Prinzessin Lena I. beendet die Herrschaft der Unkeler Kinderprinzenpaare
Narren empfingen jubelnd ihr charmantes „Dreigestirn“
Unkel. Die Unkeler KG hatte zum Sessionsstart wie im Vorjahr wieder in das närrische Forum eingeladen, in das pünktlich zur jecken Uhrzeit der Elferrat um den 1. Vorsitzenden Georg Gerdom und die beiden Präsidenten, Markus Winkelbach und Manfred Himmelbach, mit dem Bläserkorps, den Ministernchen und Sternchen sowie den Majoretten einzogen. Mit Tänzen eigener Kräfte und der Hitparade der Herzblättchen eröffneten die Blau-Roten die Veranstaltung, die Literat Stefan Wirtz erneut wie eine richtige Sitzung organisiert hatte.
Nach den Tänzen der New Diamonds und der Lions aus Bruchhausen, hieß es dann zunächst Abschied nehmen vom Kinderprinzenpaar 2012/13, Prinzessin Emma I. und Lukas I., denen Markus Winkelbach bescheinigte, die KG toll repräsentiert zu haben. Musikalisch in närrische Stimmung gebracht vom Spielmannszug TV Eiche Bad Honnef und von „De Köbesse“ aus Königswinter, empfingen die Unkeler Narren die Tollität aus Hünnije, Prinz Jürgen IV. (Bönder) und Kinderprinz Leon I,. (Langenfeld), die beide erst einen Tag in Amt und Würden waren.
Als dann das Kasbacher Karnevalskomitte mit der von Bianca Wester trainierten Prinzengarde einzog, hinkte man bereits weit hinter dem närrischen Zeitplan hinterher. Da mussten sich die Unkeler Jecken noch mächtig gedulden, bis sie endlich erfahren sollten, wer sie durch die neue Session führen wird. Sowohl das Linzer Funkencorps Blau-Wiess um Kommandant Bernd Rechmann mit dem gleichfarbigen Tambourcorps aus Ohlenberg und seiner Bla-Wi-Tro, als auch die Silver Dolls aus der Bunten Stadt am Rhein mit ihren Tänzen zu Helene Fischer-Hits, die Kindertanzgruppe der „Löstigen Gesellen“ wie die kleine Burggarde aus Rheinbreitbach unterhielten die Jecken im bis auf den letzten Platz besetzten Forum bestens, ganz zu schweigen von den Unkeler Bar Hockern. Die Stimmungstruppe bereitete die Jecken perfekt auf den frenetischen Empfang der neuen Tollität vor.
Empfang der neuen Tollität
Denn endlich zog sie nach den Majoretten, Sternchen, Ministernchen und dem Elferrat ein - Prinzessin Lena I., aus dem Hause Pasternak, mit ihren Ehrendamen, „Sandkastenfreundin“ Marina, aus dem Hause Weinberg, und Berenike aus dem Hause Müller. Jubelnd empfingen die Narren ihr charmantes „Dreigestirn“, das mit der 16-jährigen Prinzessin, der gleichaltrigen Berenike aus Aegidienberg und der nur ein Jahr jüngeren Marina aus Scheuren längst den Kinderschuhen entwachsen ist. „Die Liebe zum Karneval liegt unserer Prinzessin seit Generationen in den Genen. Schon Urgroßvater Jupp Schmitz hat in den 60er Jahren als Büttenredner die Rheinbreitbacher Jecken bestens unterhalten“, berichtete Markus Winkelbach. Kein Wunder, dass Lena schon in der Grundschule Kinderprinzessin werden wollte. Erste Erfahrungen mit dem närrischen Regieren machte sie dann in der Session 2010/11, als sie Kinderprinz Finn I. als Pagin diente. „Mit Trumm un Trööt fiere de Unkeler sich niemals mööd“, verkündete Lena I. strahlend ihr Sessionsmotto, nachdem sie proklamiert war. Zusammen mit ihren beiden Ehrendamen besucht die Prinzessin das Martinus-Gymnasium Linz. Ihre Hobbys sind Reiten und Volleyball und natürlich der Karneval.
Zahlreiche Ehrungen
Kurz vor ihrer Proklamation hatten die Blau-Roten noch ihre verdienten Mitglieder geehrt. Für 50-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Egon Braun, Klaus und Ludwig Conrad, Manfred Mönch und Jakob Wierig mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet. Gleichzeitig vergrößern die vier Erstgenannten die Reihen der Ehrenmitglieder, zu denen der einstige „verdötschte Stadtrat“, Jakob Wierig, schon längst gehört. Auch Rupert Mäurer und Josef Welsch erhielten für 45- und 40-jährige Treue zur KG Ehrenurkunden, mit der Vereinsnadel in Gold zeichneten die Präsidenten Dominik Buslei und Christoph Conrad für 25-jährige Treue aus. Die Vereinsnadel in Silber erhielten Sarah Hoppen und Christiane Wolf für 20-jährige Zugehörigkeit sowie Hans Peter Menden, der seit 15 Jahren zu den Blau-Roten gehört. Der Erste Vorsitzende Georg Gerdom, Sabrina Müller und Martin Speich wurden für 10-jährige Zugehörigkeit mit der Vereinsnadel in Bronze ausgezeichnet ebenso wie Lukas Maurer, der seit fünf Jahren bei der Truppe ist. Sie alle bekamen natürlich auch den neuen Sessionsorden, dem die „Urbachs Mühle“ als historisches Motiv dient.
