Der Bürgerverein entlieh sich seine Majestät mit Klaus Osthaus bei den Kamener Schützen
Martin Schmitz tritt die Nachfolge als Junggesellenkönig an
Unkel. Pünktlich um 12 Uhr konnte der Vorsitzende des Unkeler Bürgervereins, Engelbert Wallek, zahlreiche Unkeler am Schießplatz an der Grillhütte „Im Gerhardswinkel“ begrüßen. Während sich zunächst die ehemaligen Majestäten des Bürgervereins daran machten, mit dem Luftgewehr den König der Könige zu ermitteln, ging es bei den Junggesellen dem „Fire Man“ getauften Vogel an den Kragen. Schon mit dem 15. Schuss brachte der noch amtierende König, Philipp Lehmacher, den linken Flügel zu Fall. Dann aber dauerte weitere 39 Schüssen, bis Thomas Walbröhl das rechte Pendant angeschossen hatte. Und auch der Kopf des Adlers setzte sich standhaft zur Wehr, bevor er mit dem 81. Schuss, abgefeuert von Michael Boentgen, endlich fiel. Dem Junggesellenkönig von 2011, Georg Schober war es dann vorbehalten, schon mit dem 85. Schuss den Schweif abzuschießen. Dann kam es zu einem spannenden Zweikampf zwischen Alexander Menden und Martin Schmitz, der kurz vor 13.30 Uhr entscheiden war. Mit dem 144. Schuss hatte Martin Schmitz den Rumpf zu Fall gebracht und ließ sich als zukünftiger Junggesellenkönig feiern. Offiziell tritt er erst am kommenden Samstag die Nachfolge von Philipp Lehmacher an, wenn ihm Pfarrer Andreas Arend, assistiert von den beiden Vorsitzenden, Roman Lehmacher und Andreas Kuhsel, auf der Bühne vor dem Schutzengelhaus am Eschenbrender Platz die Königskette umhängt. Von dort geht es zum Festzelt auf dem Kirmesplatz, wo Martin schmitz mit seiner Königin Alice Dommermuth mit dem Königswalzer den großen Kirmesball eröffnet.
Drei der vier Ehrenpaare, von denen die jungen Majestäten dabei unterstützt werden, standen mit Christine Muß und Lothar Mollberg, Katrin und Eric Ockenfels sowie Michelle Welsch und Malte Dommermuth bereits fest. Unmittelbar nach den ersten Königsrunden der Junggesellen nahmen die Bürger ihr Königsschießen auf. Kurzen Prozess mit den Schwingen machte der Bürgerkönig von Heister, Dieter Wallek.
Der linke Flügel fiel mit dem 8. Schuss, der rechte 22 Schüsse später. Schon mit dem 39. Schuss hatte Vogel-Bauer Klaus Pasternak den Adler kopflos geschossen, bevor sich Knut von Wülfing nach dem 68. Schuss als Schweifkönig feiern lassen konnte. „Wir waren so rasend schnell, dass wir jetzt erst einmal eine Pause einlegen“, entschied Engelbert Wallek. Die fand er dann endlich mit Willi Heß und Klaus Osthaus in Heister und in der Partnerstadt Kamen. Lediglich der Schützenkönig 2011 aus dem südlichen Stadtteil wagte es, dem Kamener Schützen die Stirn zu bieten, wenn auch ohne Erfolg. Schon mit dem 79. Schuss brachte dieser den Rumpf zu Fall und wurde lange vor 16 Uhr stürmisch als erster westfälischer Bürgerkönig der Kulturstadt Unkel gefeiert. Zusammen mit seiner Königin Claudia Heimbach wird er am Montagabend auf der Pantaleon-Kirmes den Bürgerkönigsball eröffnen. Beendet waren die Aktivitäten der Kamener Schützen damit aber noch lange nicht. „Ihr unterstützt uns ja schon lange bei unserem Königsschießen so engagiert, dass wir dieses Jahr auch für Euch einen kleinen Adler gebaut haben“, lud Engelbert Wallek die Freunde zum Vogelschießen ein. Als Ansporn, das arme Tier zu rupfen, winkte den fünf erfolgreichen Pfänderschützen je ein Weihnachtsbaum, den sie sich im Advent bei Knut von Wülfing abholen können.
