Gesangverein Cäcilia-Eintracht 1844 Erpel e.V.
Mit dem letzten Mönch die Abtei Rommersdorf erkundet
Erpel. Zum Tagesausflug des Gesangvereins Cäcilia-Eintracht 1844 Erpel e.V. in die Abtei Rommersdorf nach Heimbach-Weis hatten sich 31 Teilnehmer angemeldet. Kurz nach 11 Uhr konnte der Bus vom Parkplatz Schleidentor in Erpel abfahren. Die Ausflügler blickten überrascht und erstaunt auf die bunte Herbstlandschaft mit den Weinbergen, den Wanderwegen und den Rhein mit seinen Ausflugs- und Lastschiffen.
Bis zur Führung blieb genügend Zeit, den parkähnlichen Klostergarten zu besichtigen. Die farbenfrohe Blütenpracht begeisterte alle. Dann kam er: der letzte Mönch von Rommersdorf im weißen Gewand des Prämonstratenser Orden. Er erzählte von seinem Eintritt ins Kloster im Jahr 1137 als junger Mann, von seinen Ängsten, das Leben im Kloster zu meistern und seinem Verzicht auf Familie, Frau und Kindern. Er führte die Teilnehmer durch den Kreuzgang, den Klostergarten, die Abtskapelle. Dabei beschrieb er das harte Leben hinter den Klostermauern. Freude bereiteten dagegen die Hilfen für Arme und Kranke und deren Dankbarkeit darüber. Aufmerksam lauschten die Ausflügler seinen Ausführungen. Eine Überraschung hielt der Mönch im Refektorium, dem Speiseraum des Klosters, bereit: Wein und Brot. Nach dieser kleinen Stärkung folgte die Gruppe dem Mönch weiter durch die Anlage und hörte aufmerksam seinen Erzählungen zu.
Am Ende berichtete der Schauspieler Boris Weber über die Entstehung dieser Führung, gab einige Anekdoten zum Besten und beantwortete Fragen. Die Wichtigste: Woher bekommen sie das leckere Brot? Die eindrucksvolle Kulisse des Klosters animierte die Sängerinnen und Sänger spontan, das Lied „Sancta Cäcilia“ anzustimmen. Nach einem gemeinsamen Foto ging es dann zur Brombeerschenke nach Leutesdorf. Dort stärkten sich die Ausflügler mit Brombeerkuchen, Brombeergeist, Brombeerlikör, Brombeerwein, Brombeereis. Zwischenzeitlich stand die Sonne hoch am Himmel. Sie lud zum Wandern ein und so machte sich eine Gruppe auf den Weg durch die Weinberge nach Leutesdorf. Dort sammelte sie der Busfahrer Manfred Hirzmann ein und brachte alle wieder wohlbehalten nach Erpel zurück. Ein interessanter und lehrreicher Tag, den alle genossen haben, war zu Ende.
