeiterinnen übernimmt. „Auch die Fach- und Dienstaufsicht liegt beim DRK-Landesverband, der zudem die komplette Ausstattung unseres Büros am Bahnhof 33 übernommen hat“, berichtete Sarah Görden dem VR-Rat auf dessen letzter Sitzung vor der Sommerpause.
Die examinierte Haupt- und Realschullehrerin war ab Juni 2010 zunächst 20 Stunden als Jugendpflegerin in Linz tätig. Nachdem Anna Seitz Ende März 2012 ausgeschieden war, hatte sie mit 35 Stunden pro Woche bis Ende August die sechs Jugendtreffs in der VG alleine betreut und das gesamte Ferienprogramm durchgeführt. Seit Anfang September 2012 steht ihr Wilma Ehlers zur Seite, sodass sich ihre Stundenzahl auf wieder 30 Stunden reduziert hat, inklusive der zehn Stunden als Elternzeitvertretung von Stefanie Kiwitt, ehemals Nothdurft, die bis Juni 2014 abgesetzt ist.
Unterstützung von Ehrenamtlichen und Honorarkräften
„Bei den Ferienspielen, aber auch in einigen Jugendtreffs werden wir zudem von Ehrenamtlichen oder Honorarkräften unterstützt“, ergänzte sie. Aber auch bei anderen Aktivitäten sind die beiden Jugendpflegerinnen nicht auf sich allein gestellt. So wurde im Vorjahr in Kooperation mit andere Jugendpflegern des Kreises Neuwied etwa das Cage-Soccer-Endturnier auf dem Parkdeck in Linz ausgetragen und auch bei den Ferienspielen im Sommer arbeitet man etwa mit der Jugendpflege Asbach und der Evangelischen Kirchengemeinde Neustadt/Vettelschoß eng zusammen. „Auch der generationenübergreifende Gedanke kommt in den Kooperationen mit Ehrenamtlichen des Seniorenbeirates der VG zum Ausdruck, etwa bei den Holzarbeiten während der Herbstspiele im Vorjahr“, erinnerte Sarah Görden.
Neben einem Büro am Bahnhof verfügen die Jugendpflegerinnen dort auch über eine Garage, in welcher der SpielMobil-Anhänger sowie das Outdoor- und Spielmaterial gelagert wird. Die Räume für die wöchentlichen Treffs, die von den jeweiligen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden, werden mit einem fünfsitzigen Kleintransporter angefahren. Auch die Ausstattung dieser Jugendtreffs wird von den Kommunen getragen. „Für mobile Angebote wie umwelt- und erlebnispädagogische Aktionen können wir nach Absprache auch die Bürgerhäuser, Sport- und Schulräume sowie Grillplätze und Vereinshäuser nutzen“, berichtete Sarah Görden.
Zielgruppe der 6- bis 18-Jährigen
Zielgruppe der Jugendarbeit sind 6- bis 18-Jährige, unabhängig von ehtnischer Abstammung, Geschlecht, Konfession oder sozialer Herkunft. Wie der Besuch der Jugendtreffs sind die Angebote der mobilen Jugendarbeit kostenfrei, lediglich bei einzelnen Aktionen wird ein geringer Beitrag erhoben. „Das Ferienprogramm bietet allen Altersgruppen Aktivitäten. Da für diese Angebote teilweise eine Gebühr erhoben wird, weisen wir auf die Möglichkeit hin, den Bildungsgutschein oder Einzelförderung für Kinder von Arbeitslosengeld-Empfängern in Anspruch zu nehmen“, erklärte Wilma Ehlers. So war man im Vorjahr mit Kindern ab sechs Jahren im Sommer im Holiday-Park, mit den Älteren in Klotten, im Herbst mit den bis Zwölfjährigen im Tollipark Mayen, während die Älteren zum „Horrorfest“ in den Moviepark gefahren sind.
Aktionen für und mit Kindern und Jugendlichen
In den sechs Jugendtreffs werden regelmäßig Aktionen für und mit Kindern und Jugendlichen geplant und durchgeführt, wobei die Besucher die Entwicklung der Treffs durch ihre Wünsche und Vorstellungen mitgestalten sollen. Zu diesen Aktionen zählen etwa Billard-, Kicker und Dart-Turniere, Motto-Veranstaltungen, Kreativangebote und Kochaktionen. „Dieses Jahr haben wir uns zusammen mit den Asbacher Kolleginnen das Schwerpunktthema ‚JuLi Activity - Gemeinsam Gut Drauf‘ ausgesucht, bei dem Spaß, Gemeinschaft und allgemeines Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen“, so Sarah Görden. Dazu gehören natürlich auch Erholung und Bewegung, Entspannung und Ernährung, Aktivität und Gesundheit. „Ende Juli fahren wir mit den Kindern ab zehn Jahren ins Phantasialand, Anfang August mit den Sechs- bis Zwölfjährigen zu den Karl-May-Festspielen. Im Herbst geht es dann mit den Jüngeren ins Odysseum, während die Älteren wieder das Horrorfest im Moviepark besuchen“, berichtete Wilma Ehlers abschließend.
Auch wenn sich die Mandatsträger ursprünglich die Kinder- und Jugendarbeit in der VG etwas anders, auf eine andere Klientel ausgerichtet, vorgestellt hatten, zollten sie den beiden Jugendpflegerinnen, allen voran Sarah Görden für ihren engagierten Einsatz während der fünfmonatigen Vakanz der zweiten Stelle, höchste Anerkennung. „Zumal Sie ja auch noch an einige Fortbildungen teilnehmen“, ergänzte VG-Chef Hans-Günter Fischer. So sind die beiden, die vom VG-Rat inständig um eine längere Verweildauer im Amt als ihre Vorgängerinnen gebeten wurden, auch in den Arbeitskreis „Suchtprävention“ der Kreis-Jugendpflege eingebunden. Für die Herbstferien planen sie neben den Fahrten mit der Jugendpflege Asbach noch einige Workshops, für welche sie wieder beim Seniorenbeirat um Unterstützung nachfragen werden.
