Förderverein KunterBUNT
Montessori-Kindergartenkinder unter Piraten
Linz. „Ich will aber noch nicht gehen!“, rufen drei Zwerge wie im Chor. Das war die fast einstimmige Meinung der 64 Montessori-Kindergartenkinder nach dem ereignisreichen Ausflug ins „Piratenland“, den der Förderverein KunterBUNT organisiert hatte. „Hier ist es noch schöner als im Kindergarten - der Wabbelberg ist so super!“ „Das ist doch die Pirateninsel“, meint Frau Künzel, „die fand ich auch am coolsten.“ 16 Erzieher und fünf Eltern vom Förderverein überzeugten sich ebenfalls von den zahlreichen Möglichkeiten, die auch viel Geschick und Mut forderten. Nicht jeder traute sich sofort, die hohe steile Rutsche zu bewältigen, doch die Überwindung kam bei fast allen und förderte das Selbstbewusstsein enorm. Als besonderes Highlight für den integrativen Kindergarten, der auch Rollstuhlkinder unter sich zählt, hatte Karl Heinz Weiskopf vom BSV (Behinderten- und Rehabilitations Sport-Verband Rheinland-Pfalz) einen Parcours für Rollstuhlfahrer aufgebaut und Rollstühle bereitgestellt. Nun konnten auch die körperlich gesunden Kinder und Erzieherinnen mal ausprobieren, was es bedeutet, festsitzend Hindernisse wie Schlaglöcher oder ähnliche Unebenheiten im Boden zu überwinden.
Um den „Rollstuhl-Führerschein“ zu erwerben, musste man zusätzlich im Rollstuhl sitzend Bälle in ein kleines Netz werfen. Herr Weiskopf war begeistert, wie toll die Kinder mitgemacht haben: „wissbegierig und mit viel Geschick. Es war auch schön, wie sie sich gegenseitig geholfen haben.“ Bei ausgiebigem Toben im Bällebad, auf Kletterwänden oder Rutschen waren die Kinder froh über ein paar Erfrischungen. Zum Abschluss spendierte der Förderverein sogar noch Pommes satt für alle Mitreisenden.
Der Förderverein KunterBUNT bietet auch in diesem Jahr zum ersten Trödelmarkt in Linz beim sogenannten „Blauen Café“ wieder zahlreiche selbst gebackene Kuchen an, deren Verkauf den Kindern nicht nur bei so wunderbaren Ausflügen zugute kommt. Herzliches Lob an alle Helfer und „Bäcker“, ohne die der Förderverein nicht bestehen könnte! So interessant die großen Busse auch für die Rückfahrt wieder waren, der Großteil der ab dreijährigen Kinder gönnte sich erschöpft und mit einem seligen Lächeln auf den Lippen ein großes Nickerchen.
