Allgemeine Berichte | 20.08.2013

20. Rheinschwimmen beim Kanu-Club Unkel

Naturerlebnis mit Teilnehmerrekord

Ausgelassen tauchten die Schwimmer von der Natorampe in die 20 Grad warmen Fluten.DL

Unkel. Bereits zum 20. Mal veranstaltete der Kanu-Club Unkel sein traditionelles Rheinschwimmen von der Natorampe an den Erpeler Brückenpfeilern aus bis zum Strandgelände beim Vereinsheim in Unkel, dem früheren Rhein-Schwimmbad. Und prompt krönte der Verein, der vor 60 Jahren als selbstständiger Verein ins Leben gerufen worden war, sein Jubiläum mit einem Teilnehmerrekord.

Schon lange vor dem Start musste die Liste für die erste Staffel nach 450 Meldungen geschlossen werden und auch für den zweiten Durchgang hatten sich bereits 385 Schwimmer angemeldet. „Wir haben schon mit 800 bis zu den maximal zulässigen 900 Teilnehmern gerechnet, Schwarz-Schwimmer nicht eingerechnet“, so Vorstandsmitglied Alfons Keuter nach einem besorgten Blick gen Himmel. Der präsentierte sich nach den herrlichen Sommertagen nämlich grau in grau und gut eine Stunde vor dem geplanten Start setzte dann auch der Regen ein. Der hatte auch nicht nachgelassen, als die ersten Teilnehmer aus den Bussen stiegen und sich flugs unter die fünf breiten Sonnenschirme verzogen. Da hatte das Bundestagsmitglied Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit ihrem weißen Bademantel besser vorgesorgt, auf dem ein roter Schriftzug zuversichtlich verkündete: „Sabine kommt rhein!“

„Voriges Jahr konnte ich wegen einer Verletzung nicht mitschwimmen, aber dieses Mal stand es fest, das ich wieder dabei bin“, so die Sozialdemokratin, deren Kollege von der CDU, Erwin Rüddel als Teilnehmer an der zweiten Staffel den direkten Vergleich im Wasser umging. Mit dabei war auch Florian Hausen, der Sohn des Stadtbürgermeisters.

Starter Jürgen Hamacher zögerte den Start ein ums andere Mal hinaus, da noch nicht alle Busse angekommen waren. Auf eigene Faust eröffneten die Schwimmer den Count-Down und warfen sich mit Schwimmbrettern und Pool-Nudeln, Schwimmwesten und Schwimmflügelchen bewaffnet in die Wellen von Vater Rhein, wo sie von zahlreichen Kanus sowie den Booten der Erpeler und Unkeler Feuerwehr sowie des THW empfangen wurden, die sie aufmerksam die rund drei Kilometer lange Strecke eskortierten. Da herrschte am Clubhaus bereits reges Treiben. Nicht nur, dass sich die Teilnehmer der zweiten Staffel bereit machten zur Abfahrt nach Erpel. Auch die „Karbolmäuschen“ des Vereins hatten alle Hände voll zu tun, die Gläschen für die obligatorische „Schluckimpfung“ zu füllen.

Und schon konnte Michael Winkelbach die Ankunft des ersten Schwimmers ankündigen. Zu der „perfekten Welle“ der Band „Juli“ nahm Thorsten Mey aus Remagen Kurs auf den Strand, wo er nach knapp 25 Minuten als Erster aus den Fluten stieg und von DLRG-Helfern aus der steinigen Uferzone geleitet wurde. Während er erst zum zweiten Mal die Strecke bewältigt hatte, war Klaus Marx aus Mehlen mit seiner 18. Teilnahme schon ein alter Hase. Übertroffen wurde er nicht nur von Günter Küpper, der seine 19. „Aktiv-Rhein-Reise“ hinter sich gebracht hatte. Beim anschließenden „Rheinischen Nachmittag“, zu dem die Barhocker auf dem rechtzeitig erweiterten Clubgelände aufspielten, wurde Doris Kuprat ausgezeichnet, die an allen 20 Veranstaltungen teilgenommen hat. Beschenkt wurden auch die 78-jährige Siegrid Rohlauf und der 88-jährige Erich Kassel als älteste Teilnehmer.

Mit nur drei Jahren war die Unkelerin Dana Wendlich die jüngste Schwimmerin, der fünfjährige Tom Buch, ebenfalls aus Unkel, war der jüngste männliche Rheinschwimmer.

Der Wassersportverein Oberkassel stellte mit 31 Teilnehmern wieder einmal die größte Gruppe, während Martin Boll die weiteste Anreise zurückgelegt hatte. Aus Kenia war er aufgebrochen, um das Naturerlebnis in den Fluten des Rheins zu genießen.

Ausgelassen tauchten die Schwimmer von der Natorampe in die 20 Grad warmen Fluten.Foto: DL

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